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Deutsche Bibelgesellschaft

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Advent und Weihnachten mit Kindern

Veröffentlichung:20.4.2026

Die Webseite der Deutschen Bibelgesellschaft erschließt Advent und Weihnachten umfassend für Familie, Kita, Grundschule und Kindergottesdienst. Sie umfasst eine elementare Erklärung von Advent und Weihnachten (inkl. Entstehungsgeschichte des 25. Dezember, Franz von Assisi und der ersten Krippe), drei altersgestufte Zugänge zur Weihnachtsgeschichte (ab 8 Jahren: Lk 2,1–20 aus der „Einsteigerbibel"; ab 6 Jahren: Bilderzyklus von Mathias Weber aus „Die Weihnachtsgeschichte"; ab 4 Jahren: Audio-CD mit Bibelgeschichte und Lied), einen Einblick in weltweite Weihnachtstraditionen (Australien, Bolivien), einen Hinweis auf ein Mitmach-Heft für Klasse 1–3 sowie symbolkundliche Erläuterungen zu Adventskranz, Christstollen, Lametta und Nuss. Die Seite bildet den Auftaktpunkt des Kirchenjahres und ergänzt die übrigen Festtags-Angebote der Deutschen Bibelgesellschaft zu einem geschlossenen Jahreszyklus.

Das Medium „Advent und Weihnachten mit Kindern“ ist ein digitales religionspädagogisches Angebot der Deutschen Bibelgesellschaft für Kindergarten, Grundschule, Familie, Gemeinde und Kindergottesdienst. Es erklärt den Advent als Zeit der Erwartung und Vorbereitung auf die Geburt Jesu und Weihnachten als Fest der Menschwerdung Gottes. Die Seite informiert darüber, dass mit dem ersten Adventssonntag ein neues Kirchenjahr beginnt und dass das Wort Advent Ankunft bedeutet. Im Mittelpunkt steht die Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2 mit Maria und Josef, der Reise nach Betlehem, der Geburt Jesu, der Krippe, den Hirten und der Botschaft der Engel. Für unterschiedliche Altersgruppen werden ein kindgerechter Bibeltext, eine Bilderfolge, Hörfassungen und ein Lied angeboten. Berichte über Weihnachtsfeiern in Australien und Bolivien eröffnen einen Blick auf weltweite Traditionen. Darüber hinaus erklärt das Medium die Bedeutung von Adventskranz, Christstollen, Lametta und Nuss. Der Adventskranz steht für wachsende Hoffnung und das Licht des Friedens, der Christstollen erinnert an das in Windeln gewickelte Jesuskind, das Lametta verweist auf die Engel und die Nuss verbindet die Härte der Krippe mit dem kostbaren Leben des Kindes. Advent und Weihnachten mit Kindern bei der Deutschen Bibelgesellschaft

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Für den Religionsunterricht bietet sich ein Einstieg über einen gestalteten Adventstisch an. Eine Kerze, Tannenzweige, ein Adventskalender, eine Krippenfigur, ein Stück Stoff, ein Stern, eine Nuss und ein Bild von Hirten werden in die Mitte gelegt. Die Lernenden betrachten die Gegenstände zunächst schweigend, beschreiben sie und erzählen, welche Erfahrungen, Bräuche oder Fragen sie damit verbinden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht alle Lernenden Weihnachten religiös feiern und dass familiäre Erfahrungen sehr unterschiedlich sein können. Niemand muss von privaten Feiern, Geschenken oder familiären Beziehungen berichten. Die Lehrkraft unterscheidet zwischen kulturellem Brauchtum, persönlichen Traditionen und der christlichen Botschaft von der Geburt Jesu. Ein Adventsweg kann die Unterrichtsreihe strukturieren. Für jede Woche wird eine weitere Kerze entzündet und ein Abschnitt der Weihnachtsgeschichte erschlossen. Dunkle und helle Tücher, Figuren, Häuser, Wege, Sterne und eine Krippe bilden ein wachsendes Bodenbild. Die Lernenden begleiten Maria und Josef von Nazaret nach Betlehem, gestalten den Ort der Geburt, stellen die Hirten auf das Feld und legen Lichtspuren für die Engelbotschaft. Dabei sollte die Geschichte nicht romantisiert werden. Die schwierige Suche nach einer Unterkunft, die einfache Umgebung der Geburt und die besondere Rolle gesellschaftlich wenig angesehener Hirten eröffnen Gespräche über Schutz, Gastfreundschaft, Würde und Hoffnung. Zugleich darf die Erzählung nicht unreflektiert mit heutigen Erfahrungen von Flucht gleichgesetzt werden. Gemeinsamkeiten und Unterschiede müssen sorgfältig benannt werden. 

Die altersbezogenen Textfassungen ermöglichen Differenzierung. Jüngere Lernende arbeiten mit Bildern, kurzen Erzählsätzen, Figuren und wiederkehrenden Worten. Ältere Lernende lesen Lukas 2,1 bis 20 und untersuchen Personen, Orte, Bewegungen, Gefühle und Botschaften. Eine Bilderfolge kann geordnet, mit Überschriften versehen und aus wechselnden Perspektiven erzählt werden. Maria, Josef, ein Hirte oder eine Person aus Betlehem können in einem Rolleninterview zu Wort kommen. Satzanfänge wie „Ich war unterwegs, weil“, „Ich erschrak, als“ oder „Ich freue mich, weil“ unterstützen die Perspektivübernahme. Die Engelbotschaft „Habt keine Angst“ kann zum theologischen Mittelpunkt werden. Die Lernenden sammeln Situationen, in denen Menschen Ermutigung benötigen, ohne persönliche Erfahrungen offenlegen zu müssen. Auf Sternen oder Lichtkarten formulieren sie Mutmachworte, Friedenswünsche oder Hoffnungen für andere Menschen. Die Karten werden um eine Kerze gelegt oder zu einem Klassenstern verbunden. Das Symbol Licht lässt sich durch eine Wahrnehmungsübung vertiefen. In einem abgedunkelten Raum wird eine Kerze entzündet und beobachtet, wie bereits ein kleines Licht den Raum verändert. Wegen der Brandgefahr bleibt der Umgang mit Feuer in der Verantwortung der Lehrkraft. Elektrische Kerzen sind eine geeignete Alternative. Im Gespräch wird zwischen sichtbarem Licht und der religiösen Aussage unterschieden, dass Jesus Licht und Hoffnung in die Welt bringt. 

Der Adventskranz kann als Zeitzeichen untersucht werden. Die Lernenden zählen die Kerzen, verfolgen die Zunahme des Lichtes und gestalten zu jeder Kerze einen Gedanken zu Hoffnung, Frieden, Freude oder Liebe. Ein Zeitband mit den vier Adventssonntagen unterstützt die zeitliche Orientierung. Die Erklärungen zu Christstollen, Lametta und Nuss eignen sich für eine Stationenarbeit. An jeder Station betrachten die Lernenden einen Gegenstand, lesen eine kurze Information, ordnen eine Bibelstelle zu und gestalten eine Symbolkarte. Beim Christstollen können sie die Form mit dem in Windeln gewickelten Kind verbinden. Beim Lametta prüfen sie, wie Schmuck an Licht und Engel erinnern kann. Bei der Nuss erschließen sie den Gegensatz von harter Schale und wertvollem Kern. Allergien und gesundheitliche Bedürfnisse müssen beachtet werden, wenn Lebensmittel verwendet oder probiert werden. Die Symboldeutungen sollten als gewachsene Traditionen vorgestellt werden und nicht den Eindruck erwecken, alle Weihnachtsbräuche seien unmittelbar in der Bibel begründet. Die weltweiten Beispiele aus Australien und Bolivien ermöglichen globales und interkulturelles Lernen. Die Lernenden vergleichen Klima, Speisen, Orte, Lieder und Formen des gemeinsamen Feierns. Weitere Beispiele können recherchiert und auf einer Weltkarte eingetragen werden. Dabei werden Kulturen nicht als exotische Besonderheiten präsentiert. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass die christliche Weihnachtsbotschaft weltweit in unterschiedlichen kulturellen Formen gefeiert wird. #

Ebenso sollte Raum für religiöse und nicht religiöse Winterfeste innerhalb der Lerngruppe bestehen. Gemeinsamkeiten wie Licht, Gemeinschaft, Hoffnung und Schenken können wahrgenommen werden, ohne Unterschiede einzuebnen. Die Hörfassung und das Lied sprechen Lernende an, die Inhalte leichter auditiv aufnehmen. Vor dem Hören erhalten sie einen Beobachtungsauftrag und notieren Personen, Geräusche oder besonders wichtige Aussagen. Anschließend gestalten sie ein Hörbild, eine Klanggeschichte oder eine kurze Nacherzählung. Ein Krippenspiel kann die Reihe abschließen, sofern Rollen frei gewählt und nicht nach Geschlecht, Aussehen oder Herkunft verteilt werden. Auch Aufgaben für Musik, Geräusche, Licht, Kulissen und Erzählung ermöglichen eine gleichberechtigte Beteiligung. Alternativ erstellen die Lernenden ein Adventsbuch, einen Erzählkartensatz, eine Bildergeschichte oder ein Lerntagebuch. Eine gemeinsame


Das Material ist dreifach altersgestuft und eignet sich für Klasse 1–2 (Audio-CD ab 4 Jahren, Ausmalbilder, elementare Symbolkunde, Mitmach-Heft Klasse 1–3), Klasse 2–4 (Bilderzyklus ab 6 Jahren, Weltperspektive, Adventskranz-Symbolik) und Klasse 3–5 (Einsteigerbibel-Text ab 8 Jahren, kulturgeschichtliche Hintergründe, Nuss-Symbolik mit österlichem Ausblick). Der religionsgeschichtliche Exkurs zur Wahl des 25. Dezember ist auch für Klasse 5–6 anschlussfähig.

Curriculare Einbettung: Das Medium berührt mehrere zentrale Lernbereiche des katholischen Religionsunterrichts: Weihnacht als christologisches Fest (Inkarnation, „Gott wird Mensch"), Kirchenjahr (Advent als Bußzeit und Wartezeit, Beginn des Kirchenjahres), Bibel (Lk 2,1–20; Joh 8,12), interreligiöses und interkulturelles Lernen (Weihnachtstraditionen weltweit), Symboldidaktik (Adventskranz, Christstollen, Lametta, Nuss) sowie Kirchengeschichte (Franz von Assisi, Johannes Heinrich Wichern, historische Festlegung des Weihnachtstages). Die Nuss-Symbolik eröffnet zudem einen bemerkenswerten kanonischen Querbezug: Krippe – Kreuz – Auferstehung als theologische Klammer.

Methodische Stärken: Wie bei den übrigen Festtags-Seiten der Deutschen Bibelgesellschaft folgt die Symbolkunde einer induktiven Dreischritt-Dramaturgie: Alltagsphänomen / Brauchtum → kulturgeschichtliche Herkunft → theologische Tiefendimension. Besonders gelungen ist die Nuss-Erklärung, die Weihnachten und Ostern christologisch verbindet (Schale = Holz der Krippe / des Kreuzes; Kern = Christuskind / Auferstehung) und sich als Impuls für ein vertieftes Unterrichtsgespräch über das Heilsgeschehen eignet. Der Weltperspektiven-Abschnitt (James aus Australien, Maria aus Bolivien) eröffnet einen interkulturellen Zugang und lädt zur Perspektivübernahme ein; er ist für den interreligiösen und interkulturellen Lernbereich besonders wertvoll. Der Audio-Zugang (Bibelgeschichte + Lied) ist methodisch niedrigschwellig und für Klassen mit hohem Anteil schwacher Leser gut einsetzbar.

Differenzierung: Die dreifache Altersabstufung der Bibeltexte ermöglicht direkte Binnendifferenzierung. Das Mitmach-Heft (kreative Aufgaben, Backanleitung, Basteln, Kreuzworträtsel) bietet handlungsorientierte Zugänge für verschiedene Lerntypen. Der Einsteigerbibel-Text (Wort-für-Wort-Übersetzung nach kindgerechten Vorgaben) ist sprachlich präziser als eine freie Nacherzählung und eignet sich für einen textanalytischen Zugang in höheren Grundschulklassen.

Mögliche Unterrichtsszenarien:

  • Einstieg: Symbole als Schreibtisch-Rätsel: Adventskranz, Stollen, Lametta, Nuss – „Was hat das mit Weihnachten zu tun?" Hypothesen sammeln
  • Erarbeitung: Altersangepasster Weihnachtstext (auditiv, bildlich oder lesend); Unterrichtsgespräch über Inkarnation: „Was bedeutet es, dass Gott Mensch wird?"
  • Vertiefung: Weltweite Weihnachtstraditionen als Stationenarbeit oder Klassengespräch; Nuss-Symbolik als kanonischer Brückenbauer zu Ostern
  • Transfer: Mitmach-Heft als Hausaufgaben- oder Adventsprojekt; eigene Symbolerkundung im Advent
  • Vernetzung: Als Auftakt einer Jahreskreis-Einheit gemeinsam mit den Seiten zu Fastenzeit, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten derselben Anbieterin


Hinweise und Grenzen: Die Seite ist konfessionell offen (ökumenisch verwendbar). Für den explizit katholischen Religionsunterricht empfiehlt sich eine Ergänzung um marianische Aspekte (Verkündigung, Maria als Gottesmutter) und liturgische Elemente (Rorate, Christmette). Das Mitmach-Heft ist kostenpflichtig (30er-Set) und muss separat bestellt werden. Eine explizite Bastelidee fehlt auf der Seite selbst; das Mitmach-Heft übernimmt diese Funktion teilweise.

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