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Suche Frieden und jage ihm nach

Mit dem Gebot der Feindesliebe gewaltfrei handeln

Veröffentlichung:15.12.2021

Die Unterrichtsstunde "Suche den Frieden und jage ihm nach" mit 17 Seiten und Materialien thematisiert Konflikt, Streitschlichtung und Friedensvisionen global und in der eigenen Lebenswelt. Der biblische Bezug wird über Jesaja 9 erreicht. Die Feindesliebe spielt dabei eine besondere Rolle. Das Material ist in zwei Bausteinen gegliedert.

Die Unterrichtsstunde stellt eine ausführliche Konfirmandeneinheit zum Thema Frieden und Feindesliebe vor. Ausgangspunkt ist die Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“ aus Psalm 34 sowie die Friedensvision des Propheten Jesaja. Die Einheit verbindet biblische Friedensvorstellungen mit aktuellen Erfahrungen von Gewalt, Ausgrenzung und Konflikten im Alltag Jugendlicher. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Mobbing, Diskriminierung, Ausgrenzung von Flüchtlingen und Beleidigungen gegenüber Menschen mit Behinderung. Die Lernenden entwickeln eigene Friedensvisionen, gestalten kreative Bilder und setzen sich mit dem Gebot der Feindesliebe auseinander. Durch Rollenspiele und Standbilder werden konkrete Handlungsmöglichkeiten für gewaltfreies Verhalten eingeübt. Das Medium zeigt Frieden nicht nur als theoretische Idee, sondern als konkrete Aufgabe im Umgang miteinander. Besonders hervorgehoben wird die Verbindung von christlicher Friedensethik, Empathie und praktischem Handeln im Alltag.

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Didaktisch eignet sich die Unterrichtsstunde besonders für den Konfirmandenunterricht sowie für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I. Die Einheit verfolgt einen handlungsorientierten und erfahrungsbezogenen Ansatz, der emotionale, kreative und reflektierende Lernformen miteinander verbindet. Methodisch arbeiten die Lernenden mit inneren Bildern, Gesprächsrunden, kreativen Gestaltungen, Standbildern und Rollenspielen. Besonders wertvoll ist die Verbindung von biblischen Texten mit konkreten Alltagssituationen der Jugendlichen. Die Einheit beginnt mit einer meditativen Annäherung an die Friedensvision aus Jesaja, wodurch Lernende eigene Vorstellungen und Gefühle wahrnehmen können. Anschließend setzen sie sich mit Schlagzeilen zu Ungerechtigkeit, Mobbing und Ausgrenzung auseinander und formulieren diese in positive Friedensvisionen um. Durch die Gestaltung eigener Friedensbilder werden kreative Ausdrucksformen gefördert und persönliche Zugänge ermöglicht. Im zweiten Teil der Einheit stehen Konfliktsituationen aus dem Alltag im Mittelpunkt. Die Lernenden analysieren Situationen von Mobbing, Diskriminierung und Ausgrenzung und entwickeln mithilfe des Gebots der Feindesliebe alternative Handlungsmöglichkeiten. Besonders die Rollenspiele fördern Empathie, Perspektivwechsel und soziale Kompetenzen. Lernende üben gewaltfreies Handeln ein und reflektieren, wie Frieden konkret im Alltag gestaltet werden kann. Das Medium eignet sich hervorragend zur Förderung von Wertebildung, Konfliktfähigkeit und christlicher Friedensethik. Darüber hinaus eröffnet die Einheit intensive Gespräche über Gerechtigkeit, Menschenwürde, Zivilcourage und Verantwortung. Durch die kreative und aktive Arbeitsweise entsteht ein lebensnaher Zugang zu zentralen Themen christlichen Glaubens und gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Das erste Material ist eine Erzählung zur Friedensvision aus Jesaja 9. Die Lernenden sitzen im Stuhlkreis, hören die Erzählung mit geschlossenen Augen und entwickeln dabei innere Bilder von Frieden. Anschließend berichten sie in einer Gesprächsrunde von ihren Vorstellungen und Eindrücken. Im Unterricht entsteht dadurch ein meditativer und emotionaler Zugang zum Thema Frieden und Friedenshoffnung.

Ein weiteres Material enthält Schlagzeilen zu aktuellen Formen von Unfrieden und Ungerechtigkeit. Themen sind unter anderem Mobbing, Diskriminierung, Ausgrenzung von Flüchtlingen oder Benachteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichte. Die Lernenden wählen Schlagzeilen aus und formulieren diese in positive Friedensbotschaften um. Dadurch wird deutlich, wie Frieden konkret aussehen könnte und welche Veränderungen notwendig wären.

Ein kreatives Material besteht aus schwarzem Tonpapier und bunter Kreide. Die Lernenden gestalten in Zweiergruppen eigene Bilder einer friedlichen Welt. Dabei überlegen sie, wie die Welt aussehen würde, wenn Frieden und Gerechtigkeit herrschen würden. Anschließend präsentieren sie ihre Bilder und erklären ihre Friedensvisionen vor der Gruppe. Die Präsentationen können sogar gefilmt und zu einem Kurzclip zusammengeschnitten werden. Im Unterricht werden dadurch Kreativität, Ausdrucksfähigkeit und Reflexion gefördert.

Ein weiteres Material sind Zeitungsberichte über konkrete Konfliktsituationen. Dazu gehören ein Flüchtling, der aus einem Sportverein ausgeschlossen wird, Mobbing in der Schule sowie die Beleidigung eines Rollstuhlfahrers im Bus. Die Lernenden lesen die Berichte in Gruppen und setzen die Situationen als Standbilder um. Dabei überlegen sie gemeinsam, welche Gefühle, Rollen und Konflikte in den Szenen sichtbar werden. Die anderen Gruppen versuchen anschließend, die dargestellten Situationen zu deuten. Durch diese Methode lernen die Jugendlichen, Konflikte genauer wahrzunehmen und sich in unterschiedliche Perspektiven hineinzuversetzen.

Das zentrale biblische Material ist das Gebot der Feindesliebe aus Matthäus 5,43 bis 48. Die Lernenden lesen den Bibeltext gemeinsam und tauschen erste Eindrücke aus. Im Unterricht wird anschließend diskutiert, wer in den Beispielen als „Feind“ erscheint und wie Feindesliebe konkret aussehen könnte. Dabei geht es auch um schwierige Fragen, etwa ob Feindesliebe Grenzen hat oder ob Gewaltfreiheit Menschen schwach macht. Die Diskussion fördert theologisches Nachdenken und ethische Urteilsbildung.

Ein weiteres Material enthält verschiedene Positionen Jugendlicher zum Gebot der Feindesliebe. Die Lernenden lesen unterschiedliche Aussagen und positionieren sich im Raum zu der Meinung, die sie am meisten überzeugt. Anschließend diskutieren sie ihre Sichtweisen miteinander. Im Unterricht entsteht dadurch ein offener Austausch über persönliche Einstellungen zu Gewalt, Vergebung und Konflikten.

Besonders handlungsorientiert ist das Material zu den Rollenspielen. Die Lernenden entwickeln ausgehend von den Konfliktsituationen alternative Handlungsmöglichkeiten im Sinn der Feindesliebe. Sie überlegen gemeinsam, wie Konflikte gewaltfrei gelöst werden können, und spielen ihre Lösungen vor der Gruppe nach. Anschließend reflektieren alle gemeinsam, ob die dargestellten Lösungen realistisch und friedlich sind. Diese Methode stärkt Empathie, Konfliktfähigkeit und soziale Kompetenzen.

Zusätzlich enthält die Einheit Materialien für Reflexionsphasen und Gesprächsimpulse. Die Lernenden schreiben eigene Aussagen zur Bedeutung von Feindesliebe auf oder diskutieren darüber, wie Frieden im Alltag entstehen kann. Dadurch werden persönliche Erfahrungen mit biblischen Friedensvorstellungen verbunden.


Der Einstieg gelingt über einen Vers von Jesaja zu dessen Friedensvision. Der Text von Jesaja kann auch als Fantasiereise verwendet werden, da er sehr viel bildhafte Worte enthält. Der Text ist im Material enthalten. Ein zweiter Schritt thematisiert Ungerechtigkeit und Unfrieden in der Gegenwart. Im Material ist dazu eine Reihe von Zitaten aus Zeitungen enthalten. Dies kann als Gruppenarbeit erfolgen. Die Gruppen begründen ihre Auswahl eines Zitates. Der nachfolgende Schritt untersucht die Vision vom Friedensreich. Dabei wird in Gruppenarbeit eine Vorstellung einer friedlichen Welt entwickelt und präsentiert. Dies kann in Form eines Bildes oder Plakates geschehen.

Der zweite Baustein thematisiert das Gebot der Feindesliebe. Aus einem von 3 Berichten im Material wird in Gruppenarbeit ein Standbild erstellt. In Material 4 ist die entsprechende Anleitung enthalten. Die Standbilder werden aufgebaut und die anderen Gruppen versuchen deren Intention zu erkennen.

In einem abschließenden Schritt wird das Gebot der Feindesliebe in Matthäus gelesen. Assoziationen dazu können z.B. Als Mindmap in Gruppen gesammelt werden. Schwierigkeiten und Vorteile der Umsetzung im eigenen Leben oder auch in der Welt als Ganzes, können besprochen werden.

Material:

M1 – Erzählung nach Jesaja 9,1-5

M2 – Schlagzeilen schwarzer Tonkarton (für je zwei Konfis einen Bogen), bunte und weiße Tafelkreide, Haarspray Videokamera und idealerweise Stativ

M3 – Zeitungsberichte

M4 – Arbeitsauftrag Standbild Bibeln

M5 – Feindesliebe-Positionen

M6 – Arbeitsauftrag Rollenspiel

M7 – leere Sprechblase

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