Die Auferstehung Jesu stellt die theologische Basis der christlichen Hoffnung dar und markiert den fundamentalen Übergang vom verkündigenden Jesus zum verkündigten Christus. Der Artikel arbeitet heraus, dass die Auferstehung sich einer empirischen Nachweisbarkeit entzieht und daher nicht mit historischen oder naturwissenschaftlichen Mitteln bewiesen werden kann; sie ist vielmehr Gegenstand des Glaubens. Die ältesten Zeugnisse sind einfache Lobpreis-Formeln (Eulogien), aus denen sich mehrgliedrige Bekenntnisformeln entwickelten, gefolgt von Erzählungen vom leeren Grab und Erscheinungen, die stark theologisch geprägt sind. Der Artikel präsentiert historische Kritik an der Auferstehung durch Aufklärung, psychologisierende Deutungen und moderne Alternativen, betont aber die Glaubwürdigkeit des Osterzeugnisses der Jüngerinnen und Jünger. Die Evangelien berichten unterschiedlich und werden von theologischen Motiven bestimmt: Markus betont die Gottesbotschaft am Ort des Todes, Matthäus die apokalyptisch-kosmische Dimension, Lukas den leiblichen Charakter und Johannes verbindet leeres Grab mit Erscheinung zur Glaubensvermittlung. Die religionspädagogische Forschung zeigt, dass Kinder großes Interesse zeigen und komplexe theologische Gedanken nachvollziehen, während Jugendliche aufgrund ihres naturwissenschaftlichen Weltbildes erhebliche Schwierigkeiten mit dem Auferstehungsglauben haben. Jugendliche nähern sich historisch an, nutzen theologische Deutungen, greifen auf synkretistische oder fantastische Vergleiche zurück und finden in Medien und Literatur hilfreiche Zugänge.