Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Grundschule sowie in den unteren Klassen der Sekundarstufe. Die Erzählung vermittelt die zentrale Botschaft des christlichen Glaubens verständlich und altersgemäß. Die Auferstehung Jesu bildet den Höhepunkt der Ostergeschichte und eröffnet Gespräche über Hoffnung, Vertrauen, Leben, Glauben und die Bedeutung von Ostern.
Vor dem Ansehen des Videos können die Lernenden ihr Vorwissen zur Passionsgeschichte und zum Osterfest sammeln. Leitfragen wie „Was geschieht nach der Grablegung Jesu?“ oder „Warum feiern Christinnen und Christen Ostern?“ aktivieren vorhandenes Wissen und wecken Interesse. Während des Videos können Beobachtungsaufträge helfen, die einzelnen Begegnungen mit dem auferstandenen Jesus bewusst wahrzunehmen und die Reaktionen der beteiligten Personen zu beschreiben.
Nach dem Ansehen bietet sich ein Unterrichtsgespräch über die Gefühle der Frauen, der Jünger und des Thomas an. Die Lernenden können überlegen, warum die Frauen zunächst erschrocken sind, weshalb die Jünger den Bericht nicht glauben und warum Thomas einen Beweis fordert. Dadurch wird deutlich, dass Zweifel und Glaube eng miteinander verbunden sein können.
Methodisch eignet sich das Video für die Gestaltung einer Erzählleiste mit den wichtigsten Stationen der Auferstehungsgeschichte. Ebenso können die Lernenden Standbilder zu den einzelnen Begegnungen erstellen und Gedanken oder Gefühle der dargestellten Personen formulieren. Kreative Schreibaufgaben ermöglichen einen Perspektivwechsel, beispielsweise in Form eines Tagebucheintrages von Maria Magdalena, Petrus oder Thomas. Auch ein Rollenspiel zur Begegnung der Emmausjünger oder zur Begegnung Jesu mit Thomas vertieft das Verständnis der Erzählung. Darüber hinaus kann die Symbolik des leeren Grabes, des Brotes und des Friedensgrußes Jesu gemeinsam erschlossen werden. Das Video bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte, um über Hoffnung in schwierigen Lebenssituationen, Vertrauen in Gottes Zusagen und die Bedeutung der Auferstehung für den christlichen Glauben nachzudenken.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Wer geht am Sonntagmorgen zum Grab Jesu?
Maria Magdalena und zwei weitere Frauen gehen zum Grab, um Jesus die letzte Ehre zu erweisen.
Warum besuchen die Frauen das Grab?
Sie möchten den Leichnam Jesu mit Öl salben und ihn würdevoll verabschieden.
Was entdecken die Frauen am Grab?
Der Stein ist weggerollt, die Wachen sind verschwunden und das Grab ist leer.
Welche Botschaft verkündet der Engel?
Der Engel erklärt, dass Jesus nicht mehr im Grab ist, sondern auferstanden und lebendig geworden ist.
Wie reagieren die Frauen auf diese Botschaft?
Sie freuen sich und laufen sofort zu den Jüngern, um ihnen davon zu erzählen.
Warum glaubt zunächst niemand den Frauen?
Die Nachricht von der Auferstehung erscheint den Jüngern zunächst unvorstellbar.
Was findet Petrus im Grab?
Er entdeckt nur die Leinentücher und fragt sich, was geschehen ist.
Warum erkennen die beiden Jünger Jesus zunächst nicht?
Obwohl Jesus mit ihnen spricht und den Weg begleitet, erkennen sie ihn erst später.
Wann erkennen die beiden Jünger Jesus?
Sie erkennen ihn, als er das Brot nimmt, dankt, es bricht und mit ihnen teilt.
Warum zweifelt Thomas?
Thomas möchte die Wunden Jesu selbst sehen, bevor er an die Auferstehung glaubt.
Wie begegnet Jesus dem Thomas?
Jesus zeigt ihm seine Wunden und lädt ihn ein, sich selbst zu überzeugen.
Welche Botschaft gibt Jesus Thomas und allen Glaubenden mit?
Jesus erklärt, dass diejenigen glücklich sind, die glauben, obwohl sie ihn nicht mit eigenen Augen gesehen haben.
Warum ist die Auferstehung für Christinnen und Christen so wichtig?
Die Auferstehung zeigt, dass Gottes Liebe stärker ist als Tod und Leid. Sie ist die Grundlage der christlichen Hoffnung und des Glaubens an neues Leben.
Zielgruppen & Einsatzmöglichkeiten
Geeignet für den katholischen Religionsunterricht der Sekundarstufe I (z. B. Klassen 7–9)
Auch verwendbar in Firmgruppen, Jugendkreisen, Bibelgruppen oder Projekttagen
Einsatz möglich im Präsenzunterricht, in hybriden Settings oder als digitales Angebot
Das Video kann als Einstieg, Impuls, zur Texterschließung oder als Reflexionsanstoß verwendet werden
Vorbereitung durch die Lehrkraft
Schaue das Video in Ruhe und markiere Zeitpunkte mit besonderen Momenten (z. B. wichtige Aussagen, Blickwechsel, Wendepunkte, visuelle Akzente)
Bereite den zugrundeliegenden biblischen Text (z. B. Evangelium) in der für die Klasse üblichen Übersetzung vor
Entwickle Leit- oder Impulsfragen, Arbeitsblätter und Differenzierungsangebote
Stelle die technische Ausstattung sicher: Beamer / Bildschirm, Lautsprecher, ggf. Offlineversion oder gesicherte Internetverbindung
Methodischer Ablauf
a) Einstieg (ca. 5 Minuten):
Impulsfrage an die Lernende: „Welche Begegnung hat euch schon einmal tief berührt?“
Erste Assoziationen sammeln: z. B. „Begegnung, Offenbarung, Wirkung, Nähe, Rede“
b) Video zeigen (ca. 7–10 Minuten):
Die Lernenden haben die Aufgabe, drei Stellen zu notieren, die sie besonders interessant, überraschend oder emotional finden
Optional: Video in zwei Hälften teilen und nach dem ersten Teil einen kurzen Austausch ermöglichen
c) Nachbereitung & Reflexion (ca. 15–20 Minuten):
Partner- / Kleingruppenarbeit anhand von Leitfragen wie:
• Welche Momente oder Aussagen sind euch besonders in Erinnerung geblieben?
• Wie zeigt sich Jesus in der Szene – durch Worte, Gestik, Blick oder Atmosphäre?
• Wie reagieren die anderen Beteiligten – und verändern sich ihre Haltungen?
• Welche Bildmotive, Symbolik oder Raumgestaltung habt ihr wahrgenommen?
• Welche Bedeutung kann diese Begegnung für uns heute haben – im Alltag, im Glauben, in Gemeinschaft?
Ergebnisse im Plenum zusammentragen und durch die Lehrkraft moderieren
Theologischer Impuls der Lehrkraft:
• Die Kraft der Begegnung im Evangelium
• Wie Jesus durch Wort und Tat Sinn stiftet
• Relevanz für Glaubenspraxis, Gemeinschaft und Lebensgestaltung
Transfer zur Lebenswelt:
• Wo erleben Jugendliche heute Begegnungen, die Impulse geben?
• Welche Worte oder Gesten können heute trösten, herausfordern oder Hoffnung schenken?
Kreativer Abschluss:
• Lernende verfassen einen inneren Monolog oder einen kurzen Brief aus Sicht einer der Beteiligten
• Gestaltung eines Standbilds / Tableaus oder einer Collage zur Visualisierung einer Schlüsselstelle
Differenzierung & methodische Varianten
Rollenspiel / Perspektivenspiel: Szene in kleinen Gruppen nachspielen, mit Rollenwechsel
Stille Reflexion / Journaling: Nach dem Video eine kurze Phase stiller Reflexion und Notizen
Symbolische Objekte: Materialien wie Lichtquelle, Spiegel, Stoff, Wasser im Raum einsetzen und gemeinsam Assoziationen sammeln
Stationenarbeit mit Schwerpunkten wie:
• Wort & Gespräch
• Bild & Symbolik
• Reaktion & Wandel
• Gegenwartsbezug / Transfer
Text-Bild-Vergleich: Den biblischen Text lesen und mit der filmischen Version vergleichen – was wurde betont, weggelassen oder künstlerisch interpretiert?
Hausaufgabe / Projekt: Schülerinnen und Schüler erstellen eine moderne Szene, in der jemand eine bedeutsame Begegnung erlebt (Text, Bild oder Audio) und präsentieren diese
Reflexion & Evaluation
Achte darauf, dass Teilnehmer*innen nicht nur den visuellen Eindruck wahrnehmen, sondern theologische und ethische Fragen entwickeln
Ermutige kritische Rückfragen: Warum hat die Inszenierung bestimmte Gestaltungen gewählt? Welche Perspektive wird hervorgehoben?
Abschließende Runde: Jede*r nennt einen Impuls, den sie/er mitnimmt
Optional: schriftliche Reflexion oder Impulsfrage als Hausaufgabe