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Wer sind die Aleviten? – Teil 2: Gespräch mit Aylin Duvarci aus Köln

Veröffentlichung:9.9.2025

Das Audio „Wer sind die Aleviten? Teil 2: Gespräch mit Aylin Duvarci aus Köln“ von Deutschlandfunk vermittelt einen persönlichen Einblick in das Leben einer jungen Alevitin in Deutschland. Aylin Duvarci berichtet über ihre religiöse Identität, ihre Erfahrungen innerhalb der alevitischen Gemeinschaft und ihren Alltag in einer pluralen Gesellschaft. Dabei beschreibt sie, welche Bedeutung der Glaube für ihr Leben besitzt und wie sie mit Fragen nach ihrer religiösen Zugehörigkeit umgeht. Das Gespräch macht deutlich, dass das Alevitentum für viele Menschen nicht nur eine Religion, sondern zugleich ein wichtiger Bestandteil ihrer kulturellen und persönlichen Identität ist. Darüber hinaus werden Themen wie Vorurteile, gesellschaftliche Anerkennung, religiöse Vielfalt und der Wunsch nach einem respektvollen Miteinander aufgegriffen. Das Audio ergänzt die historischen und theologischen Informationen des ersten Teils durch eine lebensnahe persönliche Perspektive und verdeutlicht, wie Religion den Alltag eines Menschen prägen kann.

Die Deutschlandfunk-Sendung Tag für Tag mit dem Beitrag „Wer sind die Aleviten? – Teil 2: Gespräch mit Aylin Duvarci aus Köln“ gibt der alevitischen Glaubenspraxis eine persönliche Stimme. Im Interview berichtet Aylin Duvarci von ihrer religiösen Identität, von Ritualen, Gemeinschaftserfahrungen und den Herausforderungen, als Alevitin in Deutschland zu leben. Dabei werden sowohl die spirituelle Dimension des Alevitentums als auch Fragen nach Zugehörigkeit, gesellschaftlicher Anerkennung und religiöser Bildung thematisiert.

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Das Audio eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, wenn Themen wie religiöse Identität, Alevitentum, religiöse Vielfalt, interreligiöses Lernen oder Leben in einer pluralen Gesellschaft behandelt werden. Durch das persönliche Gespräch erhalten Lernenden einen authentischen Zugang zu einer Glaubensgemeinschaft, die vielen bislang kaum bekannt ist. Anders als ein Sachtext vermittelt das Audio individuelle Erfahrungen und ermöglicht einen Perspektivwechsel. Dadurch werden religiöse Inhalte mit biografischem Lernen verbunden.

Zum Einstieg können Lernende überlegen, welche Bedeutung Religion für die eigene Identität haben kann und welche Erfahrungen Menschen machen, die einer religiösen Minderheit angehören. Anschließend hören sie das Audio und notieren Aussagen, die Aylin Duvarci über ihren Glauben, ihre Werte und ihre Erfahrungen im Alltag macht. Im Unterrichtsgespräch können diese Aussagen gesammelt und gemeinsam ausgewertet werden. Dabei sollte deutlich werden, dass religiöse Identität viele Facetten besitzt und nicht allein durch religiöse Rituale bestimmt wird.

In einer Gruppenarbeit können die Lernenden verschiedene Themenbereiche bearbeiten. Eine Gruppe untersucht die Aussagen zur religiösen Identität, eine weitere beschäftigt sich mit den Erfahrungen von Anerkennung und Vorurteilen und eine dritte arbeitet heraus, welche Werte im Gespräch besonders hervorgehoben werden. Anschließend können die Ergebnisse vorgestellt und miteinander verglichen werden. So wird sichtbar, welche Bedeutung Offenheit, Respekt und Dialog für das Zusammenleben unterschiedlicher religiöser Gemeinschaften besitzen.

Vertiefend eignet sich das Audio für eine Diskussion über die Frage, wie religiöse Minderheiten in einer demokratischen Gesellschaft wahrgenommen werden und welche Rolle gegenseitige Wertschätzung für das friedliche Zusammenleben spielt. Ebenso können Lernende überlegen, welche Chancen persönliche Begegnungen für den Abbau von Vorurteilen bieten. Das Medium fördert die Hörverstehenskompetenz, die Dialogfähigkeit sowie die Fähigkeit, unterschiedliche religiöse Lebensentwürfe wertschätzend wahrzunehmen und reflektiert zu beurteilen.

Didaktisch bietet dieser Beitrag die Chance, die Lernenden über eine biografische Erzählung unmittelbar an die Lebenswelt von Alevitinnen und Aleviten heranzuführen. Er eignet sich besonders, um Empathie zu fördern und den Dialog mit religiösen Minderheiten zu vertiefen. Methodisch kann die Hörphase mit einem Arbeitsauftrag verbunden werden: Welche Aussagen macht Aylin Duvarci über ihren Glauben, welche über ihre Erfahrungen in Deutschland? In einer Auswertung können Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum eigenen religiösen Erleben gesammelt werden. Denkbar ist auch eine Rollenspiel-Methode, bei der Schülerinnen und Schüler ein Interview mit einer fiktiven Person aus einer anderen Glaubensgemeinschaft führen. So wird der Blick für Diversität geschärft und die Bedeutung religiöser Identität im Migrationskontext verdeutlicht. Ergänzend können biblische oder kirchliche Texte zum Thema Glaubenszeugnis oder Fremdsein herangezogen werden, um Brücken zur eigenen religiösen Tradition zu schlagen.

Fragestellungen zum Audio mit Antworten


Wer ist Aylin Duvarci?

Aylin Duvarci ist eine Alevitin aus Köln, die im Audio über ihren Glauben, ihre religiöse Identität und ihre persönlichen Erfahrungen berichtet.


Welche Bedeutung hat das Alevitentum für ihr Leben?

Sie beschreibt das Alevitentum als wichtigen Bestandteil ihrer persönlichen Identität und ihres Werteverständnisses. Der Glaube prägt ihren Umgang mit anderen Menschen und ihr Verständnis von Gemeinschaft.


Welche Werte hebt sie besonders hervor?

Im Mittelpunkt stehen Menschlichkeit, Respekt, Toleranz, Gleichberechtigung und ein verantwortungsvoller Umgang mit anderen Menschen.


Welche Erfahrungen macht sie als Angehörige einer religiösen Minderheit?

Sie berichtet, dass viele Menschen nur wenig über das Alevitentum wissen. Deshalb sind Aufklärung, Begegnung und gegenseitiges Verständnis für sie besonders wichtig.


Warum eignet sich das Audio für den Religionsunterricht?

Das persönliche Gespräch vermittelt einen authentischen Einblick in das Leben einer Alevitin und hilft Lernenden, religiöse Vielfalt anhand einer konkreten Lebensgeschichte zu verstehen.


Welche Kompetenzen können Lernende durch das Audio entwickeln?

Sie erweitern ihre Hörverstehenskompetenz, lernen religiöse Vielfalt aus einer persönlichen Perspektive kennen, reflektieren Fragen der Identität und entwickeln Empathie sowie Dialogfähigkeit.


Welche Bedeutung haben persönliche Lebensgeschichten für das Verständnis von Religion?

Persönliche Erfahrungen machen religiöse Inhalte anschaulich und zeigen, wie Glauben den Alltag, die Identität und das Zusammenleben von Menschen prägen kann.

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