Ausgehend von einem Überblick über die extrinsezistischen und potenziell gewaltförmigen Konsequenzen, die mit einem Verständnis von Offenbarung als Mitteilung propositionaler oder moralischer Gehalte einhergehen, wird in diesem Artikel ein performatives Verständnis des Kommunikationsprozesses von Offenbarung vorgeschlagen. Die grundlegende These lautet, dass es im Geschehen der Offenbarung nicht um die Mitteilung von Inhalten, sondern die Transformation der beteiligten Ko-Akteure geht.