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Was bedeutet Pressefreiheit?

Veröffentlichung:1.1.2025

Das Medium „Was bedeutet Pressefreiheit?“ mit vier Seiten richtet sich an Lernende ab Klasse 6 und führt in das Grundrecht der Pressefreiheit sowie dessen Bedeutung für einen demokratischen Staat ein. Ausgangspunkt ist ein Szenario, in dem die Pressefreiheit durch das Verhalten eines Bürgermeisters verletzt wird. Die Lernenden beurteilen die Situation und erschließen anschließend Artikel 5 des Grundgesetzes. Ein kurzes Erklärvideo vermittelt zentrale Aspekte der Pressefreiheit. Ein optionales Arbeitsblatt unterstützt die inhaltliche Sicherung durch einen Lückentext und die persönliche Ergänzung des Satzes „Die Pressefreiheit ist sehr wichtig, weil ...“. Inhaltlich verdeutlicht das Medium, dass Pressefreiheit sowohl die Möglichkeit umfasst, sich frei über Medien zu informieren, als auch Medienschaffende vor staatlicher Einschränkung oder Verfolgung schützt. Das Verbot staatlicher Zensur verhindert, dass Medieninhalte von staatlicher Seite verändert oder zurückgehalten werden. Zugleich wird Pressefreiheit als wichtiges Kennzeichen einer funktionierenden Demokratie herausgestellt.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders als Baustein zu den Themen Freiheit, Menschenwürde, Wahrheit, Verantwortung, Gewissen, Menschenrechte und Demokratie. Didaktisch kann die Pressefreiheit dabei über den politischen Kontext hinaus als Voraussetzung dafür betrachtet werden, dass Menschen unterschiedliche Meinungen, Überzeugungen und Weltanschauungen kennenlernen, gesellschaftliche Entwicklungen beurteilen und verantwortlich an öffentlichen Diskursen teilnehmen können. Der im Medium vorgesehene Einstieg über ein konkretes Fallbeispiel ist hierfür besonders geeignet, weil die Lernenden zunächst urteilen können, ohne bereits über umfassendes rechtliches Vorwissen verfügen zu müssen. Die Frage nach dem Verhalten des Bürgermeisters kann zunächst in Einzelarbeit bedacht und anschließend im Unterrichtsgespräch diskutiert werden. Erst danach wird Artikel 5 des Grundgesetzes herangezogen. So entsteht ein problemorientierter Zugang, bei dem die rechtliche Grundlage zur Klärung einer zuvor erkannten Konfliktsituation dient. Im Religionsunterricht kann diese Vorgehensweise durch ethische Leitfragen erweitert werden: Warum müssen Menschen erfahren dürfen, was politisch und gesellschaftlich geschieht? Warum ist es wichtig, auch über Fehler und Missstände berichten zu dürfen? Welche Verantwortung tragen Menschen, die Informationen veröffentlichen? Und welche Folgen entstehen für eine Gesellschaft, wenn nur bestimmte Meinungen verbreitet werden dürfen? Damit lässt sich eine Verbindung zwischen Pressefreiheit und christlich begründeten Vorstellungen von Menschenwürde, Freiheit, Verantwortung und Wahrhaftigkeit herstellen. Das kurze Erklärvideo kann anschließend der fachlichen Klärung dienen. Zur Sicherung bietet sich das Arbeitsblatt auf den Seiten 3 und 4 an. Dieses steht in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zur Verfügung, wobei eine Fassung einen Wortspeicher mit zentralen Begriffen wie Fehler, verbieten, frei, Grundgesetz, bestrafen und informieren enthält. Dadurch lässt sich die Aufgabe an unterschiedliche sprachliche und fachliche Voraussetzungen der Lernenden anpassen. Weiterführend empfiehlt es sich, die Medienerfahrungen der Lernenden einzubeziehen. Das Medium schlägt selbst vor, zunächst darüber zu sprechen, wie sich Lernende über politische Ereignisse informieren und welche Medien sie kennen beziehungsweise nutzen. Im Religionsunterricht kann daraus eine Reflexion über den verantwortungsvollen Umgang mit Informationen entstehen. Lernende können verschiedene Informationsquellen benennen und überlegen, woran glaubwürdige Berichterstattung erkannt werden kann. Dabei sollte die Pressefreiheit nicht mit der Vorstellung verwechselt werden, dass jede Veröffentlichung ohne rechtliche oder ethische Grenzen möglich sei. Das Medium weist darauf hin, dass unter anderem Jugendschutz, Pressekodex und Strafrecht zu beachten sind. Für eine Vertiefung können kurze Fallbeispiele entwickelt werden, bei denen die Lernenden zwischen freier Berichterstattung, staatlicher Zensur, verantwortungsvoller journalistischer Arbeit und problematischen Veröffentlichungen unterscheiden. Methodisch eignen sich dazu Positionslinien, Meinungsecken oder kurze Partnergespräche mit anschließender Begründung im Plenum. Eine religionspädagogisch besonders interessante Erweiterung besteht darin, Pressefreiheit mit Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit in Beziehung zu setzen. Die Lernenden können untersuchen, warum eine pluralistische Gesellschaft unterschiedliche religiöse und weltanschauliche Stimmen benötigt und weshalb auch Kritik an religiösen Institutionen oder gesellschaftlichen Machtstrukturen möglich sein muss. Zugleich kann nach der Verantwortung gefragt werden, die mit öffentlicher Kommunikation verbunden ist. Als Abschluss eignet sich das im Medium vorgesehene Blitzlicht, in dem die Lernenden die Bedeutung der Pressefreiheit mit eigenen Worten zusammenfassen. Alternativ können sie einen persönlichen Merksatz formulieren oder den Satz „Pressefreiheit ist für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft wichtig, weil ...“ vervollständigen. Das Material lässt sich zudem mit dem Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai verbinden und bietet Anknüpfungsmöglichkeiten an das Recht auf Information als Kinderrecht.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.1 Schuld und Vergebung. Gewissen, Umkehr, Versöhnung.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.3 Von einer besseren Welt erzählen: Das Reich Gottes.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • In welcher Welt lebe ich? Von welcher Welt träume ich?

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