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Sketch Bibel

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Wer sich selbst erhöht | Lk 14,1.7-14 | Sketch-Bibel #124

Veröffentlichung:25.8.2022

Im Evangelium macht Jesus deutlich, wie peinlich es sein kann, vom selbstgewählten Podest (oder hier: Ehrenplatz) herunter komplimentiert zu werden – einfach weil einem dieser Platz nicht zusteht. Und dabei handelt es sich gar nicht mal um eine herablassende Degradierung, sondern eher um ein Aufeinandertreffen von schlechter Selbsteinschätzung (Selbsteinbildung) und Realität: Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden.

Das Video aus der Reihe „Sketch Bibel“ von Magdalena Keys greift das Evangelium von den Ehrenplätzen bei einem Festmahl auf. Als Einstieg dient eine humorvolle Szene von Loriot, in der Menschen im Theater ihre Plätze eigenmächtig wechseln, bis schließlich Chaos entsteht. Von diesem Beispiel ausgehend erläutert die Theologin die Worte Jesu über Demut und Selbstüberschätzung. Jesus warnt davor, sich selbst zu erhöhen und Plätze einzunehmen, die einem nicht zustehen. Wer sich selbst groß macht, wird durch die Realität korrigiert. Magdalena Keys deutet diese Aussage über die konkrete Tischordnung hinaus als Hinweis auf eine größere göttliche Wirklichkeit, in der menschliche Machtansprüche, Rechthaberei und Selbstüberhöhung keinen Bestand haben. Zugleich betont sie, dass Menschen bereits jetzt an einer gerechteren Welt mitwirken können, indem sie Benachteiligten Aufmerksamkeit schenken, Solidarität leben und sich für Gerechtigkeit einsetzen. Das Reich Gottes erscheint dabei als eine neue Ordnung, die durch konkretes Handeln bereits in Ansätzen erfahrbar wird.

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Für den Religionsunterricht eröffnet das Video vielfältige Zugänge zu den Themen Demut, Gerechtigkeit, Reich Gottes, Macht und soziale Verantwortung. Besonders geeignet ist das Medium als motivierender Einstieg in die Auseinandersetzung mit biblischen Vorstellungen von gesellschaftlicher Ordnung und menschlichem Zusammenleben. Die einleitende Loriot Szene kann als Impuls dienen, um mit den Lernenden über Regeln, Privilegien und den Umgang mit Ansprüchen nachzudenken. Anschließend bietet sich eine gemeinsame Analyse der Aussagen Jesu an. Die Lernenden können herausarbeiten, weshalb Selbstüberschätzung zu Konflikten führt und welche Bedeutung Demut im biblischen Verständnis besitzt. Ein besonderer Schwerpunkt kann auf die Gegenüberstellung von menschlichen Hierarchien und der Ordnung des Reiches Gottes gelegt werden. Methodisch eignen sich Diskussionen über aktuelle Beispiele von Machtmissbrauch, Ausgrenzung und gesellschaftlicher Ungleichheit. Die Lernenden können untersuchen, welche Menschen in ihrer Lebenswelt oft übersehen werden und wie ihnen mehr Aufmerksamkeit und Teilhabe ermöglicht werden könnte. Das im Evangelium genannte Bild des Festmahls eröffnet darüber hinaus kreative Zugänge. So können die Lernenden ein ideales Fest der Gerechtigkeit gestalten, Gästelisten entwerfen oder Szenen entwickeln, in denen Benachteiligte bewusst in die Mitte einer Gemeinschaft gerückt werden. Für die Sekundarstufe II bietet sich zudem eine vertiefende Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtstrukturen, politischen Führungsansprüchen und christlichen Vorstellungen von Gerechtigkeit an. Das Video verbindet auf anschauliche Weise biblische Botschaft, ethische Reflexion und gesellschaftliche Verantwortung und eignet sich daher hervorragend für einen lebensweltorientierten Religionsunterricht.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.2 Biblische Ethik – Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Goldene Regel Wegweiser des Lebens

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 6. Der Mensch als das sich transzendierende Wesen.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

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