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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Die griechischen Anfänge

Veröffentlichung:11.3.2020

Das Video bietet eine Einführung in die Anfänge der griechischen Philosophie und zeichnet die kulturellen, religiösen und geistigen Voraussetzungen nach, aus denen philosophisches Denken entstand. Ausgehend von der Bedeutung des Begriffs Philosophie als Liebe zur Weisheit werden die besonderen Bedingungen der griechischen Kultur vorgestellt, darunter die Entwicklung einer differenzierten Sprache, die Entdeckung und Vermessung der Welt sowie die Begegnung mit anderen Kulturen. Darüber hinaus beleuchtet das Video die religiösen Hintergründe der griechischen Antike, die Spannung zwischen traditioneller Götterwelt und der Suche nach einem höheren göttlichen Prinzip sowie die Bedeutung der Mysterienreligionen. Im Zentrum stehen schließlich die frühen Naturphilosophen, insbesondere Parmenides und Heraklit, deren gegensätzliche Vorstellungen von Wahrheit, Sein, Logos und Wirklichkeit die weitere Geschichte der Philosophie nachhaltig geprägt haben.


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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders für Unterrichtseinheiten zu den Ursprüngen philosophischen Denkens, zum Verhältnis von Glaube und Vernunft sowie zur Begegnung von griechischer Philosophie und biblischer Tradition. Die Lernenden erhalten einen fundierten Einblick in die geistige Welt der Antike und können nachvollziehen, wie grundlegende Fragen nach Wahrheit, Wirklichkeit, Gott, Natur und Mensch entstanden sind. Das Medium bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für vergleichende Zugänge zwischen philosophischen und religiösen Denkformen. So können die Positionen von Parmenides und Heraklit mit biblischen Vorstellungen von Schöpfung, Ordnung und Wahrheit in Beziehung gesetzt werden. Besonders gewinnbringend sind arbeitsteilige Gruppenarbeiten, in denen Lernende die unterschiedlichen Denkansätze der Vorsokratiker analysieren und ihre Bedeutung für spätere philosophische und theologische Entwicklungen diskutieren. Ebenso eignet sich das Video für Debatten über die Frage, ob Wahrheit eher als Einheit oder als Spannung von Gegensätzen verstanden werden kann. Durch die Verbindung von Philosophiegeschichte, Religionsgeschichte und Anthropologie fördert das Medium die Reflexionsfähigkeit, die Argumentationskompetenz und das Verständnis zentraler Grundlagen europäischen Denkens. Es eröffnet zudem einen vertieften Zugang zum Dialog zwischen Athen und Jerusalem, der für die Entwicklung der christlichen Theologie von grundlegender Bedeutung geworden ist.

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