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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Schelling IV: Weltalter und ‚positive Philosophie‘

Veröffentlichung:9.10.2021

Das Video stellt die Spätphilosophie Friedrich Wilhelm Joseph Schellings vor und konzentriert sich auf seine Philosophie der Mythologie und Offenbarung. Ausgehend von religionsgeschichtlichen Fragestellungen untersucht Schelling die Entwicklung religiöser Vorstellungen in verschiedenen Kulturen und Traditionen. Er beschäftigt sich mit Mythologien, dem Hinduismus, dem Buddhismus sowie dem Christentum und fragt nach dem gemeinsamen Ursprung religiöser Erfahrungen. Dabei entwickelt er die These eines ursprünglichen Monotheismus, aus dem sich unterschiedliche religiöse Vorstellungen entfaltet haben. Im Zentrum steht die Unterscheidung zwischen negativer Philosophie, die mit Begriffen und logischen Systemen arbeitet, und positiver Philosophie, die sich den konkreten Zeugnissen von Geschichte, Mythos und Offenbarung zuwendet. Das Video zeigt zudem die Wirkung Schellings auf bedeutende Denker des 19. Jahrhunderts und führt in den Übergang von der klassischen idealistischen Philosophie zu Hegels Denken ein.

Der späte Schelling entwickelt eine umfassende Philosophie der Offenbarung und Mythologie, die die Vielfalt religiöser Traditionen erforscht, einschließlich Hinduismus und Buddhismus. Er betont einen monotheistischen Grundgedanken, der sich in verschiedenen Religionen verzweigt und zu eigenen Gottheiten führt. Schelling sieht in der Religionsgeschichte den Weg des menschlichen Geistes zum göttlichen Ursprung und zurück. Seine philosophische Methode integriert positive Offenbarung und mythologische Deutungen, wobei er das Systematische zugunsten einer geschichtlichen und existenziellen Herangehensweise hinterfragt.



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Für den Religionsunterricht bietet das Video vielfältige Einsatzmöglichkeiten in den Themenfeldern Religionen der Welt, Religionsphilosophie, Offenbarung, Mythos, Gottesvorstellungen und interreligiöses Lernen. Lernende können anhand des Videos nachvollziehen, wie religiöse Traditionen philosophisch interpretiert werden und welche Bedeutung Mythen für die Orientierung des Menschen besitzen. Besonders geeignet ist das Medium für die Diskussion der Frage, ob unterschiedliche Religionen auf gemeinsame Ursprünge verweisen oder grundlegend verschiedene Wirklichkeitsdeutungen darstellen. Die Unterscheidung zwischen negativer und positiver Philosophie eröffnet zudem einen Zugang zur Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen rationaler Gotteserkenntnis. Im Unterricht können Lernende verschiedene religiöse Schöpfungs und Offenbarungsvorstellungen vergleichen und deren Bedeutung für das Menschenbild untersuchen. Ebenso bietet sich eine kritische Auseinandersetzung mit Schellings These eines ursprünglichen Monotheismus an. Die Ausführungen über Mythologie und Offenbarung ermöglichen fächerübergreifende Bezüge zu Geschichte, Philosophie und Literatur. Besonders gewinnbringend sind philosophische Gespräche über die Rolle von Religion in der Geschichte sowie über die Frage, ob religiöse Erfahrungen allein rational erklärt werden können. Das Video fördert die Fähigkeit, religiöse Traditionen differenziert wahrzunehmen, historische Entwicklungen zu reflektieren und grundlegende Fragen nach Wahrheit, Sinn und Transzendenz zu diskutieren.

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