Didaktisch eignet sich das Video besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, wenn Fragen nach Vernunft, Wahrheit, Glaubwürdigkeit und historischer Erkenntnis behandelt werden. Die lebensnahen Einstiege und humorvollen Beispiele erleichtern den Zugang zu anspruchsvollen philosophischen und theologischen Themen. Lernende werden angeregt, die eigene Haltung zu religiösen Aussagen kritisch zu reflektieren und zwischen Meinung, Wissen und Glauben zu unterscheiden. Besonders geeignet ist das Medium für Unterrichtseinheiten zur Christologie, zur Frage nach dem historischen Jesus oder zum Verhältnis von Glaube und Vernunft. Methodisch bietet sich zunächst ein gemeinsames Ansehen einzelner Abschnitte an, die anschließend in Gesprächsphasen ausgewertet werden können. Die Lernenden können dabei die verschiedenen Positionen des Trilemmas und Quadrilemmas analysieren und diskutieren, welche Argumente jeweils überzeugen. Ebenso eignet sich das Medium für Gruppenarbeiten, in denen unterschiedliche Erkenntniswege wie Naturwissenschaft, Geschichtswissenschaft und religiöser Glaube miteinander verglichen werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Aussagen des Videos auf Karten festzuhalten und den Bereichen Meinung, Wissen oder Glauben zuzuordnen. Im Unterrichtsgespräch können die Lernenden darüber hinaus diskutieren, ob Vertrauen in historische Quellen vernünftig begründet sein kann und welche Rolle Zeugnisse für die eigene Wirklichkeitsdeutung spielen. Besonders gewinnbringend ist dabei die Verbindung von philosophischer Argumentation mit theologischer Fragestellung. Das Medium fördert Argumentationsfähigkeit, Urteilskompetenz, Perspektivwechsel und die Fähigkeit, religiöse Aussagen differenziert zu beurteilen.