Der Film eignet sich besonders für den Religionsunterricht ab Jahrgangsstufe 7 und bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine werteorientierte Auseinandersetzung. Als Einstieg können Lernende ihre Vorstellungen von Glück, Erfolg und einem gelungenen Leben sammeln und mit den Wünschen der Hauptfigur vergleichen. Während der Filmsichtung empfiehlt sich eine Beobachtungsaufgabe zu Peters Entwicklung sowie zu den Symbolfiguren des Glasmännleins und des Holländer Michel. Im Anschluss können zentrale Symbole wie das Herz, der Wald oder der Handel mit dem eigenen Herzen interpretiert und auf heutige Lebenssituationen übertragen werden. Biblische Bezüge bieten sich unter anderem zu Themen wie Nächstenliebe, Versuchung, Umkehr, Verantwortung und der Warnung vor der Macht des Reichtums an. Ebenso können Fragen nach Konsum, Leistungsdenken, sozialer Gerechtigkeit und persönlicher Identität diskutiert werden. Kreative Methoden wie Standbilder, Rolleninterviews, Perspektivwechsel, Schreibgespräche, Tagebucheinträge oder das Verfassen eines alternativen Schlusses fördern die persönliche Auseinandersetzung. Auch ein Vergleich zwischen Märchenvorlage und Verfilmung eröffnet vertiefende literarische und ethische Perspektiven. Durch seine symbolreiche Bildsprache und seine zeitlose Thematik unterstützt der Film sowohl die Wertebildung als auch die Entwicklung ethischer Urteilsfähigkeit und religiöser Deutungskompetenz.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Hauptfigur Peter Munk, der sein fühlendes Herz gegen ein Herz aus Stein eintauscht – und mit dem Verlust seiner Empathie allmählich zum Tyrannen wird. Erst durch Reue, Einsicht und die Rückgewinnung seines echten Herzens gelangt Peter zu einem verantwortungsvollen, erfüllten Leben. Dieser Wandlungsprozess wird im Märchen wie auch im Film in klassischer Märchenstruktur erzählt: Ausgangslage mit Mangel, Weg über Versuchung und Fall bis hin zur Erlösung. Die christliche Symbolik des Herzens und biblische Bezüge – etwa die Prophetie Ezechiels vom steinernen Herz (Ez 36,26) – eröffnen tiefergehende Reflexionsräume im katholischen Religionsunterricht.
Didaktisch bietet das Material eine Fülle an Anknüpfungspunkten: Es eröffnet eine tiefenpsychologische Interpretation des Märchens anhand archetypischer Bilder (nach C.G. Jung), thematisiert die Verbindung von Wirtschaftsethik und Menschlichkeit und bietet Anknüpfungen an Themen wie „Gier“, „Schuld und Reue“, „soziale Gerechtigkeit“, „Verantwortung“, „freie Entscheidung“ oder „Sinn des Lebens“. Die zahlreichen Symbole – das Herz, der Rabe, die Schlange – sowie die beiden Waldgeister (Glasmännlein und Holländer-Michel) stehen dabei im Zentrum einer symbolisch-existentiellen Auswertung.
Besonders hervorzuheben ist das umfangreiche didaktische Begleitmaterial mit Arbeitsblättern, Beobachtungsaufträgen, Lückentexten, Textvergleichen (Film – literarische Vorlage) sowie der Einbeziehung biblischer Motive. Neben dem Einsatz im Klassenverband eignet sich der Impuls auch für die gemeindliche Jugendarbeit und die Erwachsenenbildung. Der Unterricht zielt auf die Entwicklung ethischer Urteilsfähigkeit, religiöser Deutungskompetenz und persönlicher Selbstreflexion. Die zentrale Frage, wie materieller Wohlstand und seelische Integrität miteinander in Einklang zu bringen sind, macht das Märchen nicht nur zeitlos, sondern auch hochrelevant für junge Menschen in der heutigen Lebenswelt.