Wenn es um die große Frage geht, was es für einen zukunftsfähigen Religionsunterricht in Bayern braucht, dann drängen sowohl theologische, religionsdidaktische als auch religionsdemographische Veränderungen darauf, nach Organisationsformen und inhaltlichen Konzeptionierungen Ausschau zu halten, die deutlicher als bislang konfessionell-kooperative Lehr- und Lernformate gewichten, plausibilisieren und konkretisieren. Der Beitrag identifiziert Ziele und Implikationen anstehender Transformationsprozesse, um daraus Kriterien für die Qualitätssicherung des Religionsunterrichts zu gewinnen. Leitend ist die theologisch begründete Überzeugung, dass das gemeinsame (Bildungs-)Handeln und die gemeinsam geteilte Glaubenspraxis der unterschiedlichen christlichen Konfessionen stärker ist als das Trennende. Der folgende Beitrag geht deshalb zunächst auf Ziele und Implikationen anstehender Transformationsprozesse ein und entwickelt vor diesem Hintergrund Thesen, wie konfessionell-kooperative Lehr- und Lernformate die anstehenden Entwicklungen aufgreifen helfen und Orientierung bieten.