Das Medium eignet sich insbesondere für den Einsatz in der Grundschule, im inklusiven Religionsunterricht sowie in Förderschulen. Durch die Verbindung von leichter Sprache, Silbenmarkierung und anschaulichen Bildern eröffnet es vielfältige Möglichkeiten der Differenzierung. Die einzelnen Abschnitte können gemeinsam gelesen, in Lesetandems bearbeitet oder in Stationenarbeit eingesetzt werden. Die Bilder laden zum Erzählen, Beschreiben und Nacherzählen der biblischen Ereignisse ein und unterstützen das Textverständnis. Methodisch bietet sich eine schrittweise Erarbeitung der Passions und Ostergeschichte an, bei der die Lernenden die Gefühle und Handlungen der beteiligten Personen reflektieren. Gespräche über Angst, Freundschaft, Verrat, Mut, Vergebung, Trauer, Hoffnung und Neubeginn ermöglichen eine lebensweltliche Vertiefung. Die Ausmalbilder können zur kreativen Sicherung genutzt werden, während Rollenspiele, Standbilder oder einfache Schreibaufgaben die Perspektivübernahme fördern. Ebenso eignet sich das Material für inklusive Lerngruppen, da unterschiedliche Lesekompetenzen berücksichtigt werden und alle Lernenden an der gemeinsamen Erarbeitung teilnehmen können. Besonders wertvoll ist die Verbindung von Sprachförderung und religiösem Lernen, da die biblischen Texte nicht nur inhaltlich erschlossen, sondern zugleich Lesefähigkeit, Wortschatz und Sprachverständnis gefördert werden. Das Material bietet damit einen niedrigschwelligen Zugang zur Passions und Osterbotschaft und unterstützt die religiöse Bildung ebenso wie die Entwicklung grundlegender Lesekompetenzen.
1. Jesus isst mit seinen Jüngern das Paschamahl
Die Lernenden erfahren die Bedeutung des jüdischen Paschafestes und lernen das letzte Abendmahl Jesu als Erinnerungs und Dankmahl kennen. Jesus deutet Brot und Wein neu und stellt die Verbindung zu seiner Person her.
2. Jesus kündigt den Verrat an
Jesus spricht davon, dass ihn einer seiner Freunde verraten wird. Die Jünger reagieren mit Unverständnis und Verwirrung. Das Material eröffnet Gespräche über Vertrauen, Freundschaft und Enttäuschung.
3. Jesus erklärt das Dienen
Jesus widerspricht dem Wunsch seiner Freunde, der Wichtigste zu sein. Statt Macht und Ansehen stellt er den Dienst am Mitmenschen in den Mittelpunkt. Der Abschnitt eignet sich für ethische Gespräche über Verantwortung und Hilfsbereitschaft.
4. Petrus überschätzt seinen Mut
Jesus kündigt an, dass Petrus ihn verleugnen wird. Petrus ist überzeugt, treu zu bleiben. Das Material thematisiert Selbstüberschätzung, Angst und menschliche Schwäche.
5. Die schwere Zeit beginnt
Jesus bereitet seine Freunde auf die bevorstehenden Ereignisse vor und lehnt Gewalt als Lösung ab. Die Jünger wollen mit Schwertern kämpfen, doch Jesus weist sie zurück.
6. Jesus am Ölberg
Jesus betet voller Angst zu Gott. Die Lernenden begegnen einem Jesus, der menschliche Gefühle zeigt und dennoch auf Gott vertraut. Das Thema Gebet in schwierigen Situationen steht im Mittelpunkt.
7. Judas verrät Jesus
Judas kennzeichnet Jesus durch einen Kuss. Die Szene verdeutlicht den Schmerz des Verrats durch einen nahestehenden Menschen.
8. Die Gefangennahme Jesu
Jesus wird verhaftet. Als seine Freunde kämpfen wollen, stoppt er die Gewalt und heilt sogar das verletzte Ohr eines Gegners. Das Material zeigt Jesu Friedensbotschaft besonders eindrücklich.
9. Die Verleugnung des Petrus
Petrus bestreitet dreimal, Jesus zu kennen. Nach dem Hahnenschrei erkennt er seinen Fehler und weint bitterlich. Die Geschichte thematisiert Schuld, Reue und Vergebung.
10. Die Verspottung Jesu
Die Wächter verhöhnen und misshandeln Jesus. Der Abschnitt zeigt die Demütigung Jesu vor seiner Verurteilung.
11. Das Verhör vor dem Hohen Rat
Jesus wird von religiösen und politischen Führern befragt. Weil er sich als Sohn Gottes bezeichnet, wird seine Verurteilung vorbereitet.
12. Pilatus und Jesus
Pilatus erkennt die Unschuld Jesu, gibt jedoch dem Druck der Menge nach. Hier können Fragen nach Gerechtigkeit, Verantwortung und Gruppendruck behandelt werden.
13. Herodes verspottet Jesus
Herodes macht sich über Jesus lustig und schickt ihn zurück zu Pilatus. Das Material verdeutlicht die Ohnmacht Jesu gegenüber den Mächtigen.
14. Das Todesurteil
Pilatus erlaubt schließlich die Kreuzigung Jesu. Die Menge fordert die Freilassung des Verbrechers Barabbas und den Tod Jesu.
15. Der Kreuzweg
Jesus trägt das Kreuz. Ein Bauer hilft ihm. Weinende Frauen begleiten den Weg. Das Material thematisiert Mitgefühl und Solidarität.
16. Jesus am Kreuz
Jesus wird zwischen zwei Verbrechern gekreuzigt. Einer von ihnen vertraut auf Jesus und erhält die Zusage des Paradieses. Die Szene eröffnet Gespräche über Hoffnung und Barmherzigkeit.
17. Jesu Vergebungsgebet
Am Kreuz bittet Jesus Gott, den Menschen zu vergeben. Dieses zentrale Motiv christlicher Ethik verdeutlicht die Bedeutung von Vergebung und Feindesliebe.
18. Der Tod Jesu
Jesus stirbt am Kreuz. Die Reaktionen der Zuschauer und eines Soldaten zeigen die Wirkung seines Lebens und Sterbens.
19. Die Grablegung
Jesus wird in ein Felsengrab gelegt. Die Frauen bereiten Salben für die Bestattung vor. Der Abschnitt bildet den Übergang zur Ostergeschichte.
20. Das leere Grab
Die Frauen finden den Stein weggerollt und das Grab leer vor. Zwei Männer in leuchtenden Gewändern erscheinen. Die Spannung der Ostererzählung wird aufgebaut.
21. Die Botschaft der Auferstehung
Die Männer verkünden: „Jesus lebt. Jesus ist auferstanden.“ Die Frauen berichten den Jüngern davon. Petrus besucht das Grab und wundert sich. Der Abschnitt bildet den Höhepunkt der Osterbotschaft.