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„Das haben wir nicht gewusst!“

Was aufmerksame Leser im Dritten Reich aus ihrer Tageszeitung erfahren konnten

Veröffentlichung:1.1.1930

Die Anregung "„Das haben wir nicht gewusst!" mit 188 Seiten bietet die umfangreichste Form einer Zeitleiste von 1930 bis 1941 als Zusammenstellung von Zeitungsartikeln aus der Stadt Olpe. Dabei werden alle Themen rund um den Nationalsozialismus aber auch die katholische und evangelische Kirche in der Kleinstadt aufgezeigt. Die Entwicklung des nationalsozialismus von einer Randgruppe zu Mainstream und seinen Angriff auf die Kirchen werden in den Zeitungsartikeln im Großen aber auch an praktischen Kleinigkeiten deutlich. Bereits 1930 wird z.B kann ein Katholik Nationalsozialist sein. Diese Frage wird klar verneint. Kein katholikern Mitglied der Hitlerpartei sein. So wird es in Predigten bereits 1930 formuliert. Auch der Bischof von Mainz bestätigt diese Aussage auf Anfrage der NSDAP. Als Begründung nennt er den Paragraph 24 des NSDAP Programms. (Siehe Seite 13-14) Dieser Paragraph wendet sich gegen die jüdischen Mitbürger beschreibt das Ziel einer Transformierung des christlichen Glaubens zu einem germanischen Ideal. Auch die Boykotte gegen jüdische Geschäfte und die Übergriffe auf jüdische Mitbürger in Olpe werden beschrieben. Wenn Ausschnitte aus den Quellen verwendet werden, zeigt sich wie mit dem Voranschreiten der Zeit die Presse immer mehr von NS Propaganda gefärbt wird.

Die virtuelle Ausstellung der Deutschen Digitalen Bibliothek untersucht die Rolle der Presse zwischen 1933 und 1945 und zeigt, wie die Nationalsozialisten die zuvor vielfältige Presselandschaft der Weimarer Republik schrittweise gleichschalteten und zu einem Instrument ihrer Herrschaft machten. Thematisiert werden die politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen des Pressewesens, die Arbeit der sogenannten Schriftleiter, die Kontrolle durch das Propagandaministerium sowie die gezielte Verbreitung nationalsozialistischer Ideologie. Zugleich richtet die Ausstellung den Blick auf die Exilpresse, deren Journalistinnen und Journalisten versuchten, unter schwierigen Bedingungen die Pressefreiheit aufrechtzuerhalten und über die Verbrechen des Regimes zu informieren. Anhand zahlreicher historischer Zeitungsseiten, Fotografien, Dokumente und Quellen wird deutlich, wie Medien zur Manipulation der öffentlichen Meinung eingesetzt wurden und welche Bedeutung freie Presse für demokratische Gesellschaften besitzt.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige Möglichkeiten zur Förderung historischer, ethischer und politischer Bildung. Besonders geeignet ist die Ausstellung für die Themen Nationalsozialismus, Wahrheit und Manipulation, Verantwortung in den Medien, Gewissen, Menschenwürde sowie Demokratie und Menschenrechte. Lernende können untersuchen, wie Sprache, Bilder und Nachrichten gezielt eingesetzt werden, um Einstellungen und Verhaltensweisen zu beeinflussen. Methodisch bietet sich die Analyse historischer Zeitungsausschnitte an, bei der Lernende Propagandastrategien identifizieren und deren Wirkung auf die Bevölkerung beurteilen. Ebenso können sie die Rolle von Journalistinnen und Journalisten diskutieren und der Frage nachgehen, welche Verantwortung Medien für eine demokratische Gesellschaft tragen. Ein Vergleich zwischen nationalsozialistischer Presse, Exilpresse und heutigen Medien eröffnet die Möglichkeit, aktuelle Fragen zu Fake News, Desinformation und Meinungsbildung aufzugreifen. Darüber hinaus können Lernende anhand ausgewählter Quellen die Bedeutung von Pressefreiheit als Menschenrecht reflektieren und über die Voraussetzungen einer freien und verantwortungsvollen Berichterstattung nachdenken. Die Ausstellung eignet sich besonders für Gruppenarbeit, Quellenanalyse, digitale Lernstationen, Projektarbeit oder Diskussionen und fördert die Fähigkeit, Medien kritisch zu hinterfragen und historische sowie gegenwärtige Informationsangebote differenziert zu bewerten.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Das Reichskonkordat (20. Juli 1933) – „Maulkorb“ oder Rechtssicherheit für die katholische Kirche?
  • Die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ - Papst Pius XI

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