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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftSabine Pemsel-MaierDorothee Schlenke

WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft,

Sabine Pemsel-Maier,

Dorothee Schlenke

Kirche N

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt Kirche aus ekklesiologischer und religionspädagogischer Perspektive. Er zeigt, wie Kirche nicht nur als Institution in Krise wahrgenommen wird, sondern auch als notwendiger Ort religiöser Gemeinschaftsbildung verstanden werden kann. Der Text verfolgt die theologische Entwicklung des Kirchenverständnisses von biblischen Anfängen über die Reformation bis zur modernen Ekklesiologie nach. Dabei werden die Unterschiede zwischen katholischen und evangelischen Kirchenverständigungen herausgearbeitet.

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Der Artikel bietet eine ekklesiologische Analyse von Kirche für religionspädagogische Kontexte. Kirche wird gegenwärtig vor allem unter Vorzeichen von Krise, Missbrauch und Austritt verhandelt, erscheint Schülern aber oft lebensfern. Der Artikel zeichnet die biblische und theologiegeschichtliche Entwicklung des Kirchenverständnisses nach: von der nachexilischen Gemeinde als Modell der gottesdienstlichen Versammlung (ekklesia) über die neutestamentliche Gemeindebildung nach Jesu Auferstehung bis zur paulinischen Leib-Christi-Ekklesiologie mit ihren Spannungen zwischen Idealgestalt und empirischer Realität. Die altkirchliche Bekenntnistradition hat Kirche als von Gott gewirkte Heiligengemeinschaft mit den vier Wesensmerkmalen (eine, heilig, katholisch, apostolisch) definiert. Diese Spannung zwischen theologischem Ideal und kontroversen Realisierungen prägt die konfessionelle Ekklesiologie bis heute. Das Zweite Vatikanische Konzil markiert einen Paradigmenwechsel in der katholischen Ekklesiologie von hierarchischen zu Communio-Modellen. Die Reformation betont dagegen die Kirche als creatura verbi und die Unterscheidung zwischen sichtbarer und verborgener Kirche. Für den Religionsunterricht wird argumentiert, dass Kirche als Ort religiöser Identitätsbildung und Gemeinschaftspraxis vermittelt werden muss, wobei konfessionelle Unterschiede anerkannt bleiben.

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