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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftChristian Butt

WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft,

Christian Butt

Passion Und Auferstehung Bibeldidaktisch Grundschule

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt die didaktische Vermittlung von Passion und Auferstehung Jesu in der Grundschule. Christian Butt zeigt, dass Kinder diese Themen als aufeinanderfolgende Ereignisse verstehen und ihnen durchaus Bedeutung für ihr eigenes Leben beimessen können. Der Artikel erörtert, wie metaphorische und narrative Zugänge Kindern helfen, theologische Inhalte zu deuten, und diskutiert zentrale Herausforderungen bei der unterrichtlichen Umsetzung dieser anspruchsvollen biblischen Inhalte.

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Der Artikel von Christian Butt untersucht die religionspädagogische Vermittlung von Passion und Auferstehung in der Grundschule. Ausgehend von der Beobachtung, dass Kinder durch alltägliche Begegnungen bereits mit diesen Themen konfrontiert werden, analysiert Butt ihre kognitiven und affektiven Zugänge. Kinder verstehen Passion und Auferstehung typischerweise nicht als theologische Gegensätze, sondern als chronologische Abfolge mit guter Auflösung. Der Artikel identifiziert eine Spannung zwischen der zentralen Bedeutung dieser Themen im christlichen Glauben und ihrer unterrepräsentierten Behandlung in Lehrplänen und Schulbüchern. Butt argumentiert gegen die These, dass Kinder diesen Inhalten keine persönliche Relevanz zuordnen könnten, und betont, dass eine basale Vertrautheit mit Jesusgeschichten und christlicher Überlieferung notwendige Voraussetzung ist. Die metaphorische und bildhafte Sprache biblischer Erzählungen wird als produktiv für kindliches Verstehen dargestellt, da Kinder Bilder und Metaphern erfassen können, ohne diese in begriffliche Sprache übersetzen zu müssen. Der Artikel reflektiert zentrale didaktische Fragen: Wie viel Vorwissen ist erforderlich, kann die Passion eigenständige Bedeutung haben, wie gelingt der Übergang von bloßer Wiedergabe zu kreativer Deutung, und wie gehen Kinder mit historischen Wahrheitsfragen um? Im biblisch-theologischen Teil wird dargelegt, dass die Evangelienberichte keine historischen Tatsachenprotokolle darstellen, sondern situationsspezifische Interpretationen mit Verkündigungsabsicht sind. Es werden verschiedene Interpretationskonzepte der Passion unterschieden: der Kreuzestod als Konsequenz von Jesu sozialem Handeln, als Prophetenschicksal in alttestamentlicher Kontinuität, und als heilsnotwendiges Ereignis im göttlichen Plan.

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