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Radikalisierung von Muslimen

Veröffentlichung:29.11.2016

Das Video untersucht die Radikalisierung junger Muslime in Europa und Deutschland am Beispiel salafistischer und djihadistischer Milieus. Ausgangspunkt sind die Anschläge von Paris 2015 und Brüssel 2016, die deutlich machen, dass islamistischer Terror auch Europa unmittelbar betrifft. Der Film fragt nach den biografischen, sozialen und ideologischen Faktoren, die junge Menschen für radikale Gruppen anfällig machen können. Dabei werden Erfahrungen von Ausgrenzung, Identitätskrisen, familiären Brüchen, Perspektivlosigkeit und Diskriminierung ebenso thematisiert wie die Anziehungskraft fester Gemeinschaften, charismatischer Führungspersonen und einfacher Weltdeutungen. Zugleich zeigt das Medium, welche Rolle salafistische Netzwerke, das Internet, Freundeskreise und ein striktes Denken in Gut und Böse im Radikalisierungsprozess spielen. Deutlich wird, dass Radikalisierung nicht auf einen einzigen Grund zurückgeführt werden kann, sondern aus dem Zusammenspiel persönlicher Krisen, gesellschaftlicher Bedingungen und extremistischer Ideologien entsteht.

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Für den Religionsunterricht ist das Medium besonders geeignet, um mit Lernenden die Themen Identität, Zugehörigkeit, Extremismus, Religion und gesellschaftliche Verantwortung differenziert zu bearbeiten. Didaktisch ist es wichtig, von Anfang an zwischen Islam, Salafismus und gewaltorientiertem Djihadismus zu unterscheiden, damit keine pauschalen Urteile über muslimisches Leben entstehen. Der Film kann deshalb sehr gut in Unterrichtsreihen zu Religion und Gewalt, religiösem Extremismus, Menschenwürde, Friedensethik oder Demokratiebildung eingesetzt werden. Methodisch empfiehlt sich eine strukturierte Erarbeitung mit klaren Beobachtungsaufträgen, etwa zu biografischen Ursachen, sozialen Einflüssen, ideologischen Mustern und Strategien der Anwerbung. In Gruppenarbeitsphasen können Lernende einzelne Faktoren der Radikalisierung näher untersuchen und anschließend miteinander verknüpfen. Besonders sinnvoll ist es, das Zusammenspiel von persönlicher Suche nach Anerkennung, dem Wunsch nach klarer Orientierung und der Wirkung extremistischer Gemeinschaften herauszuarbeiten. Gesprächsanlässe ergeben sich außerdem aus der Frage, warum einfache Wahrheiten, feste Regeln und starke Zugehörigkeit für manche junge Menschen so attraktiv sein können. Auch der Vergleich mit anderen Formen von Extremismus kann helfen, gemeinsame Mechanismen wie Feindbilder, Abwertung anderer, Gruppendruck und ideologische Vereinfachung sichtbar zu machen. Zugleich sollte Raum für die kritische Reflexion darüber gegeben werden, wie Diskriminierungserfahrungen und öffentliche Debatten über Zugehörigkeit Radikalisierung zusätzlich begünstigen können. Das Medium stärkt so die Fähigkeit der Lernenden, religiöse Sprache kritisch zu deuten, extremistische Angebote zu erkennen und zwischen persönlichem Glauben, politischer Ideologie und Gewaltbereitschaft zu unterscheiden.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.2 Dem Islam begegnen. Auseinandersetzung und Toleranz.

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.5 Gefährliche Religion?.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 5. Der Mensch und seine Religiosität.

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