Für den Religionsunterricht eröffnet das Medium vielfältige didaktische Möglichkeiten: Es eignet sich, um Schülerinnen und Schülern exemplarisch zu verdeutlichen, wie Glaubensbiographien in ihrer Zeit verortet und zugleich überzeitlich aktuell sein können. Besonders die existentiellen Fragen Augustins („Wer bin ich?“, „Was gibt meinem Leben Halt?“) lassen sich mit den Suchbewegungen heutiger Jugendlicher in Verbindung bringen. Methodisch empfiehlt es sich, das Video zunächst als erzählenden Impuls zu nutzen, um anschließend in Kleingruppen zentrale Stationen von Augustins Lebensweg zu erarbeiten und in Bezug zu eigenen biographischen Fragestellungen zu setzen. Denkbar sind kreative Zugänge wie das Gestalten eines „Instagram-Profils“ Augustins, das Verfassen von Tagebuch-Einträgen aus seiner Sicht oder das kontrastierende Vergleichen seiner Bekehrungserfahrung mit heutigen „Lebenswenden“. Zudem kann eine Textarbeit mit Passagen aus den Confessiones (z. B. das „Unruhig ist unser Herz…“) die Brücke zwischen Video, historischer Quelle und heutiger Reflexion schlagen. So verbindet das Medium historische Wissensvermittlung, spirituelle Vertiefung und biographische Relevanz.