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Sketch Bibel

Sketch Bibel

Aug' um Auge, Zahn um Zahn | Mt 5, 38-48 | Sketch-Bibel #147

Veröffentlichung:16.2.2023

Das Video aus der Reihe „Sketch Bibel“ beschäftigt sich mit einer der bekanntesten und zugleich herausforderndsten Aussagen Jesu aus der Bergpredigt: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ und der Aufforderung, die andere Wange hinzuhalten. Zunächst wird erläutert, dass die alttestamentliche Regel ursprünglich keine Aufforderung zur Rache war, sondern vielmehr dazu diente, Gewalt zu begrenzen und ein angemessenes Maß der Vergeltung sicherzustellen. Anschließend zeigt das Video, wie Jesus diese Regel radikal erweitert und zur Feindesliebe sowie zum Verzicht auf Vergeltung aufruft. Dabei werden die Spannungen zwischen menschlicher Erfahrung, dem Wunsch nach Gerechtigkeit und dem hohen ethischen Anspruch der Bergpredigt thematisiert. Das Video endet mit der Überlegung, dass christliche Nächsten und Feindesliebe oft eine Überforderung darstellen können und deshalb auch als Einladung verstanden werden dürfen, Gottes Hilfe für Versöhnung und Vergebung in Anspruch zu nehmen.

Auge um Auge, Zahn um Zahn — dieser Satz aus der Tora war seinerzeit ein echter Fortschritt. Jesus überschreitet nun diese Auffassung in der Bergpredigt sogar in doppelter Hinsicht: sie sei nicht nur veraltet, sondern er stellt sogar einen diametralen Gegensatz auf: „ Ich aber sage euch: ... Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin“. Was für eine krasser Anspruch, die Feinde auch noch lieben zu sollen! Christentum ist und bleibt fordernd und manchmal auch eine Überforderung.

Das Video thematisiert den Ausspruch "Auge um Auge, Zahn um Zahn" aus der Tora und Jesus' radikale Neuinterpretation dieses Prinzips. Jesus fordert seine Anhänger auf, Gewalt und Rache zu vermeiden und stattdessen großzügig und bedingungslos zu sein. Die Bergpredigt stellt alte Maßstäbe infrage und zeigt eine alternative Perspektive auf. Das Christentum stellt hohe Ansprüche an seine Gläubigen, wie Feinde zu lieben und Vergebung zu üben. Es kann eine Herausforderung sein, diesen Forderungen gerecht zu werden, aber es gibt auch Raum für die Bitte um göttliche Unterstützung. Das Video ermutigt zu einem reflektierten Umgang mit diesen Themen und wünscht eine gesegnete Woche.


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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders im Themenfeld Bergpredigt, christliche Ethik, Gewalt und Versöhnung sowie Nachfolge Jesu. Der kurze und verständliche Aufbau ermöglicht einen motivierenden Einstieg in die Auseinandersetzung mit den Antithesen der Bergpredigt. Lernende können zunächst ihre spontanen Reaktionen auf die Forderung Jesu formulieren und diskutieren, ob das Hinhalten der anderen Wange im Alltag überhaupt realistisch erscheint. Anschließend bietet sich eine arbeitsteilige Analyse der verschiedenen Beispiele Jesu an, um die dahinterliegenden ethischen Prinzipien herauszuarbeiten. Besonders gewinnbringend ist die Gegenüberstellung von Vergeltungsgerechtigkeit und Versöhnungsethik. In Rollenspielen können Konfliktsituationen aus Schule, Familie oder sozialen Medien bearbeitet werden, wobei unterschiedliche Reaktionsmöglichkeiten erprobt und reflektiert werden. Ebenso kann die Frage diskutiert werden, ob Jesu Forderungen wörtlich verstanden werden müssen oder ob sie vielmehr neue Perspektiven auf zwischenmenschliches Handeln eröffnen wollen. Für die Oberstufe lassen sich zudem Bezüge zu Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Dietrich Bonhoeffer oder aktuellen Debatten über Gewaltfreiheit und zivilem Widerstand herstellen. Methodisch eignet sich das Video sowohl als Impuls zu Beginn einer Unterrichtsreihe als auch zur Vertiefung bereits erarbeiteter Inhalte. Eine kreative Weiterarbeit könnte darin bestehen, moderne Gleichnisse oder kurze Szenen zu entwickeln, in denen die Frage nach Vergebung, Feindesliebe und Gewaltverzicht auf heutige Lebenssituationen übertragen wird. Dadurch wird die bleibende Aktualität der Bergpredigt für die Lebenswelt der Lernenden erfahrbar.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.2 Biblische Ethik – Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 5. Anfragen an die Katholische Soziallehre und Moraltheologie.

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