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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftHans-Günter Heimbrock

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Hans-Günter Heimbrock

Migration

Veröffentlichung:1.5.2026

Migration ist ein universales menschliches Phänomen, das es in verschiedenen Formen – wie Arbeitsmigration, Fluchtmigration und Elitenmigration – zu allen Zeiten und weltweit gegeben hat. Der Artikel analysiert Migration als komplexes sozialwissenschaftliches Konzept, das sich einer einheitlichen Definition widersetzt und durch unterschiedliche rechtliche Status, Motive und Lebensumstände der Betroffenen auszeichnet. Deutschland hat eine lange Migrationsgeschichte und beherbergt gegenwärtig Millionen von Menschen mit Migrationshintergrund. Der Artikel warnt vor populistischer Missbrauchung des Migrationsbegriffs und betont, dass Statistiken die konkreten Lebensschicksale von Migrantinnen und Migranten nicht erfassen können.

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Der Artikel von Hans-Günter Heimbrock behandelt Migration als ein universalanthropologisches Merkmal der Menschheit, das trotz globaler Perspektive immer in ihren partikularen Kontexten analysiert werden muss. Migration wird soziologisch als dauerhafter Wechsel des Wohnorts definiert und umfasst klassische Formen wie Arbeitsmigration, Fluchtmigration und Elitenmigration sowie neuere Typen wie Transmigration und digitale Nomaden. Der Autor diskutiert die fehlende einheitliche Definition von Migranten auf europäischer Ebene und problematisiert die falsche Gleichsetzung von Migranten mit Ausländern. Der Text dokumentiert die deutsche Migrationsgeschichte mit Schwerpunkten auf Zuwanderung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, einschließlich Gastarbeiter, Kriegsvertriebene und Flüchtlinge. Statistiken zeigen, dass Deutschland 2023 über 13 Millionen im Ausländerzentralregister erfasste Personen hatte und etwa 26 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund aufweist. Der Autor kritisiert die populistische und rechtsextreme Vereinnahmung des Migrationsbegriffs und warnt davor, dass Statistiken die vielfältigen Lebensschicksale und Traumatisierungen von Migranten nicht abbilden können. Der Artikel betont die Notwendigkeit, zwischen privilegierten Migranten und jenen mit prekären Lebensumständen zu unterscheiden und die subjektive Erfahrungsperspektive der Betroffenen zu berücksichtigen.

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