Für den Religionsunterricht bietet das Medium zahlreiche didaktische und methodische Möglichkeiten. Nach einer Einführung in die Themen Autismus, Mobbing und digitale Lebenswelten können die Lernenden zunächst ihre eigenen Erfahrungen mit Ausgrenzung, Vorurteilen und Gemeinschaft austauschen. Während oder nach dem Film lassen sich die unterschiedlichen Perspektiven der Figuren analysieren. Dabei können insbesondere Bens Wahrnehmung der Welt sowie das Verhalten seiner Mitschüler, Lehrkräfte und Eltern untersucht werden. Daran anschließend bietet sich eine Auseinandersetzung mit dem christlichen Menschenbild an. Die Lernenden können erarbeiten, dass jeder Mensch unabhängig von seinen Fähigkeiten oder Einschränkungen eine unverlierbare Würde besitzt und Respekt verdient. Ebenso lassen sich biblische Texte über Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Solidarität mit Benachteiligten einbeziehen. Rollenspiele, Standbilder, Tagebucheinträge aus der Sicht verschiedener Figuren oder Diskussionen über Zivilcourage fördern Empathie und Perspektivwechsel. Darüber hinaus eignet sich der Film für Projekte gegen Mobbing sowie für fächerübergreifenden Unterricht mit Ethik, Sozialkunde oder Deutsch. Die intensive emotionale Wirkung des Films schafft einen geschützten Raum, um über eigene Erfahrungen, Verantwortung in der Klassengemeinschaft sowie Möglichkeiten eines respektvollen und wertschätzenden Miteinanders nachzudenken.
"Der Film „Ben X“ erzählt die Geschichte eines autistischen Jugendlichen, der unter dem Asperger-Syndrom leidet und im schulischen Umfeld durch massives Mobbing an den Rand des Suizids getrieben wird. Die Erzählstruktur kombiniert Realfilm mit virtuellen Sequenzen aus einem Online-Rollenspiel, was Einblick in die Wahrnehmung und das Innenleben des Protagonisten bietet.
Didaktisch eignet sich das Material für den Einsatz ab Klasse 7 in den Fächern Religion, Ethik, Sozialkunde und Deutsch. Thematisch lassen sich Aspekte wie Anderssein, Inklusion, psychische Gesundheit, Gewaltprävention, Umgang mit digitalen Medien, Cybermobbing und Suizidprävention behandeln.
Die Methodik umfasst: Filmanalyse, Rollenspiele, Interviews, Diskussionen, kreative Schreibaufgaben (z. B. Brief an Gott), Tagebucheinträge aus Sicht der Figuren, Analyse von Bildsprache und Ton, Reflexion über Mediennutzung und Empathieentwicklung. Insbesondere bietet das Material detaillierte Impulsfragen und Bezugspunkte zu religiösen Themen wie Sühne, Schuld, Vergebung, Glaube und Auferstehung. Der Bezug zur Passion Christi im Religionsunterricht wird ausdrücklich angeregt.
Die Dokumentation ist äußerst fundiert und bietet eine exzellente Grundlage für ein fächerübergreifendes Projekt zu sozialem Lernen und Medienpädagogik."