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Roswitha Pendl-TodorovicHans NeuholdVeronika FeinerHeinz Finster Kurt ZislerIngrid Hipp

Roswitha Pendl-Todorovic,

Hans Neuhold,

Veronika Feiner,

Heinz Finster ,

Kurt Zisler,

Ingrid Hipp

Glaubensspuren entdecken. Als Kirche Jesu Christi unterwegs.

Veröffentlichung:1.1.2017

Die Unterrichtseinheit "Glaubensspuren entdecken. Als Kirche Jesu Christi unterwegs." von Seite 101 bis Seite 110 mit 10 Seiten stammt aus dem Buch fragen und verstehen mit 124 Seiten.

Die Einheit zeigt wie Christen sind als Kirche Jesu Christi unterwegs sind und beschäftigt sich mit dem Leben der Kirche sowie mit dem Glauben der Menschen in Vergangenheit und Gegenwart. Die Lernenden entdecken Spuren des christlichen Glaubens im Alltag, in Kirchenräumen, in Symbolen, Festen, Gebeten und im Zusammenleben von Menschen. Die Einheit zeigt Kirche nicht nur als Gebäude, sondern als Gemeinschaft von Menschen, die miteinander glauben, feiern, helfen und Hoffnung weitergeben. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen von Gemeinschaft, Zusammenhalt, Nächstenliebe und gelebtem Glauben. Die Lernenden begegnen verschiedenen Ausdrucksformen des christlichen Glaubens und setzen sich mit Fragen auseinander wie: Wo begegnet uns Kirche? Wie leben Menschen ihren Glauben? Welche Spuren hinterlässt Jesus bis heute? Durch Geschichten, Bilder, Gebete und kreative Aufgaben wird deutlich, dass Menschen als Kirche gemeinsam unterwegs sind und Verantwortung füreinander übernehmen. Die Einheit lädt dazu ein, die Kirche als Ort der Gemeinschaft, des Feierns und der Hoffnung wahrzunehmen und eigene Glaubensspuren zu entdecken.

Das Medium „fragen und verstehen. Religion VS 3“ ist ein Schulbuch für den katholischen Religionsunterricht der dritten Klasse Volksschule. Es begleitet die Lernenden durch zentrale Themen religiöser Bildung und verbindet dabei Fragen aus ihrer Lebenswelt mit biblischen Erzählungen, christlichen Glaubensinhalten und Möglichkeiten persönlichen Nachdenkens und Gestaltens. Das Buch ist in sieben größere Themenbereiche gegliedert. Diese beschäftigen sich mit Lebensfragen und der Suche nach Orientierung, mit Josef und seinen Brüdern, mit der Nähe Gottes in Jesus, mit dem Lernen von Jesus, mit Erlösung und Versöhnung, mit dem Wirken des Heiligen Geistes sowie mit Glaubensspuren und Kirche. Ein besonderes Gewicht liegt auf dem Fragen als Ausgangspunkt religiösen Lernens. Fragen nach der eigenen Person, nach Gott, nach dem Sinn des Lebens, nach Leid und Tod sowie nach einem gelingenden Zusammenleben werden aufgegriffen und mit religiösen Deutungsangeboten verbunden. Das Medium arbeitet mit Erzählungen, Bildern, Fotografien, biblischen Texten, Liedern, Gebeten, kreativen Aufgaben und wiederkehrenden Identifikationsfiguren. Lena, Vera und Paul begleiten die Lernenden mit ihren Erfahrungen, Gedanken und Fragen durch das Schuljahr. Unterschiedliche Aufgabenformate regen zum Wahrnehmen, Beschreiben, Verstehen, Deuten, Gestalten, Handeln, Besprechen, Beurteilen, Entscheiden, Mittun und Informieren an.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige Möglichkeiten für einen lebensweltorientierten, subjektbezogenen und kompetenzorientierten Unterricht. Besonders geeignet ist es, einzelne Seiten oder Doppelseiten als Ausgangspunkt einer Unterrichtseinheit zu verwenden und nicht ausschließlich linear mit dem Buch zu arbeiten. Bilder und Fotografien können zunächst ohne erklärenden Text betrachtet werden. Die Lernenden beschreiben, was sie wahrnehmen, formulieren Vermutungen und entwickeln eigene Fragen. Dadurch wird ihre Wahrnehmungsfähigkeit gefördert und zugleich Raum für persönliche Erfahrungen und unterschiedliche Deutungen geschaffen. Die im Buch immer wieder auftretenden Fragen eignen sich für Unterrichtsgespräche, Partnergespräche, Gesprächskreise und stille Einzelarbeit. Besonders die großen Lebensfragen können auf Karten gesammelt, geordnet und zu einer gemeinsamen Fragenwand zusammengestellt werden. 

Das Buch selbst schlägt beispielsweise vor, große Fragen in Gruppen zu sammeln, nach Themen zu ordnen und eine Fragewand zu gestalten. Dabei sollte nicht vorschnell nach eindeutigen Antworten gesucht werden. Religionspädagogisch bedeutsam ist vielmehr, dass Lernende erfahren, dass Fragen zum Menschsein gehören und Religion, Philosophie und Wissenschaft auf unterschiedliche Weise nach Antworten und Deutungen suchen. Persönliche Fragen können freiwillig eingebracht werden. Gerade bei sensiblen Themen wie Krankheit, Tod, Trauer, Streit oder familiären Erfahrungen ist darauf zu achten, dass Lernende selbst entscheiden können, was sie von sich erzählen möchten. Kreative Methoden bieten hier alternative Ausdrucksmöglichkeiten. Gedanken können gemalt, in Symbolen dargestellt, in einem Gebet formuliert oder in einem persönlichen Schatzkästchen festgehalten werden. Das im Buch vorgesehene Schatzkästchen schafft ausdrücklich Raum für persönliche Gedanken, Worte, Fotos und Zeichnungen. 

Biblische Texte können zunächst erzählt oder gemeinsam erschlossen und anschließend mit den Erfahrungen der Lernenden in Beziehung gesetzt werden. Dabei empfiehlt es sich, zwischen der Wahrnehmung des Textes, seiner Deutung und der persönlichen Auseinandersetzung zu unterscheiden. Methoden wie Standbilder, Rollenspiele, Bodenbilder, Klanggeschichten, kreatives Schreiben, Bildgestaltung, Gesprächskreise und szenisches Erzählen ermöglichen unterschiedliche Zugänge. Auch die wiederkehrenden Figuren Lena, Vera und Paul können methodisch genutzt werden, indem Lernende deren Gedanken ergänzen, mögliche Entscheidungen diskutieren oder Perspektiven einzelner Figuren übernehmen. Bei Themen des Zusammenlebens können konkrete Situationen aus den Erzählungen zum Ausgangspunkt werden, um über Gemeinschaft, Verschiedenheit, Konflikte und Versöhnung nachzudenken. Bereits zu Beginn regt das Medium dazu an, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken sowie über Vertrautes und Fremdes nachzudenken. Die Aufgaben sollten dabei entsprechend den sprachlichen, religiösen und persönlichen Voraussetzungen der Lerngruppe differenziert werden. Lernende können ihre Gedanken mündlich, schriftlich, bildnerisch, musikalisch oder körperlich ausdrücken. Für Phasen der Sicherung eignet sich ein Religionsheft, ein Lerntagebuch oder eine persönliche Sammlung wichtiger Gedanken, Symbole und Fragen. Auf diese Weise wird das Schulbuch nicht nur als Informationsquelle verwendet, sondern als Impulsgeber für religiöses Fragen, gemeinsames Nachdenken, persönliche Positionierung und die Entwicklung einer eigenen religiösen Sprache.


Besonders geeignet sind Unterrichtsgespräche über persönliche Erfahrungen mit Kirche, Gottesdiensten, Festen oder religiösen Symbolen. Die Lernenden können eigene Erlebnisse erzählen und entdecken, wo ihnen Glaube im Alltag begegnet. Kirchenräume, Bilder oder religiöse Zeichen eignen sich hervorragend als Gesprächsimpulse und fördern die Wahrnehmung religiöser Ausdrucksformen. Lehrkräfte können kreative Methoden wie Kirchenraumerkundungen, Symbolkarten, Collagen oder Glaubenswege einsetzen, damit Lernende ihren eigenen Zugang zu Kirche und Glauben entwickeln. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit Besuchen in einer Kirche oder mit Begegnungen mit Menschen, die in der Kirche tätig sind. Rollenspiele, Interviews oder Gruppenarbeiten fördern die aktive Auseinandersetzung mit Themen wie Gemeinschaft, Helfen, Teilen und Verantwortung. Die Einheit eignet sich zudem hervorragend für projektorientiertes Arbeiten, etwa beim Gestalten eines Klassenkreuzes, einer Gebetsecke oder eines Gemeinschaftsplakates. Rituale, Gebete und Lieder unterstützen die spirituelle Dimension des Unterrichts und schaffen eine wertschätzende Lernatmosphäre. Durch offene Aufgabenstellungen können Lernende ihre Gedanken, Fragen und Erfahrungen individuell ausdrücken. Die Einheit fördert soziales Lernen und stärkt das Bewusstsein dafür, dass Kirche aus Menschen besteht, die miteinander auf dem Weg sind. Auch inklusive Lernsettings werden durch die anschauliche Gestaltung und die unterschiedlichen Lernzugänge unterstützt. Die Verbindung von religiösem Wissen mit konkreten Erfahrungen aus dem Alltag eröffnet einen kindgerechten Zugang zum Verständnis von Kirche und christlichem Glauben.

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