Didaktisch bietet sich der Kurzfilm insbesondere für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und der gymnasialen Oberstufe an. Er ermöglicht einen lebensweltlichen Zugang zu Fragen nach gelingenden Beziehungen, Verlässlichkeit, Vertrauen und Verantwortung. Lernende können das Verhalten der Hauptfigur analysieren und die Motive, Wünsche und Ängste der handelnden Personen erschließen. Dabei eröffnen sich Bezüge zum christlichen Menschenbild, zur Bedeutung von Freiheit und zur Verantwortung gegenüber anderen Menschen. Ebenso lassen sich biblische Impulse zu Liebe, Treue, Versöhnung und gegenseitiger Achtung einbeziehen. Methodisch eignet sich der Film für eine erste Sichtung mit gezielten Beobachtungsaufträgen zu Figuren, Kommunikation und Wendepunkten der Handlung. Anschließend können Szenen analysiert, Dialoge fortgeführt, innere Monologe geschrieben oder Rolleninterviews durchgeführt werden. Ebenso bieten sich Diskussionen über Rollenbilder, Partnerschaft und den Einfluss gesellschaftlicher Erwartungen an. Ein Perspektivwechsel durch das Verfassen eines Tagebucheintrags aus der Sicht der Partnerin oder des Mannes fördert die Empathiefähigkeit der Lernenden. Darüber hinaus können biblische Texte zu Liebe und Verantwortung mit der Filmsituation verglichen sowie ethische Fragestellungen zu Freiheit, Selbstbestimmung und Verantwortung in Gruppenarbeit oder einer Podiumsdiskussion vertieft werden. Aufgrund seiner Kürze eignet sich das Medium sowohl als motivierender Unterrichtseinstieg als auch als Impuls für eine vertiefende Unterrichtsreihe zu Partnerschaft, Identität und christlicher Ethik.
Der Kurzfilm 'Bin weg, Lisa' (8 Minuten, s/w) thematisiert auf tragikomische Weise die kurzzeitige Freiheit eines Mannes, der fälschlich glaubt, seine Partnerin habe ihn verlassen. In seiner inszenierten Freiheit lebt er exzessive Männlichkeitsklischees aus, bis sich die Situation auflöst und er in die Realität zurückgeholt wird. Der Film eignet sich ideal für den Einsatz im Ethik-, Religions- und Deutschunterricht (Oberstufe), insbesondere zu Themen wie Partnerschaft, Trennung, Rollenbilder, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Freiheit und Verantwortung. Er bietet einen Einstieg in Diskussionen über Kommunikation in Beziehungen, männliche Identitätsbilder und Ironie im Alltag. Methodisch ermöglichen Filmanalyse, Gruppenarbeit, Rollenspiel, kreative Textarbeit, Szenenanalyse und Diskussionen eine vielseitige Bearbeitung. Der Film kann auch mit biblischen Themen (z. B. Beziehung und Berufung, Umkehr, Scheitern und Neuanfang) verknüpft werden. Er eignet sich auch für die Beratung und Gesprächsführung in sozialen Lernfeldern oder der Prävention.