RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Stiftung lesen

Stiftung lesen

Zeitschriften in die Schulen

Arbeitsblätter für den Unterricht in der Sekundarstufe

Veröffentlichung:1.1.2023

Die Unterrichtsreihe „Zeitschriften in die Schulen“ mit 22 Seiten und acht Materialien ist ein umfangreiches Unterrichtsmaterial der Stiftung Lesen zur Förderung von Lese und Medienkompetenz in der Sekundarstufe . Es enthält vielfältige Arbeitsblätter für unterschiedliche Klassenstufen, die sich mit Aufbau, Gestaltung und Nutzung von Zeitschriften beschäftigen. Thematisch reicht das Material von grundlegenden Merkmalen von Zeitschriften über kreative Gestaltungsaufgaben bis hin zur Analyse von Werbung, Textsorten und Mediennutzung. Besonders hervorzuheben ist die Methode des Lesejournals, die den Lernprozess strukturiert begleitet und zur Reflexion anregt, wie auf Seite 3 beschrieben wird. Darüber hinaus werden sowohl analoge als auch digitale Medienformen berücksichtigt, wodurch ein lebensweltlicher Bezug für Schülerinnen und Schüler hergestellt wird.

Das Unterrichtsmaterial „Zeitschriften in die Schulen“ der Stiftung Lesen bietet auf 22 Seiten vielfältige Arbeitsblätter zur Förderung von Lesekompetenz und Medienkompetenz in der Sekundarstufe. Ein erster Teil richtet sich an die Klassenstufen 5 bis 7, ein zweiter Teil an Lernende ab Klassenstufe 8. Die jüngeren Lernenden untersuchen typische Merkmale von Zeitschriften, erstellen Zeitschriftenporträts, gestalten Titelseiten, erschließen Sachtexte und analysieren Werbung. Die älteren Lernenden reflektieren ihre Mediennutzung, unterscheiden Zeitschriftengattungen und Textsorten, erkunden digitale Angebote und beschäftigen sich mit Herstellung, Druck, Vertrieb und Berufen in der Zeitschriftenbranche. Den Abschluss bildet die Gestaltung einer eigenen Zeitschrift. Ein Glossar erklärt wichtige Fachbegriffe. Ergänzende Hinweise zeigen, wie die Arbeitsblätter in einem persönlichen Lesejournal gesammelt, dokumentiert, bewertet und reflektiert werden können. Das Material verbindet kurze Informationstexte mit Beobachtungsaufgaben, kreativen Gestaltungsimpulsen, Zusatzaufgaben und Möglichkeiten zur Selbsteinschätzung.

Products

Für den Religionsunterricht eignet sich das Material als methodische Grundlage zur Untersuchung religiöser Themen in Zeitschriften und anderen journalistischen Medien. Die Lehrkraft sollte dafür Ausgaben oder Beiträge auswählen, in denen Religion, Ethik, gesellschaftliche Verantwortung, religiöse Feste, Werte, Konflikte, Vorurteile, Lebensfragen oder Formen gelebten Glaubens vorkommen. Zu Beginn dürfen die Lernenden ein Zeitschriftenangebot frei erkunden. Dabei können sie festhalten, welche religiösen oder ethischen Themen sie entdecken, welche Bilder von Religion vermittelt werden und welche Fragen sich aus den Beiträgen ergeben. Eine Mindmap eignet sich, um Beobachtungen zu Titelbild, Überschriften, Bildern, Farben, Textmenge, Zielgruppe und vermuteter Aussage zu ordnen. Im anschließenden Austausch vergleichen die Lernenden ihre Wahrnehmungen und entwickeln gemeinsame Kriterien für die Analyse. Ein Zeitschriftenporträt kann um religionspädagogische Leitfragen ergänzt werden. Die Lernenden prüfen dann, welche Religionen sichtbar werden, wer über Religion spricht, welche Perspektiven fehlen und ob die Darstellung sachlich, wertschätzend oder vereinfachend wirkt. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Information, Meinung, Unterhaltung und Werbung. An konkreten Beiträgen können Nachricht, Bericht, Interview, Kommentar, Reportage und Rezension miteinander verglichen werden. Die Lernenden erkennen dabei, dass die Textsorte beeinflusst, wie ein religiöses Thema dargestellt und wahrgenommen wird. Für die Arbeit mit Sachtexten empfiehlt sich ein schrittweises Vorgehen. Zunächst werden Überschrift, Bilder und hervorgehobene Begriffe betrachtet. Danach formulieren die Lernenden Vermutungen zum Inhalt. Beim Lesen markieren sie Schlüsselbegriffe, gliedern den Text in Sinnabschnitte, notieren Fragen und fassen die Kernaussagen mit eigenen Worten zusammen. Religiöse Fachbegriffe sollten gemeinsam geklärt und in einem persönlichen Glossar gesammelt werden. Die Analyse von Werbung eröffnet Zugänge zu Konsum, Glück, Selbstbild, Verantwortung und Gerechtigkeit. Die Lernenden untersuchen, welche Bedürfnisse angesprochen werden, welche Vorstellungen eines gelungenen Lebens erscheinen und ob Menschen auf ihre Rolle als Konsumierende reduziert werden. Diese Beobachtungen können mit religiösen und ethischen Vorstellungen von Würde, Freiheit, Maßhalten, Nächstenliebe und Verantwortung verglichen werden. Auch die eigene Mediennutzung bietet einen lebensnahen Einstieg. Ein anonymisierter Fragebogen kann sichtbar machen, welche gedruckten und digitalen Medien verwendet werden, wie viel Zeit dafür eingesetzt wird und welchen Quellen die Lernenden vertrauen. Daran lässt sich eine Reflexion über Wahrheit, Glaubwürdigkeit, Manipulation und verantwortliche Kommunikation anschließen. Digitale Angebote von Zeitschriften sollten mit ihren gedruckten Ausgaben verglichen werden. Dabei können Navigation, Bilder, Videos, Kommentare, Verlinkungen und Möglichkeiten zur Beteiligung untersucht werden. Die Lernenden sollten außerdem prüfen, wie deutlich redaktionelle Inhalte und Werbung voneinander getrennt sind. Als übergreifende Arbeitsform empfiehlt sich das im Material vorgestellte Lesejournal. Darin sammeln die Lernenden Arbeitsergebnisse, persönliche Reaktionen, offene Fragen und Rückmeldungen zum eigenen Lernprozess. Vor Beginn müssen Kriterien zu Inhalt, Sprache, Vollständigkeit und Gestaltung transparent vereinbart werden. Partnerarbeit und Kleingruppenarbeit unterstützen den Austausch, benötigen aber klare Rollen, Gesprächsregeln und feste Redezeiten. Eine sinnvolle Abschlussaufgabe ist die Gestaltung einer eigenen Religionszeitschrift. Mögliche Inhalte sind ein Interview über gelebten Glauben, ein Bericht über ein religiöses Fest, ein Kommentar zu einer ethischen Streitfrage, eine Reportage über soziales Engagement, eine Vorstellung verschiedener Gebetsräume oder eine Rezension eines religiösen Mediums. Die Lernenden planen Zielgruppe, Titel, Themen, Textsorten, Bilder und Seitenaufbau. Dabei müssen sie Quellen korrekt angeben, Persönlichkeitsrechte beachten und religiöse Überzeugungen respektvoll darstellen. Zur Präsentation kann eine Ausstellung im Klassenraum durchgeführt werden. Rückmeldungen sollten sich auf vorher vereinbarte Kriterien beziehen und nicht nur die äußere Gestaltung, sondern auch sachliche Richtigkeit, Perspektivenvielfalt, sprachliche Verständlichkeit und religiöse Sensibilität berücksichtigen. Ein abschließendes Gespräch, ein Bewertungsbogen oder eine Zielscheibenevaluation ermöglicht die Reflexion des Lernfortschritts.


Besonders geeignet ist die Methode des Lesejournals, da sie individuelle Reflexion, Selbstbewertung und gemeinschaftliches Lernen verbindet. Lernenden können beispielsweise religiöse Themen in Zeitschriften analysieren oder eigene Beiträge zu ethischen Fragestellungen verfassen. Methodisch empfiehlt sich ein Wechsel von Einzelarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit, wie es im Material angelegt ist, um unterschiedliche Lernzugänge zu ermöglichen. Kreative Aufgaben wie das Gestalten eines eigenen Covers oder einer eigenen Zeitschrift fördern nicht nur Ausdrucksfähigkeit, sondern auch die Auseinandersetzung mit Botschaften und deren Wirkung. Im Sinne religiöser Bildung kann zudem die Analyse von Werbung genutzt werden, um Werte, Konsumkritik und Menschenbilder zu thematisieren. Lehrkräfte sollten klare Arbeitsaufträge geben, Reflexionsphasen einplanen und die Ergebnisse im Plenum sichern, um nachhaltige Lernprozesse zu gewährleisten.

Das Unterrichtsmaterial „Zeitschriften in die Schulen“ bietet eine strukturierte Sammlung von Arbeitsblättern, die schrittweise Kompetenzen im Umgang mit Medien aufbauen und sich gut in verschiedene Unterrichtsphasen integrieren lassen . Im Folgenden werden die einzelnen Materialien und ihre konkrete Verwendung im Unterricht beschrieben.

Zu Beginn steht das methodische Konzept des Lesejournals, das als roter Faden durch das gesamte Material dient. Es ermöglicht Schülerinnen und Schülern, ihre Arbeit zu dokumentieren, Lernprozesse zu reflektieren und Ergebnisse festzuhalten. Im Unterricht kann das Lesejournal sowohl individuell als auch in Gruppen geführt werden. Es eignet sich besonders für projektorientiertes Arbeiten und unterstützt selbstständiges Lernen sowie die Entwicklung von Reflexionskompetenz.

Das Arbeitsblatt „Merkmale von Zeitschriften“ führt in die Thematik ein. Schülerinnen und Schüler untersuchen reale Zeitschriften und erstellen eine Mindmap zu Gestaltung und Inhalt. Im Unterricht dient dieses Material zur Aktivierung von Vorwissen und zur Einführung grundlegender Begriffe. Die anschließende Partner und Klassendiskussion fördert kommunikative Kompetenzen und gemeinsames Lernen.

Das Arbeitsblatt „Meine Zeitschrift stellt sich vor“ vertieft die Auseinandersetzung mit einem konkreten Medium. Die Lernenden erstellen einen Steckbrief zu einer ausgewählten Zeitschrift. Dieses Material eignet sich besonders für die Förderung von Analysefähigkeiten und Präsentationskompetenz. Im Unterricht kann es gut mit kurzen Präsentationen oder Ausstellungen im Klassenraum kombiniert werden.

Mit „Zeitschriften kreativ gestalten“ wird ein handlungsorientierter Zugang eröffnet. Schülerinnen und Schüler entwerfen ein eigenes Cover und setzen sich mit Gestaltungselementen auseinander. Dieses Arbeitsblatt fördert Kreativität und ästhetisches Lernen. Im Unterricht bietet sich eine Präsentationsphase an, in der die Wirkung verschiedener Gestaltungen gemeinsam reflektiert wird.

Das Arbeitsblatt „Mit Sachtexten arbeiten“ vermittelt konkrete Lesestrategien. Die Schülerinnen und Schüler analysieren einen Text, markieren Schlüsselbegriffe und strukturieren Inhalte. Dieses Material ist besonders geeignet zur Förderung von Lesekompetenz und Textverständnis. Im Unterricht kann es differenziert eingesetzt werden, indem unterschiedlich anspruchsvolle Texte gewählt werden.

„Werbung in Zeitschriften“ thematisiert die Wirkung von Sprache und Bildern in der Werbung. Die Lernenden analysieren Anzeigen und entwickeln ein kritisches Bewusstsein für Beeinflussungsstrategien. Dieses Arbeitsblatt eignet sich im Unterricht besonders für Diskussionen über Werte, Konsum und Manipulation und lässt sich gut mit ethischen Fragestellungen verbinden.

Für höhere Klassenstufen bietet das Material „Meine Mediennutzung“ einen reflexiven Zugang. Schülerinnen und Schüler analysieren ihr eigenes Medienverhalten und werten Daten aus. Im Unterricht kann dies durch Diagramme und Klassenauswertungen ergänzt werden und fördert die Selbstreflexion sowie den bewussten Umgang mit Medien.

Der „Zeitschriften Steckbrief“ für ältere Lernende stellt eine vertiefte Analyse dar. Hier werden Aufbau, Zielgruppe, Inhalte und Gestaltung systematisch untersucht. Dieses Arbeitsblatt eignet sich besonders für eigenständiges Arbeiten und kann als Grundlage für Referate oder schriftliche Ausarbeitungen dienen.

Das Material „Zeitschriftengattungen“ vermittelt grundlegendes Wissen über verschiedene Arten von Zeitschriften. Schülerinnen und Schüler ordnen Beispiele zu und diskutieren Unterschiede. Im Unterricht kann dies durch Gruppenarbeit und Präsentationen umgesetzt werden, wodurch kooperatives Lernen gefördert wird.

Mit „Digitale Angebote“ wird die Verbindung zwischen Print und digitalen Medien hergestellt. Die Lernenden vergleichen Zeitschriften mit ihren Onlineangeboten. Dieses Arbeitsblatt eignet sich besonders für Diskussionen über Medienwandel und kann in Debattenformaten eingesetzt werden.

Das Arbeitsblatt „Textsorten“ führt in journalistische Darstellungsformen ein. Schülerinnen und Schüler lernen Unterschiede zwischen Nachricht, Kommentar oder Reportage kennen. Im Unterricht kann dies durch eigene Schreibaufgaben vertieft werden, wodurch Schreibkompetenz gefördert wird.

„Entwicklung Druck und Vertrieb einer Zeitschrift“ gibt Einblicke in Produktionsprozesse. Die Lernenden arbeiten arbeitsteilig und erstellen Präsentationen. Dieses Material eignet sich besonders für projektorientierten Unterricht und fördert das Verständnis für Arbeitsabläufe.

Das Arbeitsblatt „Berufe in der Zeitschriftenbranche“ vermittelt Berufsorientierung durch ein spielerisches Kreuzworträtsel. Im Unterricht kann dies durch weiterführende Recherchen ergänzt werden und bietet Anknüpfungspunkte für die Berufsorientierung.

Abschließend ermöglicht „Eine eigene Zeitschrift gestalten“ ein umfassendes Projekt. Schülerinnen und Schüler planen, gestalten und präsentieren eine eigene Ausgabe. Dieses Material eignet sich hervorragend für fächerübergreifenden Unterricht und fördert Teamarbeit, Kreativität und Eigenverantwortung.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.1 Ein eigener Mensch werden. Entwicklung der Persönlichkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.2 Vom Umgang mit Freiheit: Gebot und Gewissen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • sich entscheiden (müssen)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.