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Frank Lüdke

Frank Lüdke

Glaube in stürmischen Zeiten 1770-1830

KG 121

Veröffentlichung:20.10.2020

Das Video beschreibt die tiefgreifenden politischen, gesellschaftlichen und religiösen Veränderungen zwischen 1770 und 1830. Ausgehend von der Französischen Revolution, der Herrschaft Napoleons und dem Wiener Kongress zeigt es, wie sich Kirche und Christentum in einer Zeit grundlegender Umbrüche behaupten mussten. Gleichzeitig werden wichtige geistesgeschichtliche Entwicklungen vorgestellt, darunter der Deutsche Idealismus, die Romantik und die Anfänge der liberalen Theologie. Bedeutende Persönlichkeiten wie Johann Gottfried Herder, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher werden mit ihren Vorstellungen von Religion, Glaube und Kirche vorgestellt. Das Video verdeutlicht, wie sich das Verhältnis von Vernunft, Gefühl, Bibel und Glauben in dieser Epoche grundlegend veränderte und wie daraus neue Formen christlicher Theologie entstanden.

Das Video thematisiert den Zeitraum von 1770 bis 1830 und zeigt, wie sich christlicher Glaube inmitten tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Umbrüche behauptete und veränderte. Es werden die Herausforderungen durch Aufklärung, Französische Revolution und Säkularisierung sichtbar gemacht. Zugleich rückt das Video Gestalten der Theologie und Frömmigkeit in den Blick, die versuchten, Orientierung und Halt in „stürmischen Zeiten“ zu geben. Dabei werden sowohl kritische Infragestellungen des Glaubens als auch neue Formen religiöser Praxis und Spiritualität aufgezeigt.




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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe sowie für berufliche Schulen im Themenbereich Kirchengeschichte und Theologie der Neuzeit. Die Lernenden erhalten einen fundierten Überblick über die Wechselwirkungen zwischen politischen Ereignissen und theologischen Entwicklungen. Das Video bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Auseinandersetzung mit der Frage, wie gesellschaftliche Veränderungen den Glauben und das Selbstverständnis der Kirche beeinflussen. Zu Beginn empfiehlt sich die gemeinsame Erarbeitung einer Zeitleiste mit den wichtigsten historischen Ereignissen wie Französische Revolution, Herrschaft Napoleons, Reichsdeputationshauptschluss und Wiener Kongress. Anschließend können die Lernenden die Positionen der vorgestellten Denker vergleichen und deren Verständnis von Religion, Bibel und Kirche analysieren. Besonders geeignet ist eine Gruppenarbeit, in der verschiedene Persönlichkeiten vorgestellt und ihre theologischen Grundgedanken miteinander verglichen werden. Ebenso bietet sich eine Diskussion über die Bedeutung von Vernunft, Gefühl und persönlicher Glaubenserfahrung an. Die Lernenden können untersuchen, weshalb Schleiermacher als Begründer der liberalen Theologie gilt und welche Folgen seine Gedanken bis in die Gegenwart haben. Darüber hinaus eignet sich das Video zur Förderung historischer Urteilskompetenz, indem politische Entwicklungen und religiöse Veränderungen miteinander verknüpft und kritisch reflektiert werden. Eine abschließende Diskussion kann die Frage aufgreifen, welche Bedeutung Kirche und Religion in gesellschaftlichen Umbruchzeiten heute besitzen.

Das Video eignet sich besonders für den gymnasialen Religionsunterricht der Sekundarstufe II im Rahmen des Inhaltsfeldes Kirche und Gesellschaft in der Neuzeit. Der Einsatz sollte so gestaltet werden, dass Schülerinnen und Schüler die historischen Brüche (Revolution, politische Umwälzungen, beginnende Industrialisierung) mit den theologischen und spirituellen Reaktionen vergleichen. Methodisch ist es sinnvoll, das Video zunächst in Sequenzen einzuteilen, die im Unterricht jeweils durch Arbeitsaufträge gerahmt werden: etwa die Analyse der Kritik der Aufklärung, die Erarbeitung der Rolle von Theologen wie Schleiermacher oder die Auseinandersetzung mit dem Wandel von Liturgie und Frömmigkeit. Besonders gewinnbringend ist es, die Schülerinnen und Schüler zu einer Gegenwartsbrücke anzuleiten: Wo erleben wir heute „stürmische Zeiten“ und welche Rolle kann der Glaube spielen? Als Vertiefung kann eine kreative Aufgabe folgen (z. B. das Verfassen eines „Trostbriefes“ im Stil Schleiermachers oder die Gestaltung einer modernen Predigt über Glaubenshaltungen in Krisen). Differenzierung ist möglich, indem leistungsstarke Gruppen mit Originalquellen arbeiten, während andere stärker über das Video angeleitet werden.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


Warum gilt die Zeit zwischen 1770 und 1830 als Epoche großer Umbrüche?

In dieser Zeit veränderten Revolutionen, Kriege und neue philosophische Ideen Politik, Gesellschaft, Kirche und Theologie grundlegend.


Welche Auswirkungen hatte die Französische Revolution auf das Christentum?

Kirchliche Privilegien wurden abgeschafft, Gottesdienste zeitweise verboten und kirchliche Einrichtungen enteignet. Gleichzeitig entstanden neue Beziehungen zwischen Staat und Kirche.


Welche Bedeutung hatte Napoleon für Kirche und Religion?

Napoleon beendete die stärkste Unterdrückung der Kirche in Frankreich und schloss mit dem Papst ein Konkordat, das die Religionsausübung wieder ermöglichte.


Was versteht man unter der Säkularisation?

Kirchlicher Besitz und kirchliche Herrschaftsgebiete wurden verstaatlicht und weltlichen Herrschern übertragen. Dadurch verlor die Kirche erheblichen politischen und wirtschaftlichen Einfluss.


Welche Rolle spielte der Deutsche Idealismus?

Der Deutsche Idealismus versuchte, Philosophie, Vernunft und Religion in neuen Denkmodellen miteinander zu verbinden und das Christentum philosophisch neu zu deuten.


Welche Merkmale kennzeichnen die Romantik?

Die Romantik betonte Gefühl, Sehnsucht, Kunst, Natur und religiöse Erfahrung als wichtige Zugänge zur Wirklichkeit und grenzte sich damit vom Rationalismus der Aufklärung ab.


Welche Bedeutung hatte Johann Wolfgang von Goethe für das Religionsverständnis seiner Zeit?

Goethe verstand Religion vor allem als persönliche Erfahrung und erkannte Gottes Wirken in der Natur. Eine enge Bindung an Kirche und Dogmen hielt er nicht für notwendig.


Warum gilt Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher als Begründer der liberalen Theologie?

Er verstand Religion vor allem als Gefühl und persönliche Erfahrung. Lehre und Bibel sollten den Glauben inspirieren, standen jedoch nicht mehr als alleinige Grundlage des Glaubens im Mittelpunkt.


Welche Veränderungen ergaben sich für das Verständnis der Bibel?

Die Bibel wurde zunehmend als Inspirationsquelle und Ausdruck religiöser Erfahrungen verstanden. Historische und dogmatische Fragen traten gegenüber der persönlichen Glaubenserfahrung zurück.


Welche Kompetenzen können Lernende durch die Arbeit mit dem Video erwerben?

Die Lernenden beschreiben die politischen und religiösen Umbrüche der Zeit, erläutern die Entstehung neuer theologischer Denkweisen, vergleichen unterschiedliche Religionsverständnisse und beurteilen deren Bedeutung für Kirche und Glauben bis in die Gegenwart.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.4 Kirche im Wandel der Zeit.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 4. Das Selbstverständnis von Kirche und sein Wandel unter dem Anspruch und der Herausforderung durch die Moderne.

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