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Pauperismus in Deutschland

Veröffentlichung:14.12.2021

Das Video beschreibt die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umstände in Deutschland zwischen 1800 und 1850, die zur Märzrevolution und zum Populismus führten. Populismus wird hier als starke Verarmung großer Bevölkerungsschichten definiert, die durch mehrere Faktoren begünstigt wird: starkes Bevölkerungswachstum, eine unterentwickelte Industrie, Arbeitslosigkeit ohne soziale Absicherung, die Bauernbefreiung, und die Einführung der Gewerbefreiheit. Diese Verarmung führt zu sozialen Spannungen und heizt die revolutionäre Atmosphäre an.

Das Video erklärt den Pauperismus als eine der wichtigsten sozialen Ursachen der Märzrevolution von 1848. Es beschreibt die starke Verarmung großer Bevölkerungsteile zwischen 1800 und 1850 und ordnet diese Entwicklung in die Zeit vor und während der frühen Industrialisierung ein. Dabei werden die wesentlichen Ursachen wie das starke Bevölkerungswachstum, die unzureichende Entwicklung der Industrie, die Bauernbefreiung sowie die Einführung der Gewerbefreiheit erläutert. Das Video zeigt, wie Arbeitslosigkeit, fehlende soziale Absicherung und wirtschaftliche Unsicherheit zu wachsender Unzufriedenheit führten und dadurch die revolutionäre Stimmung im Deutschen Bund verstärkten. Gleichzeitig wird deutlich, dass der Pauperismus neben Liberalismus und Nationalismus zu den wichtigen Voraussetzungen der Märzrevolution gehörte.







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Didaktisch eignet sich das Video besonders als Einführung in die gesellschaftlichen Hintergründe der Märzrevolution sowie in die Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts. Die Lernenden können die Ursachen des Pauperismus mithilfe einer Ursachen Wirkungs Übersicht strukturieren und deren gegenseitige Wechselwirkungen analysieren. Gruppenarbeiten ermöglichen die Untersuchung einzelner Faktoren wie Bevölkerungswachstum, Bauernbefreiung oder Gewerbefreiheit. Im Religionsunterricht lassen sich Bezüge zur christlichen Sozialethik, zur Menschenwürde und zur Verantwortung gegenüber benachteiligten Menschen herstellen. Die Lernenden können historische Armut mit heutigen sozialen Herausforderungen vergleichen und über Gerechtigkeit, Solidarität sowie staatliche Verantwortung diskutieren. Quellenarbeit, Bildanalysen, Rollenspiele oder Diskussionen fördern historisches Urteilsvermögen und machen deutlich, wie wirtschaftliche Entwicklungen politische und gesellschaftliche Veränderungen beeinflussen können. Das Video eignet sich daher sowohl für den Religionsunterricht als auch für den Geschichtsunterricht und die politische Bildung.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Soziale Fragen im 19. Jh. und heute

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