Der Artikel behandelt die Frage, wie Kirchengeschichte im Religionsunterricht der Grundschule didaktisch sinnvoll vermittelt werden kann. Die Autorin zeigt auf, dass kirchengeschichtliche Inhalte durch lebensweltliche Anknüpfungspunkte wie das Kirchenjahr, Kirchengebäude und kirchliche Sozialeinrichtungen für Grundschüler zugänglich gemacht werden können. Dabei wird betont, dass eine ausgewogene Balance zwischen sachgerechter Darstellung und altersgerechter Vermittlung entscheidend ist. Das Lernen an vorbildhaften Personen wie Martin Luther erfordert eine reflektierte, ambivalenzbewusste Perspektive, die der religiösen Pluralität gerecht wird.