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Eulenfisch

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Symbolik von Eucharistie und Abendmahl

Veröffentlichung:1.1.2023

Der Fachartikel ist in der Zeitschrift ru heute unter dem Titel „Symbolik von Eucharistie und Abendmahl“ erschienen und umfasst etwa 2 Seiten. Der Artikel erläutert das Altarwandbild des Künstlers Albert Burkart in der Kollegskirche der Bischof Neumann Schule und deutet dessen Symbolik im Zusammenhang mit Eucharistie und Abendmahl. Thematisiert werden vor allem theologische Fragen nach der Bedeutung des Kreuzestodes Jesu, der Gegenwart Christi in der Eucharistie sowie dem Verständnis der Eucharistie als Gedächtnismahl und Mysterium des Glaubens.

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Der Artikel beschreibt und deutet das Wandbild von Albert Burkart in der Kollegskirche der Bischof Neumann Schule in Königstein. Das Bild wirkt auf viele Besuchende zunächst fremd, weil es im neoexpressionistischen Stil gestaltet ist und eine ungewöhnliche Darstellung des gekreuzigten Christus zeigt. Christus schwebt mit ausgebreiteten Armen im Raum, wodurch die Form eines Kreuzes entsteht, obwohl die Kreuzbalken selbst fehlen. Das Bild enthält mehrere symbolische Elemente, die auf die Passion Jesu und auf die Bedeutung der Eucharistie hinweisen.

Ein zentrales Element ist eine rote Scheibe im oberen Bereich des Bildes. Sie steht für eine Sonnenfinsternis. Diese symbolisiert die Finsternis, die laut den Evangelien während der Kreuzigung Jesu über das Land kam. Die Verdunkelung der Sonne wird als Ausdruck dafür verstanden, dass selbst die Natur auf das außergewöhnliche und ungerechte Geschehen der Hinrichtung Jesu reagiert.

Weitere rote Elemente sind die Blutspuren an der Dornenkrone sowie die Wundmale an Händen und Füßen. Sie verweisen auf das Leiden und den Tod Jesu am Kreuz. Die Kreuzigung war eine besonders grausame und entehrende Hinrichtungsart. Im theologischen Sinn wird dieses Leiden jedoch als Konsequenz seines Lebens verstanden, in dem Jesus konsequent nach dem Willen Gottes fragte und diesen umzusetzen versuchte. Sein Leben wird damit als Beispiel dafür dargestellt, wie Menschen ihr Handeln an der Liebe zu Gott und zum Mitmenschen ausrichten können.

Besondere Aufmerksamkeit erhält im Bild die Seitenwunde Jesu. Ein Engel fängt das aus der Wunde fließende Blut in einem Kelch auf. Diese Darstellung knüpft an mittelalterliche Bildtraditionen an. Engel werden in der biblischen Bildsprache als Boten verstanden, die zwischen der göttlichen und der menschlichen Wirklichkeit vermitteln. Das Auffangen des Blutes im Kelch verweist direkt auf die Eucharistie.

Der Artikel erklärt, dass die Eucharistie auf das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern zurückgeht. Beim Brechen des Brotes und beim Teilen des Weines deutete Jesus Brot und Wein als seinen Leib und sein Blut. Dieses Mahl sollte als Gedächtnis an ihn immer wieder gefeiert werden. In der Messe wiederholt der Priester diese Worte, wodurch Brot und Wein zu Zeichen der Gegenwart Christi werden. Wer an der Kommunion teilnimmt, verbindet sich symbolisch mit Jesus.

Das Wandbild zeigt damit, dass die Eucharistie das bleibende Erbe Jesu ist. Sie überbrückt die Zeit zwischen dem Leben Jesu und der Gegenwart der Gläubigen. Durch das Gedächtnismahl bleibt Jesus auch nach seinem Tod gegenwärtig.

Ein weiteres wichtiges Element des Bildes ist die lateinische Inschrift „Per ipsum et cum ipso et in ipso“. Dieser Satz stammt aus dem Hochgebet der Messe und bedeutet „durch ihn und mit ihm und in ihm“. Er bildet den feierlichen Abschluss des eucharistischen Hochgebets und fasst den christlichen Glauben zusammen. Gleichzeitig verweist er auf die Dreifaltigkeit Gottes und auf die Verbindung zwischen Gott, Christus und den Menschen.

Der schwebende Christus im Bild steht schließlich für das Mysterium der Wandlung in der Eucharistie. Die Darstellung macht deutlich, dass sich in der Messe immer wieder neu eine Verbindung zwischen Gott und den Menschen vollzieht. Das Wandbild lädt dazu ein, über die Bedeutung der Eucharistie und über die Beziehung zwischen Christus, Gott und den Gläubigen nachzudenken.

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