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Landeszentrale für politische Bildung Rheinland Pfalz

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Die Gedenkstätte KZ Osthofen

Veröffentlichung:1.1.1970

In Osthofen, in einer alten stillgelegten Papierfabrik im Ziegelhüttenweg, befand sich von Anfang März 1933 bis Anfang Juli 1934 das einzige frühe Konzentrationslager für den damaligen Volksstaat Hessen mit seinen drei Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen. Aufgrund der räumlichen Nähe wurden dort auch Gegner des NS-Regimes aus dem Kreis Birkenfeld, der damals zum Land Oldenburg gehörte, eingesperrt.

Das Video stellt die Geschichte des frühen Konzentrationslagers Osthofen dar, das von 1933 bis 1934 in einer ehemaligen Papierfabrik in Rheinland-Pfalz bestand. Es beschreibt die politischen Voraussetzungen der nationalsozialistischen Machtübernahme, die Einrichtung des Lagers, die Verfolgung politischer Gegner, die Lebensbedingungen der Häftlinge sowie die Gewalt und Demütigungen im Lageralltag. Darüber hinaus thematisiert das Material die Rolle der Täter, Formen von Solidarität und Flucht, die Nachgeschichte des Ortes sowie die heutige Gedenkstättenarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der regionalgeschichtlichen Perspektive und der Frage, wie Erinnerungskultur heute gestaltet wird. Auch der Bezug zum Roman „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers sowie die pädagogische Arbeit der Gedenkstätte werden vorgestellt.

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Für den Religionsunterricht bietet die PDF zahlreiche Möglichkeiten zur vertieften Auseinandersetzung mit Menschenwürde, Verantwortung, Schuld, Erinnerungskultur und Zivilcourage. Durch die Verbindung von regionaler Geschichte und individuellen Biographien erhalten Lernende einen konkreten Zugang zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik. Besonders geeignet ist das Material für die Sekundarstufe I und II in den Themenbereichen Nationalsozialismus, Kirche im „Dritten Reich“, Menschenrechte oder Erinnerungskultur. Methodisch bietet sich zunächst eine arbeitsteilige Erschließung einzelner Themenfelder an, beispielsweise „Haftbedingungen“, „Täter und Mitläufer“, „Widerstand und Solidarität“, „Erinnerungskultur“ oder „Biographien ehemaliger Häftlinge“. Die Ergebnisse können anschließend in Form von Präsentationen, digitalen Pinnwänden oder Lernplakaten gesichert werden. Ebenso sinnvoll ist die Arbeit mit historischen Fotografien, Zeitzeugenberichten oder Zitaten aus dem Roman „Das siebte Kreuz“, um die emotionale und ethische Dimension des Themas sichtbar zu machen. Lernende können dabei reflektieren, wie Ausgrenzung, Gewalt und Entrechtung schrittweise gesellschaftlich möglich wurden und welche Verantwortung Menschen in ihrem Umfeld trugen. Auch ein Vergleich zwischen damaligen Mechanismen von Ausgrenzung und heutigen Formen von Menschenfeindlichkeit oder Diskriminierung eröffnet wichtige Gegenwartsbezüge. Das Material eignet sich zudem hervorragend zur Vorbereitung oder Nachbereitung eines Besuchs der Gedenkstätte KZ Osthofen. Im Religionsunterricht kann insbesondere die Frage nach der Unantastbarkeit der Menschenwürde sowie nach christlicher Verantwortung angesichts von Unrecht und Gewalt vertieft werden. Aufgrund der belastenden Inhalte sollte die Arbeit sensibel vorbereitet und begleitet werden.

Diese Anregung mit 20 Seiten kann als Referatsmaterial oder zu Erarbeitung in Gruppen genutzt werden.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

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