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Frank Lüdke

Frank Lüdke

KG 069 Der reformatorische Abendmahlsstreit

KG 069 Der reformatorische Abendmahlsstreit

Veröffentlichung:12.6.2020

Das Video erläutert den reformatorischen Abendmahlsstreit zwischen Martin Luther und Huldrych Zwingli und zeigt dessen Bedeutung für die Entwicklung der Reformation. Ausgehend von der Geschichte des Abendmahlsverständnisses werden die unterschiedlichen theologischen Positionen beider Reformatoren verständlich erklärt. Dabei stehen die Fragen nach der Gegenwart Christi im Abendmahl, dem Verhältnis von Glauben und Vernunft sowie der Bedeutung der Einsetzungsworte Jesu im Mittelpunkt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet das Marburger Religionsgespräch des Jahres 1529, bei dem Luther und Zwingli trotz weitgehender Übereinstimmung in vielen Glaubensfragen keine Einigung über das Abendmahl erzielen konnten. Abschließend zeigt das Video die langfristigen Folgen dieses Konflikts für die evangelischen Kirchen sowie die Annäherung zwischen lutherischen und reformierten Kirchen bis zur Leuenberger Konkordie von 1973.

Das Video thematisiert die unterschiedlichen Positionen im reformatorischen Abendmahlsstreit des 16. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen die theologischen Auffassungen von Martin Luther und Ulrich Zwingli zur Präsenz Christi im Abendmahl. Während Luther die Realpräsenz Christi im Brot und Wein betont, vertritt Zwingli eine symbolische Deutung. Das Medium macht die inhaltlichen Differenzen, den historischen Kontext und die Folgen für die weitere konfessionelle Spaltung anschaulich.



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Das Video eignet sich für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und kann im Rahmen einer Unterrichtseinheit zur Reformation, zu den Sakramenten oder zur Entwicklung evangelischer Konfessionen eingesetzt werden. Die Darstellung verbindet historische Ereignisse mit theologischen Fragestellungen und ermöglicht den Lernenden ein vertieftes Verständnis dafür, weshalb das Abendmahl im 16. Jahrhundert zu einem zentralen Streitpunkt der Reformation wurde. Gleichzeitig wird deutlich, dass unterschiedliche Bibelauslegungen weitreichende Auswirkungen auf Kirche, Politik und Gesellschaft haben konnten.

Als Unterrichtseinstieg bietet sich die Frage an, weshalb zwei Reformatoren, die in vielen Glaubensfragen übereinstimmten, dennoch keine kirchliche Einheit erreichen konnten. Während des Videos können die Lernenden die Positionen Luthers und Zwinglis in einer Vergleichstabelle gegenüberstellen und dabei Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herausarbeiten. Anschließend können die Ergebnisse in Partnerarbeit oder Gruppenarbeit diskutiert und durch Bibelstellen zu den Einsetzungsworten ergänzt werden.

Besonders gewinnbringend ist eine arbeitsteilige Erarbeitung der theologischen Argumente. Eine Lerngruppe untersucht die Position Luthers zur wirklichen Gegenwart Christi im Abendmahl, eine weitere Gruppe erarbeitet Zwinglis symbolisches Verständnis. Anschließend können beide Sichtweisen in einer moderierten Diskussion miteinander verglichen werden. Dadurch lernen die Lernenden, unterschiedliche theologische Positionen sachgerecht darzustellen und respektvoll miteinander ins Gespräch zu bringen.

Das Video eignet sich zudem hervorragend zur Förderung der Urteilskompetenz. Die Lernenden können reflektieren, weshalb Glaubensfragen für Menschen der Reformationszeit von existenzieller Bedeutung waren und warum selbst scheinbar kleine Unterschiede zu einer dauerhaften Trennung führten. Ebenso können sie diskutieren, welche Bedeutung das Abendmahl heute in den verschiedenen christlichen Konfessionen besitzt und weshalb ökumenische Annäherungen lange Zeit benötigten. Ein abschließender Vergleich zwischen den historischen Positionen und heutigen ökumenischen Entwicklungen eröffnet einen lebensweltlichen Zugang und fördert die Fähigkeit, historische Konflikte im Licht gegenwärtiger Herausforderungen zu beurteilen.


Didaktisch und methodisch eignet sich das Medium besonders für die gymnasiale Oberstufe sowie für den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht. Es ermöglicht Schülerinnen und Schülern, die Vielschichtigkeit reformatorischer Theologie und deren Konfliktlinien nachzuvollziehen. Methodisch kann die Arbeit mit dem Medium durch arbeitsteilige Gruppenarbeit erfolgen, in der jeweils die Position Luthers, Zwinglis und anderer Reformatoren erarbeitet und anschließend in einem Streitgespräch oder Rollenspiel inszeniert wird. Eine weitere Möglichkeit besteht in einer kontrastiven Textarbeit, bei der Primärtexte mit den im Medium dargestellten Positionen verglichen werden. Reflexionsphasen bieten sich an, um die Bedeutung der jeweiligen Abendmahlsauffassungen für heutige ökumenische Dialoge zu diskutieren. Der Einsatz des Mediums fördert historisch-theologisches Wissen, stärkt die Fähigkeit zur Argumentationsanalyse und eröffnet Zugänge zum Verständnis konfessioneller Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Christentum.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


Warum stritten Luther und Zwingli über das Abendmahl?

Luther und Zwingli waren sich in vielen Glaubensfragen einig. Beim Verständnis des Abendmahls vertraten sie jedoch unterschiedliche Auffassungen. Luther ging von der wirklichen Gegenwart Christi im Abendmahl aus, während Zwingli Brot und Wein als Zeichen verstand, die an Jesus Christus erinnern.


Welche Bedeutung hatte das Marburger Religionsgespräch?

Das Marburger Religionsgespräch im Jahr 1529 sollte die Reformatoren zusammenführen und eine gemeinsame Grundlage schaffen. Obwohl in vierzehn Glaubensartikeln Einigkeit erzielt wurde, blieb der Streit über das Abendmahl ungelöst. Dadurch kam es nicht zu einer vollständigen Einigung der reformatorischen Bewegung.


Wie verstand Luther das Abendmahl?

Luther war überzeugt, dass Christus im Abendmahl wirklich gegenwärtig ist. Für ihn schenkt Gott den Glaubenden im Abendmahl Heil und Gemeinschaft mit Christus. Deshalb maß er den Einsetzungsworten Jesu eine besondere Bedeutung bei.


Wie verstand Zwingli das Abendmahl?

Zwingli betrachtete das Abendmahl vor allem als Erinnerungsmahl. Brot und Wein sind für ihn Zeichen, die an das Leiden und Sterben Jesu erinnern. Christus ist nach seiner Auffassung geistlich gegenwärtig, jedoch nicht leiblich in Brot und Wein.


Warum war der Streit für die Reformation so bedeutsam?

Der Konflikt verhinderte eine einheitliche reformatorische Bewegung. Dadurch entstanden unterschiedliche evangelische Traditionen, die sich sowohl theologisch als auch kirchlich voneinander entwickelten.


Welche Rolle spielte Philipp von Hessen?

Philipp von Hessen wollte die Reformatoren miteinander versöhnen, um eine gemeinsame evangelische Front zu schaffen. Er lud Luther und Zwingli deshalb zum Marburger Religionsgespräch ein.


Welche Folgen hatte der Abendmahlsstreit langfristig?

Aus dem Konflikt entwickelten sich lutherische und reformierte Kirchen mit unterschiedlichen Abendmahlsverständnissen. Erst mit der Leuenberger Konkordie von 1973 wurde eine weitgehende Kirchengemeinschaft zwischen vielen evangelischen Kirchen möglich.


Welche Bedeutung hat das Thema für den Religionsunterricht heute?

Das Video zeigt, dass unterschiedliche Glaubensüberzeugungen zu Trennungen führen können, aber auch, dass Dialog und gegenseitiger Respekt Annäherung ermöglichen. Dadurch eröffnet es einen aktuellen Zugang zu Fragen der Ökumene, des interkonfessionellen Dialogs und der Bedeutung gemeinsamer Glaubensüberzeugungen.

Hessen

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