RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft

WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft

Gespräch Anforderungssituation

Veröffentlichung:1.5.2026

Das 'Gespräch am Esstisch' ist eine unterrichtsmethodische Anforderungssituation im Religionsunterricht, bei der Schülerinnen und Schüler in vorgegebenen Rollen an einem thematisch geplanten, zieloffenen Gespräch teilnehmen. Die Methode kombiniert freie Diskussion mit rollenzentriertem Lernen und zielt auf Perspektivübernahme sowie Urteilsbildung ab. Sie basiert auf alltäglichen Gesprächssituationen und ermöglicht es Lernenden, sich reflektierend und handelnd mit komplexen Fragen auseinanderzusetzen. Die praktische Umsetzung folgt vier obligatorischen Schritten: Identifikation einer Anforderungssituation, Skizzierung einer Gesprächssituation, Ausarbeitung passender Rollen und Zuweisung der Rollen an Lernende.

Products

Das 'Gespräch am Esstisch' ist eine innovative Unterrichtsmethode im Religionsunterricht, die alltägliche Gesprächssituationen in Familien oder Wohngemeinschaften als Lernkontext nutzt. Nach Manfred Riegger handelt es sich um eine weitgehend freie, thematisch geplante und zieloffene Gesprächsform, die geringe Lehrerlenkung mit hoher Schülerverantwortung verbindet. Im Gegensatz zu Diskussionen vermeiden Esstisch-Gespräche Konkurrenzsituationen und strikte Reglementierung; sie unterscheiden sich von Rollenspielen durch ihren geringeren dramapädagogischen Anteil. Das Esstisch-Motiv markiert sowohl die inhaltliche als auch die soziale Kontextualisierung und fordert Perspektivübernahme sowie Perspektivenverschränkung unter Berücksichtigung biographischer Merkmale ein. Die Methode basiert auf dem Modell des Situierten Lernens, wobei Lernende mit konkreten Herausforderungen reflektierend und urteilend umgehen müssen. Je nach Unterrichtsphase kann die Methode der Lernausgangslage-Erhebung am Anfang oder der Urteilsbildung und Kompetenzüberprüfung am Ende einer Unterrichtssequenz dienen. Die Umsetzung folgt vier obligatorischen Schritten: Identifikation einer fachlich begründbaren Anforderungssituation, Skizzierung einer spezifischen Gesprächssituation mit Kontextbeschreibung, Ausarbeitung von etwa vier authentischen Rollen mit biographischen Zugängen und Wertvorstellungen, sowie differenzierte Zuweisung der Rollen an Lernende. Die Rollenbeschreibungen ermöglichen selbstdifferenziertes Lernen und eröffnen sowohl erfahrungsbezogene Zugänge als auch produktive Perturbationen durch die Konfrontation mit fremden Erfahrungswelten.

Text

urheberrechtlich geschützt

12.5.2026

_

_

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.