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Wie gehe ich mit Schuld um? Glaube.Leben.

Veröffentlichung:31.10.2017

Schuld ist ein unangenehmes Gefühl, das lähmt und schwer auf einem lastet. Aber man kann lernen, mit Schuld umzugehen. Christian Olding erklärt wie. Meistens sind die Folge unangenehme Schuldgefühle.

Manchmal ist es ein richtiger Stich in der Magengegend. Ein schlechtes Gewissen, Schuld spürt man körperlich. Dann, wenn man das Gefühl oder sogar die Gewissheit hat, einen Fehler gemacht zu haben, liegen die eigenen Taten und Worte bleischwer auf einem. So schwer, dass es wehtun kann. Wie mit diesem Gefühl umgehen? Wie weiter leben, wenn man anderen Leid zugefügt hat? Ist verdrängen eine reelle Lösung? Oder hilft es, darüber zu sprechen? Ein Sprichwort sagt "Zeit heilt alle Wunden" Heißt das Abwarten ist die Lösung? Kaplan Christian Olding spricht darüber, wie man mit Schuld und Schuldgefühlen umgehen kannn kann.

Das Video greift eine existenzielle Erfahrung auf: das Scheitern im eigenen Leben und den Umgang mit Schuld. Es beschreibt eindrücklich, wie Menschen dazu neigen, Fehler zu verdrängen, zu relativieren oder auszusitzen – Strategien, die langfristig nicht tragen. Stattdessen wird der Mut zur Wahrheit als befreiender, wenn auch schmerzhafter Weg aufgezeigt. In Anlehnung an Jesus wird die zentrale Botschaft formuliert, dass Wahrheit frei macht und dass trotz Schuld ein Neuanfang möglich ist. Entscheidend ist dabei die Zusage der bedingungslosen Liebe Gottes, die den Menschen nicht auf seine Fehler reduziert, sondern ihm die Würde und die Chance zur Umkehr und zum Weitergehen eröffnet.

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Didaktisch lässt sich das Medium besonders gut im Kontext der Themen „Schuld und Vergebung“, „Umkehr“, „Gewissen“ sowie „Neuanfang“ einsetzen. Es knüpft stark an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler an, da Erfahrungen von Scheitern, falschen Entscheidungen und schlechtem Gewissen universell sind. Methodisch bietet sich ein mehrstufiges Vorgehen an: Zunächst kann ein persönlicher Zugang über Impulsfragen erfolgen („Was mache ich, wenn ich Mist gebaut habe?“ „Warum fällt es so schwer, Fehler zuzugeben?“). Anschließend wird das Video rezipiert und inhaltlich erschlossen, etwa durch das Herausarbeiten der verschiedenen Verdrängungsstrategien und der Alternative, die das Medium vorschlägt. In einem nächsten Schritt kann die biblische Perspektive vertieft werden, z. B. durch die Arbeit mit entsprechenden Evangelientexten (etwa Begegnungen Jesu mit Schuldigen), um die Verbindung zwischen Botschaft und christlicher Tradition sichtbar zu machen. Wichtig ist dabei eine sensible Gesprächsführung, die keine persönlichen Offenlegungen erzwingt, sondern Raum für freiwillige Reflexion lässt. Kreative Zugänge wie das Schreiben eines „Neuanfang-Briefs“ an sich selbst, Rollenspiele zu Konfliktsituationen oder das Formulieren eigener Gedanken zur Vergebung können die Auseinandersetzung vertiefen. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern Wege aufzuzeigen, konstruktiv mit Schuld umzugehen und Hoffnungsperspektiven für ihr eigenes Leben zu entwickeln.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.1 Schuld und Vergebung. Gewissen, Umkehr, Versöhnung.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.1 Entscheidungen treffen: Gut und Böse.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Erfahrungen von Schuld und Sünde – Entscheidungssituationen

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