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Stefan AltmeyerWiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft

Stefan Altmeyer,

WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft

Identität religiöse

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel von Stefan Altmeyer behandelt religiöse Identität als theoretisches Konstrukt, das zentral für religionspädagogische Prozesse ist, aber gleichzeitig schwer zu fassen bleibt. Die grundlegende Identitätsfrage „Wer bin ich?" wird kompliziert durch die Frage, wie ich mich selbst sehe und wie andere mich sehen – besser formuliert: „Wer ist der Mensch, der ich bin?" Diese Frage ist untrennbar mit sozial-kulturellen und religiös deutbaren Beziehungen verbunden und wurde in der Moderne zum breiten gesellschaftlichen Thema.

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Der Artikel von Stefan Altmeyer analysiert religiöse Identität als zentrales, aber theoretisch umstrittenes Konzept der Religionspädagogik. Religiöse Identität wird definiert als anthropologischer Titel für das Resultat von wiederkehrenden menschlichen Selbst- und Fremdbeziehungen, die sich in Identifizierungspraktiken manifestieren. Die Identitätsfrage stellt sich anthropologisch als universelle menschliche Frage „Wer bin ich?", die untrennbar mit sozial-kulturellen und religiös deutbaren Beziehungen verbunden ist. Der Artikel unterscheidet zwei grundlegende Konzeptionen: essentialistische Ansätze, die Identität als Summe bestimmter Merkmale und Eigenschaften verstehen, und prozesshafte Ansätze, die Identität als stetigen Konstruktions- und Revisionsprozess begreifen. Die aktuelle Identitätsforschung favorisiert dabei eindeutig die prozesshafte Perspektive. Altmeyer arbeitet vier grundlegende Perspektiven der Identitätsfrage heraus: die Introspektion (innere Selbstsicht), die Projektion (angestrebtes Selbstbild), die Perspektivübernahme (externe Fremdwahrnehmung) und die Image-Darstellung (Selbstdarstellung für andere). Die Identitätsfrage wird zusätzlich durch eine doppelte Spannung gekennzeichnet: zum einen durch die Differenz zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung, zum anderen durch die Differenz zwischen Normativität und R

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