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3 Sat

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Grüner Islam

Umweltschutz im Islam

Veröffentlichung:1.1.2011

Das Video zum Verhältnis von Religion, Islam und Umweltschutz beschäftigt sich mit der gemeinsamen Verantwortung von Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen für den Schutz der Erde. Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass Muslime, Christen, Juden, Hindus, Buddhisten und Menschen ohne religiöse Bindung gleichermaßen von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Einen besonderen Schwerpunkt legt das Video auf die Frage, welche Bedeutung Umweltschutz innerhalb des Islam besitzt. Dabei wird zunächst das Vorurteil aufgegriffen, Muslime hätten wenig Interesse an ökologischen Themen. Demgegenüber stellt das Video die These heraus, dass die Achtung der Schöpfung und ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen in islamischen Traditionen verankert seien. Vorgestellt werden Positionen eines Vertreters des sogenannten grünen Islam sowie unterschiedliche Beispiele aus der muslimischen Welt, darunter grüne Moscheen, Umweltinitiativen und die Diskussion über nachhaltige Städte. Zugleich werden problematische Entwicklungen wie die Abholzung des Regenwaldes, Ressourcenverbrauch und die besonderen Folgen des Klimawandels für ärmere Länder angesprochen. Am Ende richtet das Video den Blick auf die Zusammenarbeit der Religionen. Buddhisten, Christen, Hindus, Muslime und Juden werden dazu aufgerufen, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Als zentrale Botschaft erscheint die Forderung, den Respekt vor der Natur zurückzugewinnen und religiöse Überzeugungen als mögliche Motivation für einen verantwortungsvollen Lebensstil zu verstehen.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders für Unterrichtsvorhaben zu Schöpfung, Verantwortung, Umweltethik, Klimagerechtigkeit, Islam, interreligiösem Dialog und gemeinsamem ethischem Handeln. Ein wichtiger didaktischer Zugang besteht darin, das Video nicht lediglich als Informationsfilm über den Islam zu verwenden, sondern seine Aussagen zum Gegenstand kritischer Auseinandersetzung zu machen. Bereits vor dem Anschauen können die Lernenden spontan notieren, welche Verbindungen sie zwischen Religion und Umweltschutz beziehungsweise zwischen Islam und Umweltschutz herstellen. Anschließend können die Vorstellungen gesammelt werden, ohne sie zunächst zu bewerten. Nach der Betrachtung des Videos bietet sich ein Vergleich an: Welche Annahmen wurden bestätigt, welche wurden infrage gestellt und welche neuen Aspekte sind hinzugekommen? Auf diese Weise lässt sich besonders gut an Vorwissen, Alltagsvorstellungen und mögliche stereotype Zuschreibungen anknüpfen. Die Aussage des Videos, dass Muslime teilweise mit mangelndem Umweltbewusstsein verbunden würden, kann zum Anlass genommen werden, über die Entstehung von Vorurteilen nachzudenken. Dabei sollte deutlich werden, dass weder Muslime noch Christen oder Angehörige anderer Religionen als einheitliche Gruppen betrachtet werden können. Religiöse Traditionen bieten bestimmte Texte, Vorstellungen und ethische Orientierungsmöglichkeiten, doch wie Menschen daraus handeln, kann sehr unterschiedlich sein. Methodisch kann das Video zunächst vollständig betrachtet und anschließend in ausgewählten Abschnitten erneut gezeigt werden. Besonders geeignet sind die Passagen über die Verantwortung des Menschen, den sparsamen Umgang mit Ressourcen, die Verbindung von Glauben und Natur sowie die abschließende Forderung nach gemeinsamer Verantwortung aller Religionen. Die Lernenden können dabei Aussagen sammeln und drei Bereichen zuordnen: religiöse Begründungen, ökologische Probleme und Möglichkeiten des Handelns. Anschließend lässt sich untersuchen, welches Menschenbild im Video erkennbar wird. Von besonderer Bedeutung ist die Vorstellung, dass Menschen aufgrund ihrer Entscheidungsfähigkeit Verantwortung tragen und zwischen Bewahren und Zerstören wählen können. Diese Aussage bietet zahlreiche Möglichkeiten für einen Vergleich mit christlichen Vorstellungen von Schöpfungsverantwortung. Denkbar ist beispielsweise eine Gegenüberstellung mit dem biblischen Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Ebenso können jüdische, hinduistische oder buddhistische Sichtweisen ergänzend einbezogen werden. Damit eignet sich das Video sehr gut für interreligiöses Lernen, weil nicht danach gefragt wird, welche Religion den besseren Umweltschutz bietet, sondern welche religiösen Ressourcen Menschen für eine gemeinsame ökologische Verantwortung mobilisieren können. Eine weitere Vertiefung bietet die Frage nach Klimagerechtigkeit. Das Video weist darauf hin, dass insbesondere arme Länder stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Lernende können daraus die ethische Frage entwickeln, ob alle Menschen dieselbe Verantwortung für die Klimakrise tragen und ob diejenigen, die besonders viele Ressourcen verbrauchen, auch eine besondere Verantwortung für Veränderungen übernehmen müssen. Die abschließende Aussage über einen bescheideneren Lebensstil kann unmittelbar auf die Lebenswelt der Lernenden bezogen werden. Dabei sollte jedoch nicht vorschnell moralisiert werden. Sinnvoller ist es, konkrete Handlungsmöglichkeiten zu sammeln, nach ihrer Wirksamkeit zu beurteilen und zwischen persönlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Verantwortung zu unterscheiden. Als Abschluss können die Lernenden eine gemeinsame Erklärung mit dem Titel „Eine Erde, gemeinsame Verantwortung“ formulieren und darin festhalten, welche Grundsätze Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen für den Schutz der Erde miteinander teilen könnten.


1. Welche zentrale Botschaft vermittelt das Video?

Das Video vertritt die Auffassung, dass Klimawandel und Umweltzerstörung alle Menschen betreffen und deshalb Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen gemeinsam Verantwortung für die Erde übernehmen müssen.


2. Welches Vorurteil über Muslime greift das Video auf?

Es thematisiert die Vorstellung, Muslime würden sich weniger für Umweltschutz interessieren. Dieses Bild wird im Video kritisch hinterfragt und mit Beispielen islamisch motivierten Umweltengagements kontrastiert.


3. Wie wird der Zusammenhang zwischen Islam und Umweltschutz begründet?

Das Video stellt heraus, dass die Auseinandersetzung mit der Schöpfung zur religiösen Tradition des Islam gehört und dass der Mensch Verantwortung für seinen Umgang mit der Natur trägt. Auch der sparsame Umgang mit Ressourcen wird mit dem Vorbild des Propheten Mohammed verbunden.


4. Welche besondere Fähigkeit des Menschen wird hervorgehoben?

Menschen können aufgrund ihrer Vernunft und Entscheidungsfähigkeit zwischen unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten wählen. Sie können bewahren, aber auch zerstören. Daraus ergibt sich nach der Argumentation des Videos eine besondere Verantwortung.


5. Welche Beispiele für islamisches Umweltengagement nennt das Video?

Genannt werden unter anderem grüne Moscheen, Umweltorganisationen, Initiativen des grünen Islam sowie Projekte für nachhaltigere Städte und interkulturelle Gärten.


6. Warum wird Indonesien im Video erwähnt?

Indonesien dient als Beispiel für ein Land, in dem Menschen von Umweltzerstörung und Klimawandel betroffen sind. Thematisiert werden unter anderem die Abholzung des Regenwaldes und religiöse Stellungnahmen zu ökologischen beziehungsweise technischen Fragen.


7. Welche Rolle können Religionen beim Umweltschutz spielen?

Nach dem Video können religiöse Überzeugungen Menschen dazu motivieren, die Natur zu achten, Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen und das eigene Verhalten zu verändern. Religion wird damit als eine mögliche ethische und spirituelle Kraft für Umweltschutz verstanden.


8. Warum fordert das Video die Zusammenarbeit verschiedener Religionen?

Umweltprobleme betreffen die gesamte Menschheit und lassen sich nicht nach Religionszugehörigkeit trennen. Deshalb sollen Buddhisten, Christen, Hindus, Juden, Muslime und Menschen anderer Weltanschauungen gemeinsam handeln.


9. Welche Bedeutung hat Hoffnung für den Umweltschutz?

Das Video betont, dass langfristiges Engagement ohne Hoffnung nur schwer möglich ist. Hoffnung soll Menschen dazu ermutigen, trotz großer Probleme weiterhin Veränderungen anzustreben.


10. Was bedeutet die Aussage, der Weg nach vorn führe zurück?

Gemeint ist keine Rückkehr in eine frühere Zeit, sondern die Wiedergewinnung von Achtung und Respekt gegenüber der Natur. Technischer Fortschritt allein reicht nach dieser Sichtweise nicht aus, wenn sich die Haltung des Menschen gegenüber der Erde nicht verändert.


11. Was könnte mit der Aufforderung gemeint sein, den Gürtel enger zu schnallen?

Gemeint ist ein bewussterer und möglicherweise bescheidenerer Lebensstil. Menschen sollen ihren Konsum und Ressourcenverbrauch hinterfragen und überlegen, auf welche Gewohnheiten sie zugunsten der Umwelt verzichten können.


12. Welche Frage stellt das Video letztlich an jeden einzelnen Menschen?

Es fragt, ob Menschen weiterhin vor allem konsumieren und natürliche Ressourcen nutzen wollen oder ob sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Grenzen anzuerkennen und die natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

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3.12.2020

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