Der in Niedersachsen für das Schuljahr 2025/26 in Vorbereitung befindliche – von den dortigen evangelischen Kirchen und den katholischen Bistümern – „gemeinsam verantwortete Christliche Religionsunterricht“ (CRU) wird als Fortentwicklung des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts charakterisiert – eine Fortentwicklung, die durchaus qualitativ neue An- und Herausforderungen mit sich bringt (Abschnitt 1). Diese werden sowohl in didaktisch-methodischer (Abschnitt 2) als auch in thematischer Hinsicht (Abschnitt 3) beschrieben. Während es den sogenannten konfessionell-kooperativen Religionsunterricht (kokoRU) in vertraglich vereinbarter Form bereits seit 1998 gibt, existiert der ‚Christliche Religionsunterricht‘ (CRU) erst seit 2021 – und bislang auch nur als Konzept. 1 Seine Einführung in Niedersachsen – und damit auch einschlägige Erlasse, Kerncurricula und Unterrichtsmaterialien – ist für das Schuljahr 2025/26 in Vorbereitung. Inzwischen steht beispielsweise fest, dass das neue Fach amtlich ‚Christliche Religion nach (gemeinsamen) evangelischen und katholischen Grundsätzen‘ heißen wird. Doch bereits im derzeit laufenden Prozess der konzeptionellen Entwicklung zeichnen sich didaktische Herausforderungen ab. Diese sollen hier in drei Schritten skizziert werden: Als erstes soll der CRU im Vergleich zum kokoRU profiliert werden, als zweites kommen didaktisch-methodische Herausforderungen der Gestaltung des Lehr-Lern-Arrangements in den Blick und, als drittes, thematische Perspektiven des neuen Faches.