1. Hintergrund und Biografie:
Fritz Mascarenhas, gebürtig aus Indien, wuchs in einer katholischen Familie auf und hatte früh den Wunsch, Priester zu werden. Stattdessen ging er zunächst zur Handelsmarine, entfernte sich vom aktiven Glaubensleben, blieb aber innerlich suchend.
2. Wende durch persönliche Gotteserfahrung:
Eine persönliche Krise auf See führte zu einem tiefen Gebetserlebnis. Später hatte er eine transformative Erfahrung mit dem Heiligen Geist in einer Pfingstkirche. Diese Begegnung veränderte sein Leben radikal: Er fühlte sich zu einer intensiven Evangelisation berufen.
3. Berufung zur Mission:
Mascarenhas sieht die Taufe im Heiligen Geist als Schlüssel zur tiefen Gotteserkenntnis. Seit den 1970er Jahren widmet er sich hauptberuflich der Mission, insbesondere unter Katholiken. Er möchte ihnen helfen, eine lebendige Beziehung zu Jesus aufzubauen – jenseits von bloßem Ritual und Sakramentenverständnis.
4. Verhältnis zur katholischen Kirche:
Obwohl er in pfingstlich-charismatischen Kontexten prägende Erfahrungen machte, blieb er der katholischen Kirche treu. Er sieht seine Aufgabe darin, katholische Gläubige zur geistlichen Erneuerung zu führen, ohne die kirchliche Struktur zu verlassen.
5. Kritik an der Kirche in Europa:
Mascarenhas kritisiert, dass Evangelisation in der westlichen Kirche kaum mehr thematisiert wird. Er bemängelt eine Überbetonung von Strukturen statt gelebtem Glauben und persönlicher Gottesbeziehung. Die Kirche sei vielerorts "Museumsort" geworden, statt geistlich lebendiger Raum.
6. Missionarischer Ansatz:
Durch Predigt, Zeugnisse und persönliche Gespräche führt er Menschen zu einer bewussten Entscheidung für Jesus. Er betont die Wichtigkeit des Heiligen Geistes als Kraftquelle für die Mission. Eine Erneuerung der Kirche könne nur „von innen“ durch geistliche Erfahrung gelingen – nicht durch Reform von Strukturen allein.
7. Schlussgedanke:
Für Mascarenhas ist das Christentum eine Liebesbeziehung zu Jesus, nicht in erster Linie eine Lehre oder Organisation. Seine Vision: Menschen zur lebendigen Gottesbeziehung führen, damit die Kirche wieder missionarisch wird.