RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftSabine Pemsel-Maier

WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft,

Sabine Pemsel-Maier

Christus

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel erläutert das christologische Bekenntnis zu Jesus als Christus, dem verheißenen Heilsbringer, und unterscheidet zwei grundlegende theologische Ansätze: die Christologie von unten, die bei der historischen Person Jesus beginnt, und die Christologie von oben, die von Gott ausgeht. Zusätzlich werden implizite Christologie (vorösterlich, noch ohne explizites Bekenntnis) und explizite Christologie (nachösterlich, mit formuliertem Bekenntnis) differenziert. Der Text zeigt, wie diese christologischen Konzepte für religiöse Lernprozesse in verschiedenen Altersstufen fruchtbar gemacht werden können und wie sich das religionspädagogische Verständnis von Christologie historisch entwickelt hat.

Products

Der Artikel von Sabine Pemsel-Maier behandelt die Christologie als Lehre von Jesus Christus, die die historische Person Jesus von Nazareth und seine Bedeutung als verheißener Messias (Christus = der Gesalbte) theologisch deutet. Es werden zwei komplementäre Denkmodelle unterschieden: Die Christologie von unten setzt bei der historischen Gestalt Jesu an und versteht seine Menschheitsgeschichte als Selbstoffenbarung Gottes, während die Christologie von oben von Gott ausgeht, der sich in Jesus inkarniert. Beide Perspektiven sind methodisch notwendig und aufeinander verwiesen. Eine weitere Differenzierung unterscheidet implizite und explizite Christologie: Die implizite Christologie findet bereits im vorösterlichen Leben und Wirken Jesu Spuren seiner besonderen Vollmacht, ohne diesen theologisch präzise bestimmen zu können; sie nutzt den Komparativ ("mehr als ein Prophet"). Die explizite Christologie ist erst nachösterlich möglich und setzt die Erfahrung der Auferstehung voraus, formuliert dann aber das Bekenntnis zu Jesus als dem Christus theologisch präzise aus. Lange Zeit hielt die Religionspädagogik Christologie für zu komplex für Grundschüler und jüngere Jugendliche und beschränkte sich auf sachkundliche Jesulogie. Der Artikel argumentiert jedoch dafür, dass christologische Fragen wie die nach der Auferstehung, dem Heilstod und der Gottessohnschaft bereits in den Lehrplan niederer Jahrgangsstufen integriert werden sollten, da sie fundamental für das Verständnis des christlichen Glaubens sind.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.