Das Ende des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Schreckensherr-schaft bildet eine Zäsur in der deutschen Geschichte, die aber nur zögerlich von der Theologie reflektiert wurde. Der emeritierte Münchener Moraltheologe arbeitet her-aus, wie einerseits der notwendige Blick nach vorne in der theologischen Ethik der Nachkriegszeit das Erbe der unmittelbaren Vergangenheit weitgehend ausblendete, andererseits aber doch die Auseinandersetzung mit dem Unrecht, in das die deutsche Gesellschaft in vielfacher Weise involviert war, zu neuen Antworten auf teilweise traditionelle Fragestellungen führte. Der Beitrag ist Alois Baumgartner, dem emeri-tierten Professor für Christliche Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakul-tät der Ludwig-Maximilians-Universität München, anlässlich der Vollendung seines 80. Lebensjahres am 22. August 2021 gewidmet.