Christian Höger analysiert in diesem Artikel die bibeldidaktische Vermittlung von Jesus Christus in der Sekundarstufe. Zunächst werden die lebensweltlichen Zugänge Jugendlicher zu Jesus Christus als zentral beschrieben, wobei der Begriff der „Teil-Christologien" verwendet wird, um die fragmentarischen und partiellen Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern zu kennzeichnen. Der Artikel diskutiert die anhaltende Debatte über einen möglichen Abschied vom Jesusglauben bei Jugendlichen, warnt aber vor pauschalen Aussagen, da empirische Daten plurale Jesuseinstellungen zeigen. Ziegler identifiziert fünf Grundeinstellungen zu Jesus, die von kritiklos-indifferent bis kritisch-aufgeschlossen reichen. Qualitativ wurden sechs Einbruchsstellen des Jesusglaubens diagnostiziert, darunter das Theodizee-Problem und Jesu exklusive Erlöserfunktion. Entwicklungspsychologisch wird die zunehmende Reflexivität und Kritikfähigkeit bei Heranwachsenden betont, die zu fragmentarischen Jesusbildern führt. Der Artikel belegt empirisch, dass Jugendliche Jesus stark biografisieren und historisieren, wobei die Weihnachts- und Ostergeschichten am häufigsten präsent sind. Gleichzeitig zeigen Befragungen, dass das Leben und Wirken Jesu im Religionsunterricht selten unterrichtet wird und Jesus al