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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftMichael Coors und Thomas Schlag

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Michael Coors und Thomas Schlag

Ethik

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt die wachsende Bedeutung ethischer Fragen für die Religionspädagogik in einer globalen, pluralen Gesellschaft. Er zeigt, wie religiöse Traditionen und moralische Normen die ethische Reflexion prägen, während gleichzeitig die gesellschaftliche Relevanz von Religion abnimmt. Der Text argumentiert, dass religiöse Bildung ethische Fragen bewusst kultivieren und kritisch überprüfen muss, um mit fundamentalistischen Tendenzen umzugehen. Dabei werden Ethik und Religionspädagogik als aufeinander verwiesene Integrationswissenschaften verstanden, die sich an philosophischer und theologischer Ethik orientieren müssen.

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Der Artikel von Coors und Schlag analysiert die Verflechtung von Ethik und Religionspädagogik vor dem Hintergrund gegenwärtiger gesellschaftlicher Herausforderungen. Die globalen Entwicklungen und die Zunahme religiöser Pluralität erfordern ethische Orientierung und Reflexion über die Grundlagen des Zusammenlebens. Der Text definiert Ethik als Reflexion der Moral und unterscheidet dabei zwischen engerer Fassung (richtiges/falsches Handeln) und weiterer Fassung (Lebensführung und gutes Leben). Historisch wird gezeigt, wie sich ethische Konzeptionen vom tugendethischen Ansatz des Aristoteles zur deontologischen Pflichtethik der Aufklärung verschoben haben. Religiöse Traditionen spielen als Prägekraft für ethische Diskurse eine Rolle, verlieren aber an Bedeutung in westlichen Zivilgesellschaften. Deshalb bedarf es bewusster Kultivierung und kritischer Überprüfung religiöser Deutungen von Moral im Religionsunterricht. Der Artikel betont, dass theologische Ethik gegen fundamentalistische Tendenzen im religiösen Diskurs arbeiten muss. Religionspädagogik und Ethik sind als Disziplinen und Praxisfelder aufeinander verwiesen und müssen sich gegenseitig überprüfen. Beide zeichnen sich durch Interdisziplinarität, Pluralitätsorientierung und flexible Ausgestaltung aus. Die Herausforderung für religiöse Bildung liegt darin, konstruktiv mit religiöser und kultureller Pluralität und pluralen Norm- und Wertvorstellungen umzugehen. Eine christliche theologische Ethik muss dabei konfessionelle Differenzen beachten und ökumenische Potenziale nutzen.

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