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Kirche in Not

Kirche in Not

War Jesus Gottes Sohn?

Veröffentlichung:26.4.2025

Das Video behandelt die Frage nach der Gottessohnschaft Jesu Christi und ihrer Bedeutung für den christlichen Glauben. Im Gespräch mit dem Historiker Dr. Michael Hesemann werden historische, archäologische und biblische Argumente vorgestellt, die nach Ansicht des Gesprächspartners für die frühe Entstehung der Evangelien und deren Augenzeugencharakter sprechen. Darüber hinaus werden unterschiedliche Auffassungen zur Person Jesu, die Bedeutung der Auferstehung sowie Abgrenzungen gegenüber historisch kritischer Exegese, Gnosis und islamischen Vorstellungen thematisiert. Das Medium regt dazu an, sich mit den Grundlagen des christlichen Glaubens und verschiedenen theologischen Positionen auseinanderzusetzen.

War Jesus Christus Gottes Sohn, gekreuzigt, gestorben und begraben, auferstanden am dritten Tage? Oder war er nur ein großer, begnadeter Mensch? Diese Frage ist auch heute von Brisanz, denn nach wie vor gilt, was Paulus gesagt hat: Ist Christus nicht auferstanden, so ist unser Glaube vergeblich. Über die brennende Frage der Gottessohnschaft spricht Volker Niggewöhner mit dem Historiker Dr. Michael Hesemann.


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Das Video eignet sich insbesondere für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe zwei sowie für interessierte Lerngruppen in der Erwachsenenbildung. Es bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Auseinandersetzung mit der christlichen Glaubenslehre, der Entstehung der Evangelien sowie unterschiedlichen Zugängen zur historischen Jesusforschung. Da das Gespräch eine deutlich konfessionelle Position vertritt, sollte das Medium nicht isoliert eingesetzt werden. Vielmehr empfiehlt sich eine Einbettung in eine Unterrichtsreihe, in der unterschiedliche wissenschaftliche und theologische Sichtweisen vergleichend betrachtet werden.

Vor dem Ansehen können die Lernenden ihre Vorstellungen zur Frage sammeln, weshalb Christen Jesus als Sohn Gottes bezeichnen und welche Bedeutung die Auferstehung für den Glauben besitzt. Während des Videos können zentrale Argumente notiert und den Bereichen Bibel, Geschichte, Archäologie und Glaube zugeordnet werden. Im Anschluss bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an, in der einzelne Aussagen des Interviews mithilfe weiterer Quellen überprüft und diskutiert werden. Dadurch lernen die Lernenden zwischen Glaubensaussagen, historischen Fragestellungen und wissenschaftlichen Interpretationen zu unterscheiden. Eine Podiumsdiskussion oder eine Pro und Contra Debatte zur Frage, welche Bedeutung historische Belege für den Glauben besitzen, fördert zusätzlich die Argumentationskompetenz. Abschließend kann reflektiert werden, wie Glaube und historische Forschung miteinander in Beziehung stehen und welche Rolle unterschiedliche Perspektiven für den Religionsunterricht spielen.

In der Sendung Glaubenskompass spricht der Historiker Dr. Michael Hesemann über die Frage, ob Jesus Christus tatsächlich der Sohn Gottes ist oder „nur“ ein bedeutender Mensch war – eine Frage, die nach Paulus’ Aussage grundlegend für den christlichen Glauben ist („Ist Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube vergeblich“).

Historische Argumente:

Evangelien als Augenzeugenberichte: Hesemann verweist auf archäologische Funde (z. B. Papyrusfragmente aus Qumran), die nahelegen, dass das Markus-Evangelium bereits in den 40er-Jahren n. Chr. entstand – also zur Zeit von Augenzeugen wie Petrus.

Inhalte des Markus-Evangeliums: Enthält Detailwissen über Fischfang und geographische Gegebenheiten am See Genezareth – Hinweise auf authentische Erfahrungsberichte.

Frühes Bekenntnis in der Urgemeinde: Schon vor den Paulusbriefen war der Glaube an Jesus als Sohn Gottes verbreitet, belegt durch das Glaubenssymbol „Ichthys“ (Fisch).

Theologische Argumente:

Zeugnisse in den Evangelien: Mehrfach wird Jesus als Sohn Gottes bezeichnet, u. a. bei der Taufe im Jordan und der Verklärung auf dem Berg Tabor.

Aussage der Jünger: Petrus etwa betont in seinem Brief, dass sie „Augenzeugen seiner Herrlichkeit“ gewesen seien – es handelt sich nicht um erfundene Mythen.

Wunder als Beweis: Die Heilungen und Wunder Jesu gelten als Zeichen seiner göttlichen Sendung und wurden von der frühen Kirche nicht angezweifelt.

Abgrenzung zu anderen Interpretationen:

Gnosis und Islam: In der Spätantike entstanden synkretistische Lehren (Gnosis), die Jesus lediglich als erleuchteten Menschen sahen. Diese Vorstellungen finden sich später z. T. im Koran wieder (z. B. die Ablehnung der Kreuzigung Jesu).

Historisch-kritische Exegese: Diese moderne theologische Methode stellt Übernatürliches in Frage und interpretiert Jesu Auferstehung symbolisch – laut Hesemann eine „neo-arianische“ Tendenz, die den Kern des christlichen Glaubens aushöhlt.

Fazit:

Dr. Hesemann plädiert für ein Festhalten an der traditionellen christlichen Lehre: Jesus Christus ist wahrhaftig gestorben und auferstanden – das sei die Grundlage des christlichen Glaubens, wie sie schon die Urgemeinde bekannte.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


1. Warum ist die Auferstehung Jesu nach dem Video von zentraler Bedeutung?

Nach dem Video bildet die Auferstehung die Grundlage des christlichen Glaubens. Sie wird als Bestätigung verstanden, dass Jesus der Sohn Gottes ist.


2. Welche Bedeutung haben die Evangelien im Gespräch?

Die Evangelien werden als Berichte angesehen, die auf Augenzeugen zurückgehen und deshalb als historisch zuverlässig bewertet werden.


3. Welche Rolle spielt die Archäologie in der Argumentation?

Nach Ansicht des Interviewpartners stützen archäologische Funde die frühe Entstehung der Evangelien und widersprechen einer späten Datierung.


4. Welche Kritik wird an der historisch kritischen Exegese geäußert?

Im Video wird kritisiert, dass diese Methode übernatürliche Ereignisse grundsätzlich ausschließe und deshalb die Evangelien zu spät datiere.


5. Welche Bedeutung hat Paulus nach Auffassung des Interviews?

Paulus wird nicht als Erfinder der Lehre von der Gottessohnschaft dargestellt. Vielmehr habe er einen bereits bestehenden Glauben der frühen Christen weitergegeben.


6. Welche anderen religiösen Vorstellungen werden angesprochen?

Das Gespräch thematisiert die Gnosis sowie den Islam und stellt Unterschiede zur christlichen Lehre über Kreuzigung, Auferstehung und Gottessohnschaft Jesu heraus.


7. Welche Kompetenzen können die Lernenden durch die Arbeit mit dem Video erwerben?

Die Lernenden setzen sich mit theologischen Fragestellungen auseinander, vergleichen unterschiedliche Deutungen, unterscheiden zwischen Glaubensaussagen und historischen Argumentationen und entwickeln die Fähigkeit, religiöse Positionen kritisch zu reflektieren.


8. Warum sollte das Video im Unterricht durch weitere Materialien ergänzt werden?

Das Video vertritt eine eindeutig konfessionelle Perspektive. Für einen kompetenzorientierten Religionsunterricht ist es sinnvoll, ergänzend wissenschaftliche und unterschiedliche theologische Positionen einzubeziehen, damit die Lernenden verschiedene Sichtweisen vergleichen und beurteilen können.

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