Das Medium eignet sich besonders für eine mehrstündige Unterrichtsreihe, in der biblisches Lernen, symbolisches Lernen und die Auseinandersetzung mit christlicher Glaubenspraxis miteinander verbunden werden. Als Einstieg bietet sich ein Kreisgespräch über die Frage an, was die Lernenden bereits über eine Taufe wissen oder bei einer Tauffeier beobachtet haben. Von diesen Erfahrungen ausgehend kann die Lehrkraft zur Taufe Jesu überleiten. Der Bibeltext sollte in der ersten Klasse vorzugsweise erzählt oder abschnittsweise vorgelesen und sprachlich erläutert werden. Das Material sieht ausdrücklich vor, schwierige Formulierungen auszulassen oder durch Erklärungen zu ergänzen. Anschließend können die Lernenden die zentralen Elemente der Erzählung auf dem Arbeitsblatt zur Taufe Jesu entdecken und gestalten. Besonders wichtig sind dabei Jesus, die Taube als Zeichen des Heiligen Geistes und die Stimme Gottes. Durch das Ausmalen, Beschriften und gemeinsame Besprechen wird die biblische Erzählung nicht nur sprachlich, sondern auch visuell erschlossen. Das Bild auf Seite 10 stellt Jesus und Johannes im Jordan sowie die vom Himmel kommende Taube dar und bietet deshalb einen geeigneten Ausgangspunkt für Bildbetrachtung, Nacherzählung und Wiederholung. Die Lernenden können beschreiben, was sie sehen, einzelne Figuren benennen und anschließend die Aussage „Das ist mein geliebter Sohn“ in den Zusammenhang der Erzählung einordnen.
Für die Erschließung der Taufsymbolik empfiehlt sich ein möglichst handlungsorientierter Unterricht. Wasser kann beispielsweise zunächst in seiner alltäglichen Bedeutung als etwas Reinigendes wahrgenommen und anschließend auf seine Bedeutung bei der Taufe bezogen werden. Das Material schlägt hierzu das Reinigen eines verschmutzten Glases mit Wasser vor. Auch Taufkerze, Chrisam, weißes Taufkleid und Taufbecken sollten nach Möglichkeit als reale Gegenstände beziehungsweise anhand geeigneter Anschauungsmaterialien präsentiert werden. Eine Puppe ermöglicht es, einzelne Handlungen einer Taufe anschaulich nachzuvollziehen. Dabei sollte nicht das bloße Nachspielen im Vordergrund stehen, sondern die Frage, was die einzelnen Zeichen ausdrücken. Ein Kirchenbesuch kann diese Erarbeitung vertiefen. Am Taufbecken können die Lernenden das im Klassenraum erworbene Wissen mit einem realen liturgischen Ort verbinden. Auch das Kreuzzeichen mit Weihwasser kann als Erinnerung an die Taufe thematisiert werden.
Einen weiteren Zugang eröffnet die Beschäftigung mit der eigenen Taufe. Die Lernenden können, soweit dies für sie und ihre Familien passend ist, ein Tauffoto betrachten, Informationen über ihre Taufe erfragen oder das Arbeitsblatt „Meine Taufe“ gestalten. Das Material bietet für Lernende ohne eigenes Tauffoto ausdrücklich die Möglichkeit, stattdessen eine Taufszene oder Gegenstände der Taufe zu zeichnen. Religionspädagogisch sollte dieser biografische Zugang sensibel gestaltet werden. In einer Lerngruppe können auch nicht getaufte Lernende oder Lernende anderer religiöser Traditionen vertreten sein. Die persönliche Taufe sollte deshalb nicht als selbstverständliche Voraussetzung für die Mitarbeit behandelt werden. Alternativ können Lernende eine Taufszene aus der Perspektive einer fiktiven Familie bearbeiten oder die Bedeutung der christlichen Taufe vergleichend beschreiben.
Zur Sicherung und Wiederholung bietet das Material verschiedene spielerische Möglichkeiten. Das Rätsel „Was passt nicht?“ fordert dazu auf, Gegenstände zu unterscheiden und aus den gefundenen Buchstaben das Lösungswort „TAUFE“ zu bilden. Das Memory auf den Seiten 23 und 24 eignet sich besonders zur Festigung des Wortschatzes. Dort begegnen den Lernenden unter anderem Taufbecken, Priester, Taufkerze, Chrisam, Paten, Taufkind, weißes Taufkleid, Eltern und Taufwasser. Die Bildkarten können über das eigentliche Memoryspiel hinaus für Zuordnungsaufgaben, mündliche Erklärungen oder kleine Erzählanlässe verwendet werden. Leistungsstärkere Lernende können die Begriffe erklären und in einen möglichen Ablauf der Tauffeier einordnen, während Lernende mit höherem Unterstützungsbedarf zunächst Bild und Begriff miteinander verbinden.
Das Taufversprechen ermöglicht schließlich einen Übergang von der Sacherschließung zum Nachdenken über Glauben und Handeln. Das Material fasst es für die Lernenden als Nein zum Bösen und Ja zum Glauben an den dreifaltigen Gott. Methodisch kann dies durch Karten mit „Ja“ und „Nein“ aufgegriffen werden. Aussagen oder konkrete Alltagssituationen können vorgelesen und gemeinsam eingeordnet werden. Dadurch lässt sich die religiöse Sprache mit der Lebenswelt der Lernenden verbinden. Insgesamt sollte das Material nicht ausschließlich als Folge von Arbeitsblättern eingesetzt werden. Seine besondere Stärke liegt in der Kombination aus Erzählen, Betrachten, Gespräch, kreativem Gestalten, handelndem Lernen, Spielen, Singen, biografischem Lernen und der Begegnung mit einem realen Kirchenraum.
Der Einstieg gelingt über ein Unterrichtsgespräch zum Thema Taufe. Dabei werden Erfahrungen über Geschwisterkinder ausgetauscht und Vorwissen gesammelt. Im Anschluss wird ein Bild zur Taufe Jesu mit mehreren Arbeitsaufträgen ausgemalt und ein Merksatz dazu aufgeschrieben.
Der nächste Schritt enthält einen Lückentext zum Thema „Kind Gottes sein“. Die „Familienbeziehung“ Jesu zu Gott als sein Sohn wird verdeutlicht. Der sich anschließende Schritt reflektiert die eigene Taufe. Dazu wird ein Taufschein selbst ausgefüllt und mit einem mitgebrachten Foto versehen. Fehlende Informationen werden als Hausaufgabe von den Eltern ergänzt. Ein weiterer Schritt untersucht die Liturgie der Tauffeier.
Die Abfolge von der Taufe bis zum Effata Ritus werden in fünf Schritten geordnet. Wenn möglich, werden dazu Requisiten genutzt und an einer Babypuppe der Ritus durchgeführt. Das Taufversprechen gegenüber Gott und zur Ablehnung des Bösen wird in einem Lückentext mit Ja und nein wiederholt. Ein weiterer Schritt enthält den Bibeltext zur Taufe Jesu, welcher vorgelesen wird. Dies ist auch als Material enthalten. Ein Rätsel zu Symbolen der Taufe schließt sich an. Dabei entsteht das Lösungswort „Taufe“. Ein Memory zum Ausschneiden der Symbole der Taufe kann die Sequenz abschließen.