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Aus der Stille, in die Stille

Veröffentlichung:1.1.2025

Der Fachartikel „Aus der Stille, in die Stille. Von den Worten des Menschen, dem Klang der Musik und der Stimmung des Schweigens“ von Holger Zaborowski ist im Heft ru-heute erschienen und umfasst ca. 5 Seiten (S. 7–11).

Der Beitrag reflektiert die Bedeutung von Stille, Sprache und Musik für das menschliche Leben und für religiöse Erfahrung. Theologisch behandelt der Artikel Fragen nach dem Ursprung des Menschen, der Bedeutung des Wortes, der Gottesbegegnung in der Stille sowie dem Verhältnis von Klang, Musik und Transzendenz. Außerdem wird thematisiert, wie Stille im christlichen Kontext mit Geburt, Tod und Offenbarung Gottes verbunden ist.

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Der Artikel beschreibt die Stille als grundlegenden Ursprung allen Seins. Noch bevor etwas existierte, war Stille. Aus dieser Stille entsteht die Welt und aus ihr kommt auch der Mensch. Wenn ein Mensch geboren wird, beginnt er zunächst mit einfachen Lauten. Erst mit dem Sprechen entwickelt sich eine besondere Form menschlicher Ausdrucksfähigkeit. Durch Worte zeigen Menschen ihr Inneres und treten in Beziehung zur Welt, zu anderen Menschen und zu Gott. Das erste Wort eines Kindes ist deshalb ein bedeutendes Ereignis, weil der Mensch damit aus der wortlosen Stille heraustritt und bewusst in die Welt der Sprache eintritt.

Die Welt selbst ist voller Geräusche. Natur, Technik und menschliches Handeln erzeugen ständig Klänge. Wirkliche Stille ist daher selten und für viele Menschen ungewohnt. Wenn sie eintritt, kann sie verunsichern oder sogar Angst auslösen, weil vertraute Geräusche fehlen. In dieser Erfahrung kann der Mensch sich selbst und seine Existenz in Frage stellen. Stille kann jedoch auch eine positive Dimension haben. In ihr kann sich ein tieferer Sinn eröffnen. Viele Religionen sehen in der Stille einen besonderen Ort der Gottesbegegnung. Wenn alle Geräusche verstummen, kann sich ein Sinn zeigen, der über die alltäglichen Worte hinausgeht. Deshalb spielt Stille auch im christlichen Glauben eine wichtige Rolle, etwa in der stillen Nacht der Geburt Jesu oder in der Stille des Karfreitags.

Neben der Stille wird im Artikel die Bedeutung der Musik hervorgehoben. Menschen musizieren in vielen Formen und bringen dabei neue Klänge hervor. Musik ist nicht nur Nachahmung der Natur, sondern ein Ausdruck menschlicher Kreativität. Aus der Stille entsteht ein neuer Klang, der eine eigene Welt eröffnet. Musik kann Menschen berühren, trösten und Hoffnung geben. Sie kann sogar Widerstand gegen Sinnlosigkeit leisten, weil sie einen Raum von Sinn und Schönheit eröffnet. In diesem Sinn wird Musik als ein Ort verstanden, an dem menschliche Kreativität etwas von der schöpferischen Freiheit Gottes widerspiegelt.

Auch die Stille spielt innerhalb der Musik eine wichtige Rolle. Pausen und das Verklingen eines Tons gehören zum musikalischen Ausdruck. Nach dem Ende eines Musikstücks entsteht eine besondere Stille, die anders klingt als die Stille davor, weil sie von der Erfahrung der Musik geprägt ist. Ein bekanntes Beispiel dafür ist das Stück 4 Minuten 33 Sekunden von John Cage, das ausschließlich aus Stille besteht und dadurch die Aufmerksamkeit auf das Hören selbst lenkt.

Schließlich richtet der Artikel den Blick auf Anfang und Ende des menschlichen Lebens. Menschen kommen aus der Stille und kehren am Ende ihres Lebens wieder in sie zurück. Zwischen diesen beiden Polen bewegen sich Sprechen und Schweigen. Letzte Worte eines Menschen können eine besondere Bedeutung haben, weil sie das Leben zusammenfassen oder ein Vermächtnis hinterlassen. Gleichzeitig erinnert die Stille des Todes daran, dass jedes menschliche Leben begrenzt ist. Für gläubige Menschen kann diese Stille jedoch auch Hoffnung enthalten, weil sie auf einen tieferen Sinn und auf Gott verweist. So beschreibt der Artikel das menschliche Leben als einen Weg von der Stille in die Stille, in dem Worte, Musik und Schweigen zentrale Ausdrucksformen des Menschseins sind.

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Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

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Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 5. Der Mensch und seine Religiosität.

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 6. Der Mensch als das sich transzendierende Wesen.

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15.3.2026

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