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Der Erste Weltkrieg erklärt (2/4): die afrikanische Perspektive | DW Deutsch

Veröffentlichung:10.11.2018

Das Video beleuchtet den Ersten Weltkrieg aus afrikanischer Perspektive und zeigt, welche tiefgreifenden Folgen der Krieg für den afrikanischen Kontinent hatte. Es beschreibt, wie Millionen Afrikaner von europäischen Kolonialmächten als Soldaten, Träger oder Arbeitskräfte eingesetzt wurden und unter Hunger, Gewalt und wirtschaftlichem Zusammenbruch litten. Zudem erklärt das Medium die Neuaufteilung deutscher Kolonien nach dem Krieg und macht deutlich, dass viele heutige Konflikte in afrikanischen Staaten auf koloniale Grenzziehungen und Herrschaftsstrukturen zurückgehen. An Beispielen wie Kamerun und Namibia wird gezeigt, wie koloniale Politik langfristige Spannungen, Unterdrückung und gesellschaftliche Konflikte verursachte.

Mehr als zwei Millionen Afrikaner, Zivilisten und Soldaten wurden im Ersten Weltkrieg getötet. Ob in Afrika selbst oder in Europa, zahlreiche Afrikaner wurden von ihren Kolonialherren zum Kriegsdienst gezwungen. Die Folgen sind noch heute spürbar.

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Lernende können erkennen, dass Krieg, Kolonialismus und Machtpolitik weitreichende Folgen für Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit haben. Das Medium eröffnet einen Perspektivwechsel, weil der Erste Weltkrieg nicht nur aus europäischer Sicht dargestellt wird, sondern die Erfahrungen afrikanischer Menschen in den Mittelpunkt rückt. Didaktisch kann das Medium als Einstieg in Themen wie Kolonialismus, globale Ungerechtigkeit, Erinnerungskultur oder Verantwortung genutzt werden. Vor der Sichtung können Lernende Vermutungen darüber äußern, welche Rolle Afrika im Ersten Weltkrieg spielte. Während der Sichtung bieten sich Beobachtungsaufträge zu den Aufgaben afrikanischer Soldaten, zu den Folgen kolonialer Herrschaft und zu langfristigen Konflikten an. Nach der Sichtung können Lernende historische Karten analysieren, Ursachen heutiger Konflikte untersuchen oder über die Verantwortung ehemaliger Kolonialmächte diskutieren. Methodisch eignen sich Gruppenarbeit, Zeitstrahl, Perspektivwechsel, Quellenarbeit oder Rollenspiele. Im Religionsunterricht kann das Medium mit Fragen nach Frieden, Gerechtigkeit, Verantwortung und der gleichen Würde aller Menschen verbunden werden. Ebenso bietet sich eine Auseinandersetzung mit biblischen Friedensvorstellungen und mit der Frage an, wie Versöhnung und gerechtes Zusammenleben gelingen können. Wichtig ist, Lernenden Raum für kritische Reflexion zu geben und koloniale Sichtweisen bewusst zu hinterfragen.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.4 Kirche im Wandel der Zeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 6. Inkulturation und Abschied vom Eurozentrismus: Impulse aus den jungen Kirchen.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 3. Gesellschaftlich-politische Verantwortung aus christlicher Motivation.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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