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Kathmedia | Fundamentaltheologie Plus

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Vom Voluntarismus zur Reformation zur Moderne

Fundamentaltheologie Plus - Ep 1.2.3.

Veröffentlichung:17.5.2022

Dieses Video thematisiert die Entwicklung von einer theologischen zu einer wissenschaftlichen Weltanschauung, angefangen bei den Idealen des 13. Jahrhunderts bis zur Reformation. Nominalismus und Voluntarismus: Diese Konzepte bereiteten den Weg für eine individualisierte Sicht der Religion, was die Rolle der Vernunft und die Beziehung zwischen Mensch und Gott beeinflusste. Reformationsauslöser und Folgen: Die protestantischen Bewegungen lehnten die katholische Autorität ab, was letztlich zu einem Verlust der religiösen Einheit und zu Religionskriegen führte.

Rolle der Wissenschaft: Der Fokus verlagerte sich von Sinnfragen auf das Verständnis mechanistischer Prozesse, wobei die Natur als eine „große Maschine“ gesehen wurde. Aufstieg des Materialismus: Philosophische Positionen, wie von Locke und Hume, führten zu einem mechanistischen Weltbild, das finale Ursachen ablehnte und empirische Erklärungen bevorzugte.

Das Video erläutert die geistigen und philosophischen Entwicklungen, die den Übergang vom Mittelalter zur Moderne prägten. Ausgangspunkt sind der Nominalismus und der Voluntarismus, die gemeinsam mit Renaissance und Reformation das mittelalterliche Weltbild veränderten. Das Video beschreibt den Bedeutungsverlust der kirchlichen Autorität, die Folgen der Konfessionsspaltung sowie die Auswirkungen der Religionskriege. Anschließend werden die Entstehung des modernen wissenschaftlichen Denkens und die mechanistische Weltsicht anhand bedeutender Philosophen wie Francis Bacon, René Descartes, Thomas Hobbes, John Locke und David Hume vorgestellt. Dabei wird erklärt, wie sich der Fokus von der Frage nach Sinn, Ziel und Wesen der Welt hin zu den Fragen nach Funktion, Naturgesetzen und technischem Nutzen verlagerte. Das Video zeigt zugleich die Chancen dieser Entwicklung durch wissenschaftlichen Fortschritt und technischen Wandel, weist aber auch auf ihre ethischen Herausforderungen und ihre Folgen für das Menschenbild hin. Abschließend wird die Kritik am Materialismus sowie die bleibende Bedeutung philosophischer Grundfragen nach Wahrheit, Vernunft und Sinn aufgegriffen.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht, den Ethikunterricht sowie den Philosophieunterricht der gymnasialen Oberstufe. Es bietet eine fundierte Grundlage, um den Wandel vom christlich geprägten Weltbild des Mittelalters zum neuzeitlichen Denken nachzuvollziehen. Vor dem Ansehen können die Lernenden ihre Vorstellungen von Mittelalter, Wissenschaft und Moderne sammeln und zentrale Begriffe wie Vernunft, Materialismus, Humanismus oder Weltbild klären. Während des Videos bietet sich das Anfertigen einer Zeitleiste oder einer Begriffskarte zu den vorgestellten Philosophen und ihren Positionen an. Im Anschluss können die Lernenden die unterschiedlichen Menschenbilder des Mittelalters und der Moderne vergleichen sowie Chancen und Risiken des wissenschaftlichen Fortschritts diskutieren. Ebenso eignet sich das Video als Ausgangspunkt für Gespräche über das Verhältnis von Glaube und Wissenschaft, die Verantwortung des Menschen gegenüber der Schöpfung sowie die Frage, ob technischer Fortschritt allein zu einem guten Leben führt. Durch den Vergleich verschiedener philosophischer Positionen werden Urteilskompetenz, Argumentationsfähigkeit und ethische Reflexion gefördert. Das Medium lässt sich zudem mit Unterrichtseinheiten zu Renaissance, Reformation, Aufklärung, Anthropologie, Wissenschaftsethik oder Schöpfungsverantwortung verbinden.

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