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Glaube & Gesellschaft im Gespräch | Universität Fribourg

Glaube & Gesellschaft im Gespräch | Universität Fribourg

Was dem modernen Denken fehlt

Veröffentlichung:7.9.2020

Dieses Video thematisiert die Sicht der Menschheit auf die Welt. Wenn aus einem Goldfisch in einem Wasserglas eine Menge Kohlenstoff in H2O wird, so ist dies Szientismus. Sinn wird durch Analyseergebnisse ersetzt. Dadurch wird das ganze der Wirklichkeit auf bestimmte naturwissenschaftliche Zusammenhänge reduziert. In dieser Welt kommen wir als lebende, denkende, fühlende Menschen mit persönlicher Geschichte nicht vor. Auf die Frage, warum brennt eine Kerze, gibt es viele antworten, z B. Sauerstoff verbrennt oder es ist Weihnachten. Beides sind unterschiedliche Beschreibungs- und Sinnebenen. Die Geisteswissenschaften gehen über die Materie der Naturwissenschaften hinaus. Beide Perspektiven sind von Bedeutung zum Verständnis der Welt.

Der Erfolg der Wissenschaften verdanken sie ihrer Methode: der Reduktion. Lässt sich dieser Ansatz auch auf andere Bereiche des Lebens anwenden?

Das Video „Was dem modernen Denken fehlt“ aus der Reihe „Glaube und Gesellschaft“ setzt sich kritisch mit dem modernen wissenschaftlichen Denken auseinander und fragt nach dessen Grenzen. Ausgehend von der Beobachtung, dass in der Moderne vor allem die Naturwissenschaften als Quelle verlässlichen Wissens gelten, wird das Prinzip des Reduktionismus erläutert: Komplexe Phänomene werden auf ihre kleinsten Bestandteile zurückgeführt. Die Gesprächspartner betonen die großen Erfolge dieser Herangehensweise, weisen jedoch zugleich darauf hin, dass menschliche Erfahrungen, ethische Fragen, ästhetische Wahrnehmungen, religiöse Deutungen und zwischenmenschliche Beziehungen nicht vollständig naturwissenschaftlich erklärt werden können. An anschaulichen Beispielen wird verdeutlicht, dass verschiedene Perspektiven auf die Wirklichkeit unterschiedliche, aber gleichermaßen bedeutsame Zugänge eröffnen. Das Video plädiert für ein vielschichtiges Verständnis von Wirklichkeit und hebt die Bedeutung der Geisteswissenschaften sowie der Theologie hervor. Zudem wird die Frage aufgeworfen, wie Menschen ihre eigene Lebendigkeit, Wahrnehmung und Erfahrung verstehen können, ohne sich ausschließlich als Produkt biologischer und physikalischer Prozesse zu betrachten.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders in der Sekundarstufe II sowie in leistungsstarken Lerngruppen der Sekundarstufe I. Es kann im Themenbereich Mensch und Weltbild, Glaube und Wissenschaft, Anthropologie, Erkenntnistheorie oder Ethik eingesetzt werden. Methodisch bietet sich zunächst ein Impuls über unterschiedliche Deutungen derselben Situation an, etwa anhand der im Video verwendeten Friedhofsszene. Die Lernenden können verschiedene Antwortmöglichkeiten sammeln und anschließend diskutieren, welche Fragen naturwissenschaftlich beantwortet werden können und welche andere Zugänge erfordern. Während der Sichtung können Arbeitsaufträge vergeben werden, bei denen Argumente für und gegen einen naturwissenschaftlichen Reduktionismus festgehalten werden. In Gruppenarbeiten können die Lernenden unterschiedliche Perspektiven auf Wirklichkeit untersuchen, beispielsweise naturwissenschaftliche, ethische, religiöse, ästhetische oder psychologische Zugänge. Besonders gewinnbringend ist eine Podiumsdiskussion, in der Lernende verschiedene Fachrichtungen vertreten und deren Sichtweisen auf aktuelle Fragen wie Klimawandel, Künstliche Intelligenz oder medizinische Entscheidungen darstellen. Ebenso kann das Video mit Positionen von Philosophen und Theologen wie Thomas Fuchs, Hartmut Rosa oder Karl Rahner verglichen werden. Die zentrale didaktische Chance besteht darin, die Fähigkeit zum Perspektivwechsel zu fördern und Lernende für die Frage zu sensibilisieren, welche Erkenntnisformen für ein umfassendes Verständnis des Menschen und der Wirklichkeit notwendig sind. Das Medium unterstützt damit die Entwicklung von Urteilsfähigkeit, Dialogkompetenz und reflektierter Weltdeutung.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.3 Religionskritik – Bestreitung der Vernünftigkeit des Gottesglaubens.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 5. Der Mensch und seine Religiosität.

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

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