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Katholisch.de | Aufgekreuzt

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Aufgekreuzt: Kirchenlehre im Wandel #04

Veröffentlichung:19.10.2021

Die Kirchenlehre gilt als unveränderbar. Doch wer die Kirche im Jahr 1420 mit der 2020 vergleicht, stellt doch einige Unterschiede fest. Um mit diesem Widerspruch umzugehen, haben sich Kirchenobere über die Jahrhunderte einige Strategien ausgedacht.

Der Podcast Aufgekreuzt von katholisch de behandelt in dieser Folge die Frage, was kirchliche Lehre eigentlich ist und wie verbindlich sie in der katholischen Kirche verstanden wird. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Kirche hierarchisch aufgebaut ist und der Papst eine herausgehobene Stellung einnimmt, etwa durch das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit. Im Verlauf der Episode wird erläutert, dass sich kirchliche Lehre aus Heiliger Schrift und Tradition speist und dass es innerhalb der Lehre unterschiedliche Grade von Verbindlichkeit gibt. Fachleute aus Theologie und Kirchengeschichte erklären, wie Dogmen entstehen, welche Rolle Konzilien spielen und warum sich bestimmte Lehrpositionen im Lauf der Geschichte verändert haben oder neu akzentuiert wurden. An konkreten Beispielen wie der Todesstrafe, dem Verhältnis zu nicht christlichen Religionen oder Fragen kirchlicher Ämter wird deutlich, dass kirchliche Lehre in einem Spannungsfeld von Kontinuität und Entwicklung steht.

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Für den Religionsunterricht ist dieses Medium besonders geeignet, weil es ein anspruchsvolles theologisches Thema in gut nachvollziehbarer Form aufbereitet und dabei grundlegende Fragen von Autorität, Tradition und Veränderung im Glauben anspricht. Die Lehrkraft kann den Podcast in Auszügen einsetzen und die Lernenden zunächst zentrale Begriffe wie Lehre, Dogma, Tradition, Konzil oder Unfehlbarkeit klären lassen. Anschließend bietet sich eine strukturierte Erarbeitung der im Podcast genannten Beispiele an, damit die Lernenden erkennen, dass kirchliche Lehre nicht in allen Aussagen die gleiche Verbindlichkeit besitzt. Didaktisch sinnvoll ist eine Gliederung in Hörabschnitte mit konkreten Arbeitsaufträgen, etwa zur Frage, was unveränderlich erscheinen soll und an welchen Stellen Entwicklungen sichtbar werden. Methodisch kann mit Höraufträgen, Begriffskarten, Partnergesprächen und einer gemeinsamen Ergebnissicherung gearbeitet werden. Ebenso bietet sich eine Diskussion darüber an, wie religiöse Institutionen mit Wandel umgehen und wie Gläubige mit Spannungen zwischen persönlicher Überzeugung und kirchlicher Lehre leben. Für eine vertiefende Auseinandersetzung können die Lernenden Fallbeispiele aus dem Podcast beurteilen und in einer Positionierungsaufgabe reflektieren, ob Veränderung in religiösen Traditionen eher als Gefahr oder als notwendige Weiterentwicklung verstanden werden sollte. Das Medium fördert damit theologisches Urteilsvermögen, kirchengeschichtliches Verständnis und die Fähigkeit, komplexe religiöse Zusammenhänge differenziert zu betrachten.

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Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.1 Selbstverständnis der Kirche.

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 4. Das Selbstverständnis von Kirche und sein Wandel unter dem Anspruch und der Herausforderung durch die Moderne.

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