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Katholisches Filmwerk

Katholisches Filmwerk

Begleitmaterial zum Film Alles außer Hören

Veröffentlichung:19.5.2025

Das Medium „Alles außer hören“ erzählt die Geschichte der gehörlosen jungen Frau Marie, die sich zwischen zwei Welten bewegt. Einerseits ist sie fest in der Gemeinschaft gehörloser Menschen verwurzelt, andererseits begegnet sie immer wieder der hörenden Mehrheitsgesellschaft mit ihren Erwartungen, Vorurteilen und Kommunikationsbarrieren. Als sie sich verliebt, werden Fragen nach Identität, Selbstbestimmung, Zugehörigkeit und gegenseitigem Verständnis besonders deutlich. Der Film vermittelt eindrucksvoll die Lebensrealität gehörloser Menschen und macht auf die Bedeutung von Sprache, Kommunikation und Inklusion aufmerksam. Gleichzeitig thematisiert er Freundschaft, Liebe, Familie, Vorurteile und die Würde jedes Menschen. Die Arbeitshilfe bietet Hintergrundinformationen zur Gehörlosenkultur, zur Deutschen Gebärdensprache sowie zahlreiche Unterrichtsanregungen und Arbeitsmaterialien.

Das Begleitmaterial zur 17-minütigen Dokumentation 'Alles außer Hören' (Deutschland 2010, Regie: Peter Hecker) zeigt das Alltagsleben einer gehörlosen Familie in einfühlsamen, authentischen Bildern. Der Film sensibilisiert für die Welt der Stille und vermittelt vielfältige Einblicke in Gebärdensprache, Kommunikation und Selbstverständnis gehörloser Menschen – ohne belehrend oder mitleidserzeugend zu wirken.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht, Ethikunterricht sowie den fächerübergreifenden Einsatz mit Deutsch und Sozialkunde ab der Sekundarstufe I. Die Lernenden können zunächst die Lebenswelt der Hauptfigur kennenlernen und analysieren, welche Hindernisse und Chancen sich aus ihrer Gehörlosigkeit ergeben. Gesprächsrunden über Kommunikation, Ausgrenzung, Vielfalt und Teilhabe fördern Perspektivwechsel und Empathie. Im Religionsunterricht lassen sich Bezüge zur christlichen Vorstellung herstellen, dass jeder Mensch unabhängig von seinen Fähigkeiten die gleiche Würde besitzt und uneingeschränkt zur Gemeinschaft gehört. Ebenso können biblische Heilungsgeschichten oder Texte über Gemeinschaft, Nächstenliebe und Inklusion mit den Erfahrungen der Filmfiguren verglichen werden. Kreative Methoden wie Rolleninterviews, Standbilder, das Erlernen einfacher Gebärden, das Schreiben innerer Monologe oder das Gestalten barrierefreier Kommunikationsideen ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema. Gruppenarbeiten zur Analyse von Schlüsselszenen oder zur Entwicklung von Maßnahmen für mehr Inklusion im Schulalltag fördern Urteils und Handlungskompetenz. Das Medium sensibilisiert für die Bedeutung gelingender Kommunikation, baut Vorurteile ab und stärkt das Bewusstsein für eine inklusive und wertschätzende Gemeinschaft.

"Der Film eignet sich für den Einsatz ab Klasse 3 in Grundschule, Sekundarstufe I, pädagogischen Ausbildungen sowie der Fort- und Erwachsenenbildung. Mögliche Fächer: Religion, Ethik, Sachunterricht, Sozialkunde, Kunst, Musik, Deutsch, Pädagogik. Themenschwerpunkte sind: Gehörlosigkeit, Inklusion, Identität, Kommunikation, Familie, Barrierefreiheit, Gebärdensprache und Hilfsmittel für Hörgeschädigte.
Die Arbeitshilfe enthält vielfältige methodische Zugänge wie Diskussionen, pantomimisches Arbeiten, Gruppenarbeit, kreative Aufgaben, Liedgebärden, Projektarbeiten, Rollenspiele und gestufte Arbeitsblätter (M1–M4). Grundschulkinder lernen durch spielerische Aufgaben wie Geräuscheraten oder gebärdenbegleitetes Singen. In SEK I kann eine kritische Auseinandersetzung über Barrieren und Teilhabe erfolgen. In pädagogischen Kontexten eignet sich der Film zur Reflexion über Kommunikation, Empathie und Professionalisierung im Umgang mit gehörlosen Menschen. Die Filmdramaturgie mit bewusst reduzierter Lautsprache unterstützt die emotionale Wahrnehmung der Thematik."

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