Katholische Jugendarbeit oder Jugendpastoral ist ein umfassender kirchlicher Dienst, der auf grundlegenden Dokumenten wie dem Beschluss von 1975 der Würzburger Synode, den Leitlinien von 1991 und dem päpstlichen Schreiben „Christus vivit" (2019) basiert. Sie wird rechtlich durch das Sozialgesetzbuch VIII geregelt und umfasst neben klassischer Jugendhilfe auch geistliche Begleitung, Berufungsorientierung und Sozialraumpastoral. Zentrale Ziele sind die Person- und Subjektwerdung junger Menschen sowie die Vermittlung christlicher Werte im Licht des Evangeliums. Die Jugendpastoral berücksichtigt die Vielfalt jugendlicher Lebenswelten und Pluralität in der Gesellschaft und bietet differenzierte Zugänge zum Glauben an. Theologisch-wissenschaftlich hat sich das Feld kontinuierlich weiterentwickelt, von früheren Ansätzen wie „Jugendarbeit als Dienst der Kirche an der Jugend" hin zu komplexeren Modellen wie Koinonia-Pastoral und mystagogischer Jugendarbeit. Die Strukturierung erfolgt auf weltkirchlicher, nationaler, diözesaner und lokaler Ebene, mit verstärkter Partizipation und Synodalität junger Menschen. Papst Franziskus betont, dass junge Menschen selbst die Akteure der Jugendpastoral sind und nicht nur passive Empfänger kirchlicher Angebote.",